Schock für Pflegebedürftige in NRW: Menschen müssen noch tiefer in die Tasche greifen

Von Sascha Meyer

Düsseldorf - Für einen Platz im Pflegeheim müssen Menschen in Nordrhein-Westfalen noch tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr.

Ein Platz im Pflegeheim in Nordrhein-Westfalen ist erneut teurer geworden.  © Sebastian Kahnert/dpa

Der selbst zu zahlende Anteil für Heimbewohnerinnen und -bewohner für das erste Jahr lag mit Stand zum 1. Januar in NRW bei 3582 Euro pro Monat, wie der Verband der Ersatzkassen mitteilte.

Damit stieg der monatliche Eigenanteil binnen eines Jahres um 270 Euro, wie die der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Daten zeigen. Teurer ist es im Ländervergleich nur in Bremen und im Saarland. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 3245 Euro monatlich für das erste Jahr.

In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten, denn die Pflegeversicherung trägt nur einen Teil der Kosten. Hinzu kommen für Heimbewohner noch Zahlungen für Unterkunft, Verpflegung, Investitionen sowie Umlagen für Ausbildungskosten.

Gesundheit Polio-Viren im Abwasser nachgewiesen: Schutz vor Kinderlähmung im Fokus

Die Zuzahlungen sinken mit der Aufenthaltsdauer im Heim. Denn je länger jemand in einem Pflegeheim wohnt, desto mehr Zuschüsse gibt es für den Pflege-Eigenanteil.

Anzeige

So sank mit Stand 1. Januar die Zuzahlung aus eigener Tasche in NRW im zweiten Jahr auf 3294 Euro, im dritten Jahr auf 2911 Euro und ab dem vierten Jahr auf 2432 Euro.

Mehr zum Thema Gesundheit: