Nahost-Konflikt: Iran warnt vor Minen in Straße von Hormus

Israel/Iran - Nach den verheerenden israelischen Luftangriffen im Libanon schwört die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz eine Fortsetzung ihrer Angriffe gegen Israel.

Nach mehreren israelischen Luftangriffen steigt Rauch in Beirut auf.  © Hassan Ammar/AP/dpa

In Reaktion auf Israels "Verstoß gegen die Waffenruhe" sei in der Nacht der Kibbuz Manara im Norden Israels beschossen worden, hieß es in einer Erklärung der Schiiten-Miliz. Die Gegenangriffe auf Israel würden so lange fortgesetzt, bis die israelisch-amerikanische Aggression aufhöre.

Bei den israelischen Luftangriffen im Libanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 182 Menschen getötet.

Trotz der im Iran-Krieg zwischen den USA und dem Iran vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe will Israel seine Angriffe auf die Hisbollah-Miliz fortsetzen. Anders als der Iran sehen die USA den Libanon nicht in der vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe inbegriffen.

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Der Iran erwägt nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars nun wegen Israels andauernder Angriffe auf die Hisbollah aus der Feuerpause auszusteigen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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9. April, 8.46 Uhr: Iran warnt vor Minen in Straße von Hormus

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat vor Seeminen in der Straße von Hormus gewarnt.

Die Streitkräfte publizierten am späten Mittwochabend eine Karte, auf der eine Gefahrenzone in den gewöhnlichen Schifffahrtswegen der Meerenge verzeichnet ist. In Anbetracht der Kriegssituation im Persischen Golf werde allen Schiffen dazu geraten, eine Alternativroute weiter nördlich zu nutzen. Damit soll der "mögliche Zusammenstoß mit Seeminen" vermieden werden.

Die neue, von den Revolutionsgarden empfohlene Route verläuft entlang der Insel Larak unweit der Südküste des Irans. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit, vor allem für den Transport von Öl und Gas aus den Golfstaaten.

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Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat vor Seeminen in der Straße von Hormus gewarnt.  © Altaf Qadri/AP/dpa

9. April, 7.39 Uhr: Donald Trump poltert weiter gegen NATO-Bündnis

Mit seinen jüngsten Äußerungen hat US-Präsident Donald Trump die Sorgen vor einem NATO-Austritt der USA befeuert.

Mehr dazu hier: Droht der Austritt? Donald Trump poltert weiter gegen NATO-Bündnis: "War nicht da, als wir sie gebraucht haben"

9. April, 6.42 Uhr: Trump droht mit neuer Eskalation, US-Militär bleibt schussbereit

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer neuen militärischen Eskalation gedroht, falls Teheran sich nicht komplett an das Waffenruheabkommen halten sollte.

Die Schiffe, Flugzeuge und Soldaten des US-Militärs würden, gegebenenfalls auch mit zusätzlicher Ausrüstung, rund um den Iran stationiert bleiben, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Dies gelte, bis das "erzielte WIRKLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird". Es werde alles bereitgehalten, was für die "Vernichtung" eines bereits geschwächten Gegners notwendig sei, schrieb er weiter.

Sollte dies nicht geschehen, werde es zu deutlich stärkeren militärischen Maßnahmen kommen. Dann beginne das "Schießen" - "größer, besser und stärker" als je zuvor, warnte Trump. Er bezeichnete dieses Szenario gleichzeitig als "höchst unwahrscheinlich".

US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran mit einer neuen militärischen Eskalation gedroht, falls Teheran sich nicht komplett an das Waffenruheabkommen halten sollte.  © Kay Nietfeld/dpa

9. April, 1 Uhr: Hisbollah meldet Raketenangriffe auf Israel

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon hat nach eigenen Angaben Raketen auf Israel abgefeuert.

"Als Reaktion auf die Verletzung des Waffenruhe-Abkommens durch den Feind" sei am frühen Donnerstagmorgen der israelische Kibbuz Manara nahe der Grenze zum Libanon "mit einem Raketenhagel" ins Visier genommen worden, teilte die Miliz mit. Zuvor hatte die Hisbollah erklärt, sie habe das "Recht", auf israelische Angriffe zu reagieren.

Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt. Bei den massiven Angriffen wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 182 Menschen getötet und 890 weitere verletzt.

9. April, 0.30 Uhr: Trump ermahnt Nato-Verbündete: "Erinnert euch an Grönland"

US-Präsident Donald Trump hat den Nato-Partnern erneut mangelnde Unterstützung für den Krieg gegen den Iran vorgeworfen und dabei auch wieder den Streit um Grönland thematisiert.

"Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen", schrieb er in Großbuchstaben auf seiner Plattform Truth Social nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Die Verbündeten sollten sich an Grönland erinnern, das er als "großes, schlecht verwaltetes Stück Eis" bezeichnete. Die Arktisinsel, die sich Trump noch Anfang des Jahres für die USA einverleiben wollte, gehört zum Gebiet des Nato-Partners Dänemark.

8. April, 23 Uhr: UN-Hochkommissar verurteilt Israels Angriffe im Libanon

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die heftigen israelischen Luftangriffe im Libanon scharf verurteilt.

"Das Ausmaß der Tötungen und Zerstörungen im Libanon heute ist schlichtweg entsetzlich", sagte der österreichische UN-Diplomat laut einer Mitteilung.

"Ein solches Blutbad, nur wenige Stunden nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands mit dem Iran, ist kaum zu fassen. Es setzt den fragilen Frieden, den die Zivilbevölkerung so dringend braucht, enorm unter Druck", warnte Türk.

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