Frau denkt, sie ist schwanger: Was Ärzte dann im Bauch finden, schockiert das ganze Krankenhaus

Melbourne (Australien) - Als Karen Lurati in ihren Vierzigern plötzlich an Gewicht zunahm und unter Hitzewallungen litt, vermutete sie lediglich zwei Dinge: Entweder ist sie in den Wechseljahren gelandet oder schwanger. Was Ärzte bei ihr dann aber diagnostizierten, schockierte das ganze Krankenhaus.

Karen Lurati war Mitte 40, als bei ihr eine seltene Krebsform festgestellt wurde.
Karen Lurati war Mitte 40, als bei ihr eine seltene Krebsform festgestellt wurde.  © Bildmontage/Screenshot/Facebook/Karen Thrussell

Dass sich mit Mitte 40 etwas mit ihrem Körper verändern würde, war für die zweifache Mutter aus Melbourne zunächst keine große Überraschung. Schließlich rutschten die meisten Frauen in ihrem Alter in die gefürchtete Menopause.

"Ich begann, sehr müde zu sein, aber ich führte das auf meine Arbeit und die Kindererziehung zurück", erinnert sich Karen gegenüber 9honey. "Dann bekam ich ziemlich heftige Hitzewallungen und Schweißausbrüche."

Doch die Google-Suche, die bei ihr lediglich die Wechseljahre diagnostizierte, beruhigte die Australierin.

Eltern glauben, Kind hat Erkältung: Nach Arztbesuch ändert sich das Leben der Familie für immer
Gesundheit Eltern glauben, Kind hat Erkältung: Nach Arztbesuch ändert sich das Leben der Familie für immer

Doch ihre Symptome wurden immer schlimmer und Karen nahm deutlich an Gewicht zu. Ihr Hausarzt konnte bei ihren mehrfachen Besuchen in der Praxis nichts finden und riet ihr lediglich, sich gesünder zu ernähren, mehr zu schlafen und Sport zu treiben.

Im Jahr 2017 verspürte die Mutter dann aber ein merkwürdiges Gefühl. "Am Ende der Schwangerschaft spürt man diesen Druck, als ob etwas nach unten zieht", meint Karen. In diesem Moment befürchtete sie zum einen, dass sie unbemerkt schwanger geworden wäre, und zum anderen, dass ihr ein Prolaps - also der Vorfall eines Organs - drohte.

Diagnose versetzt Mutter in Schockzustand

Die Australierin litt unter einem riesigen Liposarkom - einem bösartigen Tumor im Weichteilgewebe.
Die Australierin litt unter einem riesigen Liposarkom - einem bösartigen Tumor im Weichteilgewebe.  © 123rf/drmicrobe

Vom Hausarzt wurde sie zu einem Ultraschall-Experten geschickt, der eine unangenehme Entdeckung machte. "Alles wurde still. Leute kamen und gingen in den Raum", erinnert sie sich. "Schließlich sagte jemand: 'Wir haben eine Masse gefunden, aber wir haben keine Ahnung, was es ist.'" Schnell war aber klar, dass es sich nicht um ein normales Gewebe um ihre Niere herum handeln würde.

In einem Spezialkrankenhaus wurde am nächsten Tag eine Reihe von Tests durchgeführt, was schließlich zur erschreckenden Diagnose führte: "Alles wurde still."

Ein Mediziner eröffnete Karen, dass sie ein Liposarkom in sich trug, das "ziemlich groß" war. Karen war an Krebs erkrankt. "Ich war in einem Schockzustand", so die Australierin.

Kehrt der "Schwarze Tod" zurück? Person infiziert sich mit Pest!
Gesundheit Kehrt der "Schwarze Tod" zurück? Person infiziert sich mit Pest!

In Australien gibt es jedes Jahr lediglich fünf Fälle von Liposarkomen. Oft wird die Krankheit von Hausärzten einfach übersehen. Der bösartige Tumor ist demnach nicht hart, sondern "weich wie Gelee" und befindet sich in den Fettzellen. "Er hat sich im Grunde genommen wie ein Alien um meine Organe gewickelt."

Nach der Horror-Diagnose begann für die Krebs-Patientin sofort eine anstrengende Strahlentherapie, durch die der Tumor "eingekapselt" werden sollte. Anschließend wurde das Sarkom in einem elfstündigen Eingriff entfernt. Die Ärzte operierten dabei eine 7,5 Kilogramm schwere Masse sowie Lymphknoten, einen großen Teil des Darms und eine von Karens Nieren, welche durch den Tumor nicht mehr funktionierte, heraus.

Nach ihrer körperlichen Genesung ist Karen auch auf psychologische Hilfe angewiesen. Denn die Angst, dass der Krebs zurückkommt, bleibt. In den ersten fünf Jahren besteht eine 50-prozentige Chance für einen Rückfall.

Karen, die heute 55 Jahre alt ist, setzt sich mittlerweile dafür ein, das Bewusstsein für Liposarkome zu schärfen.

Titelfoto: Bildmontage/Screenshot/Facebook/Karen Thrussell

Mehr zum Thema Gesundheit: