Miami (Florida/USA) - Ein Flug von Puerto Rico nach Chicago musste außerplanmäßig in Miami landen, nachdem ein Passagier versucht haben soll, einen Notausgang zu öffnen und ins Cockpit einzudringen. Als andere Fluggäste und Crew-Mitglieder eingriffen, eskalierte die Situation völlig.
Der Vorfall ereignete sich auf einem Flug der US-amerikanischen Billigairline Frontier, wie CNN berichtet.
Rund 45 Minuten nach dem Start wurde der 51-Jährige auffällig. Nach Angaben der Ermittler äußerte er den Wunsch, das Flugzeug zu verlassen, und versuchte anschließend, eine Notausgangstür zu öffnen.
Nachdem dies verhindert werden konnte, ging er zur Cockpittür und drückte laut Informationen der Behörden aggressiv dagegen.
Die Crew konnte den Mann zunächst beruhigen und zurück zu seinem Sitzplatz begleiten. Ein Flugbegleiter, der sich gerade nicht im Dienst befand, setzte sich freiwillig in seine Nähe.
Doch die Situation eskalierte wenig später erneut: Als der Störenfried versucht haben soll, das Gepäck des Flugbegleiters an sich zu nehmen, kam es zum Streit. Dabei stürzte er sich auf den Mann und würgte ihn.
Der 51-Jährige wurde in Miami festgenommen
Mehrere Passagiere griffen daraufhin ein und unterstützten die Crew. Gemeinsam gelang es ihnen, den Angreifer mit Kabelbindern und Sicherheitsgurten zu fixieren. Allerdings soll er sich mehrfach wieder befreit haben.
Schließlich entschieden sich die Piloten für eine außerplanmäßige Landung in Miami. Dort wurde die Maschine sicher auf den Boden gebracht und der Mann von den Behörden festgenommen. Später übernahm das FBI die weiteren Ermittlungen.
Gegen den 51-Jährigen wurden inzwischen Anklagen wegen Behinderung von Flugpersonal und Körperverletzung erhoben. Die betroffene Maschine setzte ihren Flug nach Chicago erst mehrere Stunden später fort.