Reisender bekommt erst Flugverbot von Ryanair, jetzt eine Mega-Summe!

Dublin (Irland) - Ein Mann wurde von Ryanair mit einem Flugverbot belegt, nachdem dieser angeblich Unruhe gestiftet hatte. Vor Gericht kam jetzt heraus, dass dem gar nicht so war. Für die Billig-Fluggesellschaft wird's teuer.

Ryanair hat bei einem (nicht-) Reisenden einen folgenschweren Fehler begangen.
Ryanair hat bei einem (nicht-) Reisenden einen folgenschweren Fehler begangen.  © Unsplash/Niels Baars

Für den 2. Januar war der Vermesser Eoin Michael Cahill auf einen Ryanair-Flug von Dublin nach Kopenhagen gebucht. Im Rahmen seiner Arbeit pendelt er häufig zwischen den beiden Städten. Sein Arbeitgeber zahlt für die Flüge mit Ryanair, berichtet "breakingnews.ie".

Doch am 2. Januar soll Cahill negativ aufgefallen sein. Ryanair beschuldigte den Mann, eine Auseinandersetzung mit dem Bordpersonal angezettelt zu haben.

Schon am Tag darauf informierte die Airline seinen Arbeitgeber, dass Cahill fortan auf einer Flugverbotsliste stünde. Weil er nicht selbst für seine Flüge zahle, sei diese Informationskette das gängige Vorgehen.

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Doch der Vielflieger wehrte sich dagegen. Und zwar aus gutem Grund, wie sich in dieser Woche vor Gericht zeigte: Denn den Flug trat der Vermesser gar nicht an. Er verlängerte seinen Urlaub und war deshalb weder in der Maschine noch am Flughafen.

Cahill wies die Fluggesellschaft schon frühzeitig darauf hin, doch die wiegelte ab. Das Flugverbot greife, auch wenn Ryanair angeblich noch zu dem Vorfall intern ermittle.

Ryanair muss für entstandenen Schaden aufkommen

Der Arbeiter soll mit dem Bordpersonal in eine Auseinandersetzung geraten sein.
Der Arbeiter soll mit dem Bordpersonal in eine Auseinandersetzung geraten sein.  © Unsplash/Portuguese Gravity

Für Cahill war klar: Er wurde von Ryanair übel diffamiert. Dies würde katastrophale Auswirkungen auf seinen beruflichen Ruf haben.

Doch dann beschwerte sich zu allem Übel auch noch die Fluggesellschaft, weil Cahill nicht genügend Zeit geben würde, den Sachverhalt aufzuklären.

Für das oberste Zivil- und Strafgericht Irlands war das zu viel. Der Richter folgte der Schilderung des Angestellten.

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Ryanair soll jetzt 10.000 Euro Kompensation für den entstandenen Schaden zahlen. Zudem verpflichtete sich die Airline, ein neues Schreiben an den Arbeitgeber zu senden, indem das Missverständnis aufgeklärt wird. Auch die Gerichts- und Anwaltskosten muss Ryanair zahlen.

Außerdem wurde das Flugverbot widerrufen. Ryanair entschuldigte sich "aufrichtig und vorbehaltlos" bei Cahill.

Titelfoto: Unsplash/Niels Baars

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