Augenzeuge berichtet von tödlichem Flugzeugabsturz in Mittelhessen: "Das ist für alle ein Schock"

Von Christine Schultze

Pohlheim - Der Absturz eines Kleinflugzeugs mit zwei Toten hat große Betroffenheit auf dem Segelflugplatz im mittelhessischen Pohlheim ausgelöst.

Im hessischen Pohlheim kam es am Dienstag zu einem tödlichen Flugzeugunfall.  © Florian Wiegand/dpa

"Das ist für alle ein Schock", sagte der 1. Vereinsvorsitzende Rainer Pauli der Deutschen Presse-Agentur.

Den 69-jährigen Piloten, der ebenso wie ein 56 Jahre alter Begleiter bei dem Absturz der Maschine ums Leben kam, habe er selbst gut gekannt - er sei ein sehr erfahrener Pilot und langjähriges Vereinsmitglied der Segelfliegergruppe Steinkopf gewesen. 

"Wahrscheinlich wird es eine Gedenkveranstaltung geben, um die Situation zu verarbeiten", sagte Pauli. "Die Seelsorge hat angeboten, uns zu begleiten, und das werden wir in Anspruch nehmen."

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Zum Zeitpunkt des Unglücks am Dienstagvormittag war Pauli nach eigenen Worten selbst auf dem Flugplatz und wurde so auch Augenzeuge des Absturzes.

Eigentlich sollte nach seinen Worten bei dem Flug die Lautstärke des Propellers der kleinen Maschine gemessen werden. Er selbst habe beobachtet, wie der Pilot nach dem Start zunächst eine vollständige Platzrunde flog. Nach dem Überflug der Messstelle habe der 69-Jährige dann landen wollen, doch sei der Motor ausgegangen "und wir wissen nicht, warum", sagte Pauli. 

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Maschine stürzte aus großer Höhe in ein Getreidefeld

Die kleine Propellermaschine stürzte in der Nähe des Flugplatzes in ein Getreidefeld.  © Florian Wiegand/dpa

Möglich wäre nach seiner Einschätzung, dass der Pilot eine Segelfluglandung machen wollte, was nicht unüblich sei und wofür die Maschine auch grundsätzlich ausgelegt sei.

Doch dann sei das Propellerflugzeug nach unten durchgesackt, sagte Pauli. Die Absturzhöhe schätzte er auf etwa 30 bis 70 Meter - ein Polizeisprecher hatte zuvor unter Berufung auf Augenzeugen-Angaben von einer Höhe von 100 bis 150 Metern gesprochen.

Die Maschine war in ein Getreidefeld neben der Start- und Landebahn des Segelflugplatzes gestürzt. Der 69-jährige Pilot aus Hessen und der aus Nordrhein-Westfalen stammende Begleiter seien leblos in dem Flugzeugwrack gefunden worden, hieß es von der Polizei.

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Ersthelfer und Rettungskräfte hätten sofort mit der Reanimation begonnen. Der Rettungsdienst habe beide in Krankenhäuser gebracht, wo sie nach Polizeiangaben kurz darauf an ihren schweren Verletzungen starben. Derweil ermitteln Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung zur Absturzursache. Mit raschen Ergebnissen sei nicht zu rechnen, sagte der Polizeisprecher.

Pauli selbst war nach dem Absturz als Ersthelfer zu der Maschine geeilt - nun werde er selbst auch notfallseelsorgerisch betreut, sagte der Vereinsvorsitzende. Unfälle habe es schon sehr lange nicht mehr an dem Segelflugplatz gegeben. "Das ist eher ein sicherer Sport, wir achten sehr auf die Sicherheit."

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