Schwangerschaft dauerte 46 Jahre: Frau bekommt mit 75 ein Baby!

Casablanca - Es gibt tatsächlich noch immer Frauen, die ihr ganzes Leben lang noch nie einen Frauenarzt gesehen haben. Sie wissen dann möglicherweise nicht mal, ob sie krank sind oder schwanger. Genau so erging es Zahara Aboutalib aus Marokko.

Der versteinerte Fötus wurde nach 46 Jahren aus dem Körper der Frau herausgeholt.
Der versteinerte Fötus wurde nach 46 Jahren aus dem Körper der Frau herausgeholt.  © Screenshot Youtube/DocumFeed

Mit 75 Jahren - also nach fast fünf Jahrzehnten - erfuhr die Frau, warum sie nie Kinder bekommen konnte: Sie litt an einem Lithopädion, auch als Steinkind oder Steinfrucht bezeichnet, berichtet "Asia One".

Dabei handelt es sich um ein sehr seltenes Phänomen, das normalerweise mit einer Eileiterschwangerschaft verbunden ist: Der Fötus stirbt und verkalkt allmählich, sprich, er versteinert im Mutterleib.

Die Geschichte der Medizin kennt mehrere hundert Fälle von Patientinnen aus der ganzen Welt, die so ein Steinkind in sich trugen. Meistens stammten die Frauen aus ländlichen Gebieten oder Ländern der Dritten Welt. Wenn überhaupt, erfuhren sie erst nach vielen Jahren davon.

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Natürlich tritt das Phänomen nicht bei allen Eileiterschwangerschaften auf und die Symptome sind auch sehr unauffällig: Normalerweise kommt es zu starken Kolikschmerzen, Blutungen und allgemeinem Unwohlsein. Wird nicht rechtzeitig eingegriffen, kann das Leben der Schwangeren bedroht sein.

Bei Zahara Aboutalib war das etwas anders. Sie soll im Alter von 30 Jahren schwanger geworden sein. Weil sie geburtswehenartige Schmerzen hatte, ging sie ins Krankenhaus, wo sie Zeugin einer schrecklichen Szene wurde: Eine andere Frau starb während der Geburt ihres Kindes.

Aboutalib, damals angehende Hebamme, bekam solche Angst, dass sie aus der Klinik floh. Danach seien die Kontraktionen plötzlich verschwunden. Und das ist kaum zu fassen: Ihre Eltern und auch ihr Ehemann glaubten, dass die Schwangerschaft vorüber war.

Unerträgliche Schmerzen im Bauchraum

Zahara Aboutalib erfuhr erst als 75-Jährige von ihrem tragischen Schicksal.
Zahara Aboutalib erfuhr erst als 75-Jährige von ihrem tragischen Schicksal.  © Screenshot Youtube/DocumFeed

Nun muss man natürlich bedenken, dass Zahara Aboutalib 1955 schwanger wurde und damals in der marokkanischen Provinz lebte. Die gesamte Familie hatte keine Bildung und auch nicht all zu viel Kenntnis über Geburtshilfe oder den weiblichen Körper.

Weil die Marokkanerin nach diesem Ereignis nicht mehr schwanger werden konnte, entschlossen sie und ihr Ehemann, Kinder zu adoptieren.

Danach war die Angelegenheit für einige Jahrzehnte vergessen. Doch dann tauchte das Thema unerwartet wieder auf. Die inzwischen 75-Jährige klagte nämlich über Schmerzen im Bauchbereich. Als es unerträglich wurde, brachte ihr Sohn sie ins Krankenhaus.

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Dort machten die Mediziner ausführliche Tests und röntgten Aboutalib auch. Was sie dann auf den Bildern sahen, ließ die Ärzte erschaudern: In der Gebärmutter der Frau befand sich ein mumifizierter Körper von der Größe eines etwa 24 Wochen alten Fötus. Die Leiche trug die alte Dame fast ein halbes Jahrhundert in sich, ohne davon zu wissen.

Fast schon ein Wunder, dass Aboutalib nie Infektionen oder andere gefährlichen Komplikationen deswegen bekommen hatte.

Röntgen- und Ultraschallaufnahmen zeigten etwas Ungewöhnliches im Körper der Patientin.
Röntgen- und Ultraschallaufnahmen zeigten etwas Ungewöhnliches im Körper der Patientin.  © Screenshot Youtube/DocumFeed

Titelfoto: Screenshot Youtube/DocumFeed

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