Flugzeug stürzt mitten auf Schnellstraße: Ein Mensch stirbt, Helfer riskieren ihr Leben
Laredo (Texas/USA) – Szenen wie aus einem Katastrophenfilm: Ein Privatjet ist am Dienstagabend auf einer Autobahn im Süden des US-Bundesstaats Texas abgestürzt und sofort in Flammen aufgegangen. Mehrere Autofahrer stoppten ihre Fahrzeuge, rannten zum Wrack und versuchten, die Eingeschlossenen zu retten. Ein Mensch kam beim Unglück ums Leben.
Der Businessjet mit sechs Menschen an Bord stürzte gegen 22 Uhr nahe der Grenzstadt Laredo auf eine Schnellstraße, wie AP News berichtet.
Augenzeugen berichten, dass die Maschine über die Fahrbahn schoss, einen Lichtmast umriss und schwer beschädigt zum Stillstand kam. Das Flugzeug wurde dabei nahezu auseinandergerissen und kippte auf die Seite.
Dann spielten sich dramatische Szenen ab: Während das Wrack bereits brannte, eilten zahlreiche Verkehrsteilnehmer zur Unglücksstelle.
Mit einem Vorschlaghammer und einer Schaufel versuchten Helfer, die Cockpitscheibe einzuschlagen und die Flugzeugtür zu öffnen.
Videos zeigen Menschen, die trotz dichter Rauchschwaden um das Wrack herumrennen und um das Leben der Insassen kämpfen.
"Es sah aus wie ein Filmszenario. Ich war völlig geschockt", schilderte Augenzeugin Zayra Garza später. Sie beobachtete, wie mehrere Personen aus dem Flugzeug flüchteten. Drei Jugendliche sowie eine Person, die wie der Pilot aussah, konnten sich offenbar retten.
Anschließend versuchte ein Crewmitglied noch, einen bewusstlosen Passagier aus der Maschine zu ziehen. Ein Feuerwehrmann kletterte schließlich in das brennende Wrack, um ihn zu bergen.
Ermittler suchen nach der Absturzursache
Die Identität des Todesopfers ist bislang nicht bekannt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden keine Menschen auf der Autobahn verletzt. Fünf Polizisten kamen jedoch mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus.
Bei der Unglücksmaschine handelt es sich um einen Cessna-Citation-Latitude-Businessjet. Das Flugzeug war zuvor aus dem mexikanischen Urlaubsort Los Cabos gestartet.
Die genaue Ursache des Absturzes ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Nach ersten Angaben könnte ein technischer Defekt eine Rolle gespielt haben.
Titelfoto: Montage: Screenshot/Facebook/Zayra Garza
