Hürtgenwald (Kreis Düren) - Bei einer Flugzeug-Tragödie in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstagabend zwei Menschen ums Leben gekommen! Inzwischen steht die Identität der Toten fest.
Das Kleinflugzeug war gegen 16.40 Uhr nahe der Gemeinde Hürtgenwald (knapp 5000 Einwohner), rund 40 Kilometer östlich von Aachen, abgestürzt.
Infolge des Unglücks verloren zwei Personen ihr Leben, wie der Wehrleiter der örtlichen Feuerwehr gegenüber TAG24 erklärte.
Bei den verunglückten Insassen handelt es sich laut der Polizei Düren um einen 59-Jährigen aus Lohmar und einen 23-Jährigen aus Mönchengladbach.
Die Maschine war demnach am Flugplatz Aachen-Merzbrück gestartet und überflog am frühen Abend den Hürtgenwald.
Aus bisher ungeklärter Ursache kollidierte der Flieger mit den Baumgipfeln und stürzte zu Boden. Wanderer hätten das abgestürzte Flugzeug mitten im Wald in der Nähe der Wehebachtalsperre entdeckt, erklärte Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen in der Nacht der dpa.
Ursache des Absturzes ist weiterhin unklar
Bei dem abgestürzten Kleinflugzeug handelte es sich indes um eine Maschine vom Typ "Extra 300", wie ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) gegenüber TAG24 erklärte.
Insgesamt drei BFU-Mitarbeiter waren noch am Abend auf dem Weg zur Absturzstelle. Erste Untersuchungen mussten in der Nacht aufgrund der Dunkelheit jedoch abgebrochen werden.
Ein Polizeisprecher beschrieb am Mittwochmorgen die Situation an der Unfallstelle als "sehr chaotisch". Details zum Unfallhergang stünden möglicherweise erst fest, wenn ein abschließender Bericht vorliege. Laut Sprecher der BFU könne dies bis zu einem Jahr dauern.
Die "Extra 300" ist ein Sport- und Kunstflugzeug. Ob die Unfallmaschine vor ihrem Absturz riskante, aber optisch atemberaubende Manöver durchgeführt hatte, ist jedoch nicht bekannt.
Erstmeldung: 14. April, 19.27 Uhr; zuletzt aktualisiert: 15. April, 9.10 Uhr