München - Auf dem Münchner Flughafen gab es erneut einen Zwischenfall. Ein Airbus A380 der Lufthansa hat bei seiner Landung zu früh aufgesetzt.
Das bestätigte die Fluggesellschaft auf Presse-Anfragen. Zuvor hatte RTL davon berichtet. Demnach kam die Maschine aus San Francisco.
Sie war am Sonntag (Ortszeit) in der kalifornischen Metropole gestartet und elf Flugstunden später in der bayerischen Landeshauptstadt am Montagabend gelandet.
Dabei habe der Flug LH459 die Landebahn verfehlt und sei zu früh aufgekommen.
Bei dem Vorfall sei es zu einer "Beschädigung der Landebahnbefeuerung" gekommen, wie der Sender eine Sprecherin zitiert.
Die Maschine sei jedoch in der Lage gewesen, das Terminal anzusteuern und die 351 unverletzten Passagiere konnten auf regulärem Weg die Maschine verlassen.
Erst zwei Tage zuvor Unfall auf gleicher Landebahn
Der Vorgang werde inzwischen von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersucht. Laut Informationen "aero.de" handelt es sich bei der betroffenen Start-/Landestrecke um die Bahn mit der Bezeichnung 26L. Exakt dieser Abschnitt war erst wenige Tage zuvor in den Schlagzeilen.
Am Samstag hatte eine Boeing 787-9 der Vietnam Airlines das Pistenende eben jener 26L beim Start überrollt und bereits da ebenfalls Teile der Befeuerungsanlage beschädigt. Auch hier laufen BFU-Ermittlung.
Die Maschine konnte gerade noch starten, drehte dann jedoch um, damit sie – rund zwei Stunden später – wieder in München landen konnte. Dabei war laut Videos in den Sozialen Medien auch Rauch zu sehen, der am beschädigten Fahrwerk aufsteigt.
"Das hätte einen Feuerball mit hunderten Todesopfern geben können, wenn die Piloten die Maschine nicht noch hochgezogen hätten", sagt Luftfahrt-Experte Heinrich Großbongardt der Deutschen Presse-Agentur über den Zwischenfall am Wochenende.
Auch außerhalb der Boeing und des Geländes hätte Menschen in Gefahr gebracht werden können. Unter anderem wird ermittelt, warum die Crew den Start nicht rechtzeitig abgebrochen habe.