Verdächtiger Geruch: Feuerwehr nach tödlichem Unglück erneut in Runkel im Einsatz

Von Christine Schultze

Runkel - Nach dem tödlichen Unfall in einer Gerberei im mittelhessischen Runkel ist die Feuerwehr erneut vor Ort. Ermittler nahmen einen unbekannten Geruch wahr – der Bereich wurde vorsorglich abgesperrt.

Die Feuerwehr ist erneut im Bereich der Gerberei in Runkel im Einsatz. Ein unbekannter Geruch ist aufgetreten, dessen Herkunft geklärt werden muss.  © 5VISION.NEWS

"Nach dem Vorfall gestern ist heute bei den Ermittlungsarbeiten der Polizei ein Geruch aufgetreten, dessen Herkunft wir nicht bestimmen können", sagte der Sprecher der Feuerwehr der Stadt Runkel, Jörg Martin.

Um sicherzugehen, dass kein Gefahrstoff austritt, sei die Feuerwehr vor Ort und habe den Bereich weiträumig abgesperrt.

"Die Messkomponente des Landkreises Limburg-Weilburg ist jetzt da und misst das Gelände frei, ob und wie schädlich der Stoff ist, ob er überhaupt schädlich ist", erläuterte Martin.

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Mehr könne er derzeit nicht sagen. "Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme im Moment", erklärte er. Niemand sei beeinträchtigt worden.

Bei dem Arbeitsunfall in einer Lederfabrik und Pelzgerberei in dem 9.500-Einwohner-Städtchen im Kreis Limburg-Weilburg kamen am Donnerstagnachmittag drei Arbeiter im Alter von 38, 58 und 59 Jahren ums Leben. Zwei weitere Männer seien lebensgefährlich verletzt worden, hatte das Landesinnenministerium mitgeteilt.

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Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (56, CDU) gehen die Behörden davon aus, dass es in der Grube der Gerberei zu einer Kohlenmonoxidvergiftung gekommen sei, die zum Tod der Arbeiter geführt habe.

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