Boeing mit akutem Problem nach Start in Frankfurt: Pilot muss Flug sofort abbrechen

Frankfurt am Main/São Paulo/Madrid - Aus Langstrecke wird Kurzstrecke: Ein Flug über den großen Teich vom Airport in Frankfurt am Main in Richtung Brasiliens größter Metropole endete am vergangenen Freitag schließlich in der spanischen Hauptstadt Madrid. Der Grund dafür war durchaus besorgniserregend.

Der LATAM-Flieger musste aufgrund von anhaltenden Sauerstoffproblemen im Cockpit in Madrid notlanden. (Symbolfoto)
Der LATAM-Flieger musste aufgrund von anhaltenden Sauerstoffproblemen im Cockpit in Madrid notlanden. (Symbolfoto)  © 123RF/kiartz

Dabei hatte alles so gut wie nach Plan angefangen. Am 3. Februar hob eine Maschine der chilenischen Fluggesellschaft LATAM mit rund 45-minütiger Verspätung gegen 20.05 Uhr vom Rollfeld in der hessischen Mainmetropole ab.

Von hier aus sollte die Boeing 777-300 die rund 9800 Kilometer lange Reise in Richtung des brasilianischen Finanzzentrums antreten. Ungefähre Flugdauer: etwa 11,5 Stunden. Doch so lange sollten die Passagiere an Bord nicht annähernd in der Luft bleiben.

Denn schon kurz nach dem Start bemerkten Piloten und Crew ein akutes Sauerstoffproblem. Dieses betraf vor allem das Cockpit, in dem sich die Hauptverantwortlichen für den reibungslosen Ablauf des Fluges - sprich die Piloten - aufhalten.

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Da das Problem laut Flugzeug-Nachrichtenportal Aviation Herald auch mit fortlaufender Flugdauer nicht behoben werden konnte, entschieden sich die Verantwortlichen für den Flug LA-8071 dafür, die Reise nicht fortzusetzen, während man rund 125 Kilometer von der französischen Metropole Lyon entfernt war.

Während das Flugzeug aufgrund des Sauerstoffproblems stetig absank, ergab sich aber noch ein weiteres Problem.

Sauerstoffproblem bei Boeing der LATAM-Airline: Flieger auch Stunden nach Notlandung am Boden

Denn es sollte noch zwei weitere Stunden dauern, bis man für eine sichere Landung in der spanischen Hauptstadt Madrid umgeleitet wurde. Derweil mussten die auf eine starke Belastungsprobe gestellten Passagiere noch weitere rund 16 Stunden am Boden verharren.

Ob und wann der Eisenvogel endlich in Richtung seines ursprünglichen Ziels abheben und sicher dort landen konnte, wurde seitens der chilenischen LATAM nicht bekannt.

Titelfoto: 123RF/kiartz

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