Nahost-Konflikt: Iran bestreitet Verletzung von Religionsführer Chamenei

Iran - Israels Norden ist erneut unter Raketenbeschuss aus dem Iran und dem Libanon gekommen: Die israelische Armee teilte am Sonntagmorgen mit, es seien Raketen vom Iran aus auf Israel abgefeuert worden.

In der Nacht wurden mehrere Drohnen in den Vereinigten Arabischen Emiraten abgefangen. Eine davon stürzte in eine Öleinrichtung in Fudschaira.
In der Nacht wurden mehrere Drohnen in den Vereinigten Arabischen Emiraten abgefangen. Eine davon stürzte in eine Öleinrichtung in Fudschaira.  © Altaf Qadri/AP/dpa

Nach Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen.

Anschließend berichtete das israelische Nachrichtenportal "ynet", auch aus dem Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden.

Ein Teil davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden und der Rest in offenen Gebieten eingeschlagen.

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Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. In der Nacht hatte es in verschiedenen Orten in Israel Einschläge gegeben.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

15. März, 14.24 Uhr: Iran bestreitet Verletzung von Religionsführer Chamenei

Der iranische Außenminister hat Gerüchte über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers seines Landes, Modschtaba Chamenei, zurückgewiesen. Chamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte der iranische Chefdiplomat Abbas Araghtschi nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna.

Es gebe auch keine Spaltung innerhalb der Regierung oder des Militärs.

Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Chamenei nach ihren Kenntnissen verletzt sei. Details wurden nicht genannt. Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran vor einer Woche hat sich Modschtaba Chamenei nicht öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel.

15. März, 10.17 Uhr: Israel startet neue Angriffswelle im Westen des Irans

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue breitangelegte Angriffswelle im Iran gestartet. Es sei Infrastruktur des iranischen Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.

Seit Beginn des Krieges vor mehr als zwei Wochen hatte die israelische Armee nach Militärangaben mehrfach Raketenabschussrampen im Westen des Irans zerstört.

15. März, 9.14 Uhr: Saudi-Arabien meldet Drohnenangriffe - Iran dementiert

Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Weitere Details nannte das saudische Verteidigungsministerium nicht.

Der Iran dementierte den Angriff auf Saudi-Arabien nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Dieser stehe in keinem Zusammenhang mit der Islamischen Republik. "Die saudische Regierung sollte sich bemühen, die Herkunft der Angriffe aufzudecken", hieß es.

15. März, 8.56 Uhr: Pentagon veröffentlicht Namen von Todesopfern

Das Verteidigungsministerium der USA hat die Namen der sechs Besatzungsmitglieder veröffentlicht, die beim Absturz eines Tankflugzeugs im Irak vor wenigen Tagen ums Leben gekommen sind. Demnach waren drei der Opfer (31 bis 34 Jahre) Teil der US-Luftwaffe, die drei anderen (28 bis 38) Teil der Air National Guard.

Das Flugzeug war am Donnerstag unter bislang unklaren Umständen abgestürzt. Die Zahl der Toten Amerikaner im Nahost-Konflikt stieg damit auf insgesamt 13.

Während das US-Militär mitteilte, der Absturz sei nicht auf feindlichen Beschuss oder sogenanntes Friendly Fire zurückzuführen, proklamierte die pro-iranische Allianz Islamischer Widerstand im Irak, den Flieger mit einer Rakete abgeschossen zu haben.

15. März, 8.44 Uhr: Iran nimmt Emirate unter Beschuss

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut unter iranischen Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei dabei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen, teilte das Verteidigungsministerium am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zuvor war es bereits zu weiteren Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen. 

Am stärksten sind die Emirate unter Beschuss. Der Berater des Präsidenten, Anwar Gargasch, erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die "terroristische Aggression" zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin Vernunft und Zurückhaltung walten lassen.

Die Emirate übten Zurückhaltung und suchten gleichzeitig nach einem Ausweg aus der Krise für den Iran und die gesamte Region, fügte Gargasch hinzu. 

15. März, 7.24 Uhr: Iran richtet sich an seine "brüderlichen Nachbarn"

Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb in der Nacht auf X, Teheran rufe "seine brüderlichen Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren einziges Anliegen Israel ist." 

Zuvor hatte bereits das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung die Golfstaaten aufgefordert, US-Stützpunkte zu schließen. Er sprach von warmen und konstruktiven Beziehungen zu den arabischen Nachbarn, die jedoch für den Krieg gegen den Iran genutzt würden.

14. März, 22.23 Uhr: Iran meldet Raketenangriff auf US-Militär in Saudi-Arabien

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben am Samstagabend einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen, auf dem US-Streitkräfte stationiert sind. Auf dem Stützpunkt in der Nähe der Hautstadt Riad seien unter anderem US-Kampfjets stationiert, erklärten die Revolutionsgarden. Zudem lagere das US-Militär dort große Mengen an Treibstoffvorräten für seine Flugzeuge.

Von Saudi-Arabien wurde der Angriff offiziell nicht bestätigt. Das Verteidigungsministerium hatte jedoch kurz zuvor mitgeteilt, dass sechs ballistische Raketen mit Ziel al-Chardsch abgefangen worden seien. Dort befindet sich der Stützpunkt Prinz Sultan.

Die iranischen Revolutionsgarden wollen einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen haben. (Archivbild)
Die iranischen Revolutionsgarden wollen einen Militärstützpunkt in Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen haben. (Archivbild)  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

14. März, 22.13 Uhr: Schweiz lehnt zwei Überfluggesuche für US-Militärflugzeuge ab

Die Schweiz hat mit Verweis auf ihre Neutralität zwei im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gestellte Überfluggesuche für US-Militärflugzeuge abgelehnt.

"Das Neutralitätsrecht verbietet Überflüge der Konfliktparteien, die einen militärischen Zweck im Zusammenhang mit dem Konflikt verfolgen", erklärte die Regierung am Samstagabend. Deshalb seien "zwei Gesuche im Kontext des Kriegs im Iran" abgehlehnt worden. Im Gegenzug seien auf Antrag der USA ein Wartungsflug sowie zwei Überfluggesuche für Transportflugzeuge genehmigt worden.

14. März, 22.02 Uhr: Bodentruppen töten laut Israel Dutzende Hisbollah-Milizionäre

Israelische Bodentruppen haben bei Kämpfen im Südlibanon einem Bericht der Zeitung Times of Israel zufolge Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

Die Einsätze hätten bereits vergangene Woche in der Region von Rab El Thalathine westlich der israelisch besetzten Golanhöhen begonnen. In dem Ort sollten militärische Anlagen der Hisbollah zerstört und Bewaffnete der Miliz vertrieben werden, schrieb die Zeitung.

Rettungskräfte inspizieren eine Wohnung, die bei einem israelischen Luftangriff beschädigt wurde. Dichter Rauch füllt das Gebäude in der südlichen Hafenstadt Sidon.
Rettungskräfte inspizieren eine Wohnung, die bei einem israelischen Luftangriff beschädigt wurde. Dichter Rauch füllt das Gebäude in der südlichen Hafenstadt Sidon.  © Mohammad Zaatari/AP/dpa

14. März, 21.13 Uhr: Erneut Drohnenangriffe auf den Flughafen von Kuwait

Der internationale Flughafen in Kuwait ist am Samstagabend erneut mit Drohnen angegriffen worden.

Wie die Luftfahrtbehörde des Golfstaates mitteilte, wurde der Flughafen "von mehreren Drohnen ins Visier genommen, die sein Radarsystem trafen". Es sei niemand verletzt worden.

Titelfoto: Altaf Qadri/AP/dpa

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