Nahost-Konflikt: Bombenanschlag in Teheran - Drei Menschen verletzt

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. "Ich glaube, er ist fast vorbei", sagte er dem US-Fernsehsender Fox News.

US-Präsident Donald Trump spricht davon, dass der Krieg bald vorbei sein könnte - und deutet mögliche Entwicklungen an.
US-Präsident Donald Trump spricht davon, dass der Krieg bald vorbei sein könnte - und deutet mögliche Entwicklungen an.  © Alex Brandon/AP/dpa

Er ergänzte: "Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist." Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.

Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump.

"Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert", sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.

Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord
Israel Krieg Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord

Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht, für den derzeit eine zweiwöchige Waffenruhe gilt. In Pakistan "könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren", sagte er der "New York Post" am Telefon, ohne weitere Details zu nennen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

15. April, 9.21 Uhr: Bombenanschlag in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Bombenanschlag verübt worden.

Bei zwei Explosionen im Stadtzentrum seien drei Menschen verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Es handelte sich demnach um improvisierte Sprengsätze. Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.

Die Lage sei unter Kontrolle, sagte ein lokaler Kommandeur der Revolutionsgarden in einer Videoansprache, die das Onlineportal "Rouydad24" verbreitete. Für den Anschlag machte er "Vaterlandsverräter" verantwortlich. 

In Teheran ereignet sich Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Anschlag. (Symbolfoto)
In Teheran ereignet sich Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Anschlag. (Symbolfoto)  © Vahid Salemi/AP/dpa

15. April, 6.17 Uhr: Zehn Länder fordern Ende der Kampfhandlungen im Libanon

In einer gemeinsamen Mitteilung haben Kanada, Großbritannien, die Schweiz und sieben weitere Staaten "ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon" gefordert.

Die Länder seien "zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon", heißt es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschützt werden.

Die Länder begrüßten die jüngst zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Aber auch im Libanon müssten nun die Waffen schweigen.

Die zehn Länder mahnten in ihrer Stellungnahme zu dem Konflikt auch eine "Achtung des humanitären Völkerrechts" an, um die Menschenwürde zu wahren, Schäden für die Zivilbevölkerung gering zu halten und humanitäre Hilfe zuzulassen.

15. April, 6.14 Uhr: US-Militär setzt Blockade iranischer Häfen um

Im Konflikt mit dem Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt.

"Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden", teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit.

Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet, erklärte Cooper. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter.

Parallel erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. "Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen", hieß es darin.

15. April, 6 Uhr: Waffenruhe im Iran-Krieg hält laut US-Vize Vance

US-Vizepräsident JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran eigenen Angaben zufolge für stabil.

"Derzeit hält die Waffenruhe", sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein großes Abkommen, erklärte er.

Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. "Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt", sagte der US-Vize. Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch "das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen" können.

US-Vizepräsident JD Vance hält die Waffenruhe im Krieg zwischen den USA und dem Iran für stabil.
US-Vizepräsident JD Vance hält die Waffenruhe im Krieg zwischen den USA und dem Iran für stabil.  © Erik S. Lesser/AP/dpa

14. April, 21.31 Uhr: Libanon und Israel einigen sich auf weitere Verhandlungen

Bei einem ersten Treffen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern auf politischer Ebene hat es nach US-Angaben "konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen" gegeben.

Das US-Außenministerium sprach von einem "historischen Meilenstein". Die USA sicherten demnach beiden Ländern Unterstützung für weitere Gespräche zu. Alle Seiten hätten sich darauf geeinigt, direkte Verhandlungen zu einem später zu bestimmenden Zeitpunkt und Ort aufzunehmen. Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Die USA äußerten die Hoffnung, dass die Verhandlungen zu einem "umfassenden Friedensabkommen" führen könnten.

Israelischen und libanesischen Berichten zufolge sollte das Treffen auf der Ebene von Botschaftern den Anfang der direkten Verhandlungen markieren.

14. April, 21.30 Uhr: Sechs Schiffe bei Seeblockade gestoppt

Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden der Seeblockade sechs Handelsschiffe zum Umkehren angewiesen.

Sie mussten demnach wieder einen iranischen Hafen am Golf von Oman anlaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom in einem X-Post mit. Zugleich wurde betont, dass kein Schiff von iranischen Häfen aus die Seeblockade der USA durchbrochen habe.

14. April, 21.02 Uhr: Historisches Treffen zwischen Israel und Libanon

Der Iran-Krieg hat auch eine massive Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon befeuert.

Nach mehr als sechs Wochen Krieg kam es nun zu einem historischen Treffen: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind libanesische und israelische Vertreter zu politischen Gespräche zusammengekommen.

Zum Auftakt zeigte das US-Außenministeriums Bilder der Zusammenkunft. US-Außenminister Marco Rubio war dabei an der Seite der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, zu sehen.

Israelische Medien berichteten nach dem Treffen unter Berufung auf Leiter, beide Länder eine das Ziel, den Libanon von der Hisbollah zu befreien. Demnach ging es auch um die Festlegung eines klaren Grenzverlaufs zwischen beiden Staaten, über den es in der Vergangenheit Streit gab.

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind libanesische und israelische Vertreter zu politischen Gespräche in Washington zusammengekommen.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind libanesische und israelische Vertreter zu politischen Gespräche in Washington zusammengekommen.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

14. April, 17.15 Uhr: Israelischer Minister attackiert Merz wegen Siedlungskritik

Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich (46) ist nach einer Verbalattacke gegen Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) im eigenen Land in die Kritik geraten.

Smotrich hatte Merz wegen seiner Aussagen zur israelischen Siedlungspolitik im Westjordanland scharf angegriffen. "Herr Bundeskanzler, die Zeiten, in denen Deutsche Juden vorschrieben, wo sie leben durften und wo nicht, sind vorbei und werden nicht wiederkehren. Sie werden uns nicht erneut in Ghettos zwingen, schon gar nicht in unserem eigenen Land", schrieb der rechte Politiker am Montagabend auf der Plattform X unter Anspielung auf die Herrschaft der deutschen Nationalsozialisten in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Rund sechs Millionen Kinder, Frauen und Männer wurden durch das NS-Regime ermordet.

Israels Finanzminister Bezalel Smotrich (46). (Archivbild)
Israels Finanzminister Bezalel Smotrich (46). (Archivbild)  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

14. April, 16.03 Uhr: IWF schraubt Wirtschaftswachstum wegen des Kriegs nach unten

Wegen des Iran-Kriegs rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) im laufenden Jahr mit einem Konjunkturdämpfer.

Der IWF beziffert das weltweite Wachstum nach Angaben vom Dienstag nur noch auf 3,1 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im Januar vorhergesagt. Für Deutschland prognostiziert der Währungsfonds sogar nur noch 0,8 Prozent Wachstum, eine Verschlechterung um 0,3 Prozentpunkte. Deutschland liegt demnach unter dem Schnitt der Euro-Länder, die um 1,1 Prozent wachsen sollen.

Die USA bekommen die Folgen des Iran-Kriegs laut der Prognose vergleichsweise wenig zu spüren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt soll um 2,3 Prozent wachsen, 0,1 Prozentpunkte weniger als bisher angenommen. "Ohne den Krieg wäre das globale Wachstum nach oben revidiert worden", heißt es in dem Weltwirtschaftsausblick, der während der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank veröffentlicht wurde. Die Korrektur nach unten spiegele "weitgehend die durch den Konflikt verursachten Störungen wider".

Dazu zählen der Energiepreisschock, Kriegsschäden an der Infrastruktur im Nahen Osten und ein Vertrauensverlust an den Weltmärkten, wie IWF-Chefin Kristalina Georgieva bereits am Donnerstag in einer Rede ausgeführt hatte. Sollte der Krieg wiederaufflammen und sich die Energiekrise ausweiten, könnte die Weltwirtschaft sogar noch deutlich stärker in Mitleidenschaft gezogen werden, warnte der IWF. Ein anhaltender Anstieg der Energiepreise würde das weltweite Wachstum demnach auf 2,5 Prozent drücken.

Sollte es zu "größeren Schäden an der Energieinfrastruktur in der Konfliktregion" kommen, wären laut IWF sogar nur 2,0 Prozent Wachstum möglich. Die USA und der Iran hatten gedroht, Kraftwerke und andere Energie-Infrastruktur im Nahen Osten anzugreifen. Der Krieg heizt zudem die Inflation an: Die Verbraucherpreise dürften laut IWF in diesem Jahr im günstigsten Szenario um 4,4 Prozent im weltweiten Schnitt steigen. Im ungünstigsten Fall wäre demnach sogar eine Rate von mehr als 6,0 Prozent denkbar.

Der IWF beziffert das weltweite Wachstum nach Angaben vom Dienstag nur noch auf 3,1 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im Januar vorhergesagt. (Symbolbild)
Der IWF beziffert das weltweite Wachstum nach Angaben vom Dienstag nur noch auf 3,1 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im Januar vorhergesagt. (Symbolbild)  © Tatan Syuflana/AP/dpa

14. April, 14.03 Uhr: Macron fordert neue Friedensgespräche zwischen USA und Iran

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump und den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian in Telefonaten zur Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen aufgerufen.

Die in Islamabad unterbrochenen Verhandlungen müssten wieder aufgenommen, Missverständnisse ausgeräumt und weitere Eskalationen vermieden werden, habe er in den Telefonaten am Montag gefordert, teilte Macron mit.

Es sei von entscheidender Bedeutung, dass der Waffenstillstand von allen strikt eingehalten werde und auch den Libanon einschließe. "Ebenso wichtig ist es, dass die Straße von Hormus so schnell wie möglich bedingungslos, ohne Kontrollen und ohne Mautgebühren wieder geöffnet wird", schrieb Macron auf der Plattform X. Unter diesen Voraussetzungen sollten die Verhandlungen mit Unterstützung der wichtigsten Beteiligten rasch wieder aufgenommen werden können.

Frankreichs Präsident Macron ruft die USA und den Iran zu neuen Friedensgesprächen auf.
Frankreichs Präsident Macron ruft die USA und den Iran zu neuen Friedensgesprächen auf.  © Tom Nicholson/Pool Reuters/AP/dpa

14. April, 13.17 Uhr: Konferenz für Hormus-Mission von Verbündeten am Freitag

Frankreich und Großbritannien organisieren an diesem Freitag eine Konferenz für eine mögliche Mission westlicher Partner in der Straße von Hormus. Das teilten beide Regierungen am Mittag mit.

Vorangetrieben werden sollen die Arbeiten an einem "koordinierten, unabhängigen und multinationalem Plan" zur Sicherung der internationalen Schifffahrt nach dem Iran-Krieg, sagte ein Sprecher des britischen Premierministers Keir Starmer.

Wie es aus dem Élysée-Palast in Paris hieß, solle das Treffen als Videokonferenz von nicht am Konflikt beteiligten Ländern organisiert werden, "die bereit sind, an unserer Seite zu einer multilateralen und rein defensiven Mission beizutragen, deren Ziel es ist, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen, sobald die Sicherheitslage dies zulässt".

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte bereits am Montag auf der Plattform X mitgeteilt, gemeinsam mit anderen Ländern solle an einem solchen friedlichen Einsatz gearbeitet werden.

Titelfoto: Vahid Salemi/AP/dpa

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