"Ich bin im falschen Körper": Influencerin denkt, sie sei Koreanerin

Großbritannien - Der britische Social-Media-Star Oli London ist nicht nur Fan der Band BTS - sie will auch wie sie aussehen. Dafür unterzog sie sich mehreren OPs. Das kam nicht bei allen gut an.

Oli London (31) will so aussehen wie BTS-Frontsänger Jimin. Dafür unterzog sie sich schon 18 OPs.
Oli London (31) will so aussehen wie BTS-Frontsänger Jimin. Dafür unterzog sie sich schon 18 OPs.  © Screenshot Twitter/Oli London

Die koreanische Band BTS hat weltweit viele Fans - einige scheinen es aber mit der Liebe zu Frontsänger Jimin besonders ernst zu meinen. Darunter ist auch der britische Instagram-Star Oli London, doch bei ihr geht das Anhimmeln noch weiter.

Auf Twitter erzählte sie stolz, sie habe sich trotz Abraten ihres Doktors, einer erneuten OP unterzogen, um sich mandelförmigere Augen zu machen. So will sie noch koreanischer aussehen. Zuvor war die 31-Jährige bereits 17 weitere Male operiert worden.

"Ich identifiziere mich als koreanisch. Das ist meine Kultur, das ist mein Heimatland, und das ist genauso, wie ich gerade aussehe." Allen, die ihr Leben in den sozialen Medien in den letzten acht Jahren verfolgt hätten, müsse klar sein, dass sie eigentlich Koreanerin sei.

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Erkennbar sei das bisher nicht gewesen, weil sie im falschen Körper geboren worden sei. Transracial nannte die Influencerin das. Die frisch Operierte rief gleichzeitig dazu auf, doch ihren Merch gegen anti-asiatischen Hass zu kaufen.

Oli London: "Transkoreaner sind Koreaner!"

Oli London bekam einen Shitstorm auf Social Media

Auf Social Media stieß London damit auf geteilte Meinungen. Nonbinäre Personen, die weder mit "Mann" noch mit "Frau" betitelt werden wollen, fühlten sich angegriffen. "Koreanisch sein ist eine Nationalität, keine Geschlechterrolle!", stieß ein User aus. Sie befürchteten, dass London damit Menschen lächerlich mache, die Transfrauen oder Transmänner sind und sich deswegen ihre Geschlechtsteile angleichen lassen.

Andere machten sich einen Spaß daraus und gratulierten London: "Wir sind so stolz auf dich. Ich bin auch Transracial. Jahrelang steckte ich im Körper eines Schwarzen Jugendlichen fest, aber jetzt kann ich der sein, der ich wirklich bin: ein 35-jähriger, alter, weißer Mann."

Die Influencerin reagierte auf die Ablehnung verschnupft und rief ihre Fans zu mehr Unterstützung auf. "Woke Menschen sagen mir, dass ich sein kann, wer ich will. Ich sage, ich bin koreanisch. Woke Menschen reagieren mit: Ok, dann bist du gecancelled!"

Titelfoto: Screenshot Twitter/Oli London

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