Und schwupps, Baby da: Feuerwehr plötzlich Geburtshelfer!

Dortmund - Na, wenn das mal nicht schnell ging: Eine 22-Jährige wurde am Sonntag zum zweiten Mal Mutter. Doch nicht mithilfe einer Hebamme oder einer Babynotärtzin - sie brachte ihr Kind mit der Feuerwehr auf die Welt!

Per Hausgeburt und mithilfe der Feuerwehr kam am Sonntagabend in Dortmund ein kleiner Junge zur Welt.
Per Hausgeburt und mithilfe der Feuerwehr kam am Sonntagabend in Dortmund ein kleiner Junge zur Welt.  © Feuerwehr Dortmund

Um 19.22 Uhr schellte das Telefon beim Notdienst. "Blutungen, 40. Schwangerschaftswoche", hieß es für die Besatzung des Rettungswagens der Feuerwache 9 in Mengede.

Was zunächst recht harmlos auf dem Pieper stand, entpuppte sich wenig später jedoch als faustdicke Reifeprüfung.

So machten sich der Rettungsdienst der Feuerwehr also auf den Weg.

Wie die Beamten mitteilten, war es der Intuition einer der Männer zu verdanken, dass man vor Ort einen Entbindungskoffer mit in die Wohnung in den vierten Stock nahm.

Oben angelangt, ging es nämlich ruckzuck. Die werdende Mutter lag auf der Couch und kämpfte bereits mit Presswehen.

Und somit war klar: Die beiden Männer der Feuerwache, Sven Goerke und Marvin Müller, mussten nun mit "anpacken" und der Frau bei der Geburt ihres zweiten Kindes helfen.

Geburt im Schnelldurchlauf, Mutter und Kind wohlauf

Kurz darauf war es dann schon soweit. Die 22-jährige Mutter brachte einen kleinen Jungen zur Welt. Goerke nabelte diesen gekonnt ab und untersuchte ihn. Es war insgesamt schon die vierte Geburt, bei der er während des Dienstes helfen durfte.

Für seinen Kollegen hingegen war es ein spektakuläres Debüt.

Der eigentliche Geburtstermin wäre normalerweise erst am heutigen Montag gewesen. Doch der kleine Mann konnte es scheinbar kaum erwarten und brachte allen Beteiligten noch einmal richtig Action zum Sonntagabend - nur eben nicht in Spielfilmlänge.

Eine Babynotärztin war im Übrigen auch auf dem Weg. Doch sie schaffte es leider nicht mehr rechtzeitig zur Geburt und kam schließlich nur noch, um die junge Mutter zu ihrem neuen Familienmitglied zu beglückwünschen.

Sowohl Neu-Mama als auch ihr Kind wurden zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht.

Titelfoto: Feuerwehr Dortmund

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