Nahost-Konflikt: Iran droht mit weltweiten Anschlägen auf Zivilisten im Urlaub

Iran - Israels Luftwaffe greift weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue "Welle" an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht zum Freitag mit.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) äußerte sich vor wenigen Stunden zu dem Krieg im Nahen Osten.  © RONEN ZVULUN / POOL / AFP

Ziel sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes", hieß es in einer kurzen Mitteilung auf Telegram ohne nähere Einzelheiten.

Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) hatte zuvor noch laut der Zeitung "Times of Israel" gesagt: "Der Iran ist schwächer denn je." Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen.

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Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, "so lange dies notwendig ist", sagte Netanjahu.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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20. März, 14.20 Uhr: NATO kündigt "Anpassung" des Irak-Einsatzes an

Die NATO erklärte, sie passe ihre Mission im Irak an, nachdem Beamte des Landes mitgeteilt hatten, dass die nicht-kämpfende Truppe aufgrund des Krieges im Nahen Osten vorübergehend abgezogen worden sei.

"Wir können bestätigen, dass wir unsere Haltung im Kontext der NATO-Mission im Irak anpassen", sagte Bündnissprecherin Allison Hart in einer Erklärung gegenüber AFP und lehnte es aus Sicherheitsgründen ab, weitere Details preiszugeben.

Die NATO arbeite in dieser Angelegenheit "in enger Abstimmung mit ihren Verbündeten und Partnern", sagte sie

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20. März, 14.11 Uhr: Iran droht mit weltweiten Anschlägen auf Zivilisten im Urlaub

Das iranische Militär drohte damit, Beamte und Armeekommandeure der Vereinigten Staaten und Israels auch während ihres Urlaubs oder beim Besuch von Unterhaltungszentren aufzuspüren.

"Wir beobachten eure feigen Beamten und Kommandeure, Piloten und ruchlosen Soldaten", sagte der Sprecher der Streitkräfte, Abolfazl Shekarchi, laut staatlichem Fernsehen.

"Aufgrund der uns vorliegenden Informationen über Sie sind ab sofort auch die Promenaden, Badeorte und Unterhaltungszentren der Welt nicht mehr sicher für Sie."

Der Iran droht nun damit, auch Zivilisten anzugreifen.  © AFP

20. März, 13.46 Uhr: Humanitäre Notlage im Iran nimmt rapide zu

Der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC), Jan Egeland (68), warnt vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran.

Schätzungen zufolge seien mehr als drei Millionen Menschen im Land auf der Flucht, sagte Egeland dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera. Der Iran sei riesig und der Bedarf wachse rasant, so der NRC-Generalsekretär. Seine Hilfsorganisation sei "überlastet, überfordert und unterfinanziert".

Schiffs- und Flugverkehr seien unterbrochen, sodass lokale und internationale Gruppen Schwierigkeiten hätten, dringend benötigte Hilfsgüter ins Land zu bringen.

Jan Egeland (68) ist seit 2013 der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC).  © Martial Trezzini/Keystone/dpa

20. März, 13.37 Uhr: Trotz des Kriegs im Iran, Frankreich unterstützt weiterhin die Ukraine

Der Präsident Emmanuel Macron (48) erklärte am Freitag, Frankreich werde seine Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine fortsetzen.

Er äußerte sich, nachdem die französische Marine einen aus Russland kommenden Öltanker abgefangen hatte.

"Wir bleiben bei unserem Kurs", sagte Macron auf X. "Der Krieg im Iran wird Frankreich nicht davon abhalten, die Ukraine zu unterstützen, wo Russlands Angriffskrieg weitergeht".

20. März, 12.07 Uhr: Israels Armee beginnt neue Luftangriffe im Iran

Die israelische Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an.

Das Militär habe neue Bombardements auf Stellungen der iranischen Führung in der Gegend der Stadt Nur im Norden des Landes begonnen, hieß es in einer Mitteilung am Mittag.

Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Israel kündigte erneute Angriffe auf den Iran an.  © JALAA MAREY / AFP

20. März, 10.12 Uhr: Iran meldet Tod des Pressesprechers der Revolutionsgarden

Die iranischen Revolutionsgarden melden den Tod ihres Sprechers, Ali Mohammed Naini (†69).

Nach Angaben der ihnen nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim ist der General bei einem Angriff getötet worden, für den sie Israel und die USA verantwortlich machen.

Die Garden würdigten Naini als langjährigen Kommandeur, der mehr als vier Jahrzehnte im Dienst der islamischen Revolution gestanden habe.

20. März, 9.56 Uhr: Teile von Ölraffinerie in Kuwait abgeschaltet

In Kuwait sind nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie abgeschaltet worden.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtete, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) Ziel mehrerer Drohnenangriffe. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen.

KPC erklärte demnach weiter, dass Feuerwehr und Rettungskräfte sofort mit den Löscharbeiten begannen und mehrere Anlagen der Raffinerie abgeschaltet wurden.

Infolge eines Drohnenangriffes mussten nun einige Teile der Ölraffinerie in Kuwait abgeschaltet werden.  © Uncredited/AP/dpa

20. März, 9.43 Uhr: Irans Führung appelliert an Geheimdienst

Die iranische Führung hat die Mitarbeiter des Geheimdienstes dazu aufgerufen, den "Feinden im In- und Ausland" die Sicherheit zu entziehen.

In einer Mitteilung auf dem X-Profil des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei (56), hieß es weiter, nach dem Tod von Geheimdienstchef Ismail Chatib müssten die "übrigen Beamten und Mitarbeiter dieses sensiblen Ministeriums" diese Lücke ausgleichen.

Geheimdienstminister Chatib wurde nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in der Nacht zum Mittwoch getötet.

20. März, 8.57 Uhr: Iranische Raketenproduktion wird trotz des Krieges fortgesetzt

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die Islamische Republik produziere trotz des Krieges mit Israel und den Vereinigten Staaten weiterhin Raketen.

"Unsere Raketenindustrie verdient die Bestnote… und es gibt diesbezüglich keinen Grund zur Sorge, denn selbst unter Kriegsbedingungen setzen wir die Raketenproduktion fort", sagte der Sprecher der Revolutionsgarden, Ali Mohammad Naini, laut der Nachrichtenagentur Fars.

20. März, 6.39 Uhr: Vereinigten Arabischen Emirate verhaften Mitglieder eines "Terrornetzwerks"

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben mindestens fünf Mitglieder eines "terroristischen Netzwerks" festgenommen, das Verbindungen zum Iran und zur libanesischen Hisbollah-Miliz unterhält, wie staatliche Medien am Freitag mitteilten.

Das mutmaßliche Netzwerk habe versucht, "in die nationale Wirtschaft einzudringen und externe Machenschaften durchzuführen, die die Finanzstabilität des Landes gefährden", so die offizielle Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf den Staatssicherheitsapparat der VAE.

Dies sei Teil eines "vorab festgelegten strategischen Plans in Abstimmung mit externen Parteien, die Verbindungen zur Hisbollah und zum Iran unterhalten".

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