Von Lutz Brose
Schkeuditz - Habt Ihr schon mal von der "LEJ No 1"gehört? Bei der Namensgebung dürfte wohl die "Air Force One" (jeweilige Flugzeug oder Hubschrauber des Präsidenten der USA) Pate gestanden haben. Dabei ist die "LEJ No 1" beinahe genauso bekannt, ihre Geschichte ging um die halbe Welt.
Im Dezember 2016 brachte der damalige deutsche Chef der pakistanischen Airline "PIA" einen betagten Airbus A310 mit nach Leipzig und verschenkte die Maschine bei der Vorstellung der Pläne, mit der Airline ab Frühjahr 2017 von Leipzig nach New York zu fliegen, an den Flughafen in Schkeuditz.
Offenbar hatte dieser die Rechnung ohne die pakistanische Airline gemacht.
Bis heute ist keine Passagiermaschine von dort zum Big Apple geflogen und von Geschenk war wohl in Karatschi, dem Sitz der staatlichen Fluggesellschaft in Pakistan, auch nicht die Rede. Vielmehr gingen in Schkeuditz unrealistische Angebote zum Kauf des Airbus A310 ein.
Später wurden die anfallenden Parkgebühren verrechnet sowie die Triebwerke ausgebaut. Im Sommer 2018 konnte der Flughafen die Maschine schließlich sein Eigen nennen.
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In der Folge wurde der Flieger kurzzeitig zu Übungszwecken von Feuerwehr und Bundespolizei eingesetzt.
Danach avisierte die "PIA" zum Filmstar und landete in Blockbustern wie "7 Tage in Entebbe" oder "Captain America 3" weltweit auf den Leinwänden. Um den Airbus noch besser zu vermarkten, wurden 2023 Triebwerks-Attrappen montiert.
Aktuell dreht sich wieder alles um die Maschine. Auf dem Flughafen wurde ein großes Set eingerichtet.
Take-off für den nächsten Kinohit? "Leider können wir keine Angaben zu den Arbeiten machen und bitten hierfür um Ihr Verständnis", so ein Flughafensprecher auf TAG24-Anfrage.