Nahost-Konflikt: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet

Nahost - Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen haben die Revolutionsgarden des Landes Rache geschworen.

Nach dem Tod Chameneis kündigen Irans Revolutionsgarden Vergeltung an.  © Vahid Salemi/AP/dpa

"In Kürze werden die größten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen", heißt es in einer Presseerklärung der Elitestreitmacht der Islamischen Republik.

Die Regierung kündigte 40 Tage öffentliche Trauer und 7 Feiertage an. Die gegenseitigen Angriffe gingen derweil in der Nacht weiter.

Der Iran feuerte Raketen Richtung Israel ab und griff US-Verbündete sowie amerikanische Stellungen in Nahost an. In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv starb laut Medien eine Frau beim Einschlag einer Rakete in einem Wohnblock. Dutzende Menschen seien verletzt worden.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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1. März, 16.30 Uhr: Drei US-Soldaten tot, fünf schwer verletzt

Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden.

"Einige andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen – und befinden sich auf dem Weg zurück in den Dienst", teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Umfangreiche Kampfhandlungen dauerten an.

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1. März, 15.35 Uhr: Laut Iranischen Revolutionsgarden US-Flugzeugträger von vier Raketen getroffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe auf den Iran nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger im Persischen Golf angegriffen und getroffen.

"Der US-Flugzeugträger 'USS Abraham Lincoln' wurde von vier ballistischen Raketen getroffen", teilten die Revolutionsgarden am Sonntag laut örtlichen Medien mit. "Land und Meer werden mehr und mehr zum Friedhof der terroristischen Aggressoren", warnten sie demnach.

1. März, 14.53 Uhr: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet

Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden.

Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Ilna.

Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden.  © Vahid Salemi/AP/dpa

1. März, 14.41 Uhr: Sechs Tote bei iranischen Raketenangriffen in Israel

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach israelischen TV-Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden.

Nach Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch ums Leben. Weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Auch Einwohner von Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen bei den neuen Raketenangriffen.

Millionen von Einwohnern harrten in Schutzräumen aus. "Wir hören immer wieder laute Knallgeräusche, möglicherweise sind das auch Abwehrraketen", sagte ein Einwohner Tel Avivs. "Es nimmt einfach kein Ende."

Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran am Samstagmorgen berichten Einwohner Israels von ständigen Gegenangriffen des Irans auf israelische Bevölkerungszentren, teilweise im halbstündigen Takt.

Rettungskräfte und Militärangehörige arbeiten an dem Ort, an dem mehrere Menschen bei einem iranischen Raketenangriff in Beit Schemesch getötet wurden.  © Leo Correa/AP/dpa

1. März, 14.38 Uhr: Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland

Nach der Eskalation im Nahen Osten wächst nun die Sorge, dass der neue Iran-Krieg auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Deutschland haben könnte.

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnte vor der Gefahr von Anschlägen auf jüdische und israelische Einrichtungen. Insbesondere nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei sei damit zu rechnen, dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge nutze.

1. März, 13.12 Uhr: Eskalation legt Flugverkehr lahm - Tausende gestrandet

Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten kommt der Luftverkehr in großen Teilen der Region weitgehend zum Erliegen.

Zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen, Tausende Reisende saßen fest oder mussten umgeleitet werden. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben großen Flughäfen mehr als 3400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha.

Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigte eine "vorübergehende und teilweise" Sperrung des Luftraums an. In Dubai wurden alle Flüge am internationalen Flughafen DXB sowie am Al Maktoum Airport (DWC) bis auf Weiteres ausgesetzt.

Auch in anderen Teilen der Region ist der Luftverkehr stark eingeschränkt. Der Flughafen Tel Aviv bleibt voraussichtlich bis Montag gesperrt. Auch der Luftraum in Katar, Kuwait sowie in Teilen Syriens ist geschlossen. Mehrere internationale Airlines, darunter Lufthansa, British Airways und Turkish Airlines, setzten Flüge in die Region aus oder änderten ihre Routen.

Auch im weiter östlichen Nepal herrscht Ausnahmezustand: Passagiere auf dem Weg in den Nahen Osten warten am Tribhuvan International Airport auf ihren Flieger.  © Skanda Gautam/ZUMA Press Wire/dpa

1. März, 12.49 Uhr: Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht

Israels Staatsflugzeug ist nach Beginn des Kriegs gegen den Iran zum Berliner Flughafen BER gebracht worden - und damit außerhalb des Kampfgebiets. Es parkt dort auf dem Rollfeld, wie ein dpa-Reporter beobachtete.

Nach Daten des Luftverkehr-Portals "Flightradar" war die Maschine am frühen Samstagnachmittag Ortszeit (kurz nach 13.00 Uhr MEZ) in Israel gestartet und kreiste dann stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach Deutschland flog und am Abend am BER landete.

Der Flughafen BER äußerte sich auf Anfrage nicht zum Aufenthalt des Fliegers, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Bereits bei früheren Konflikten war die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen außer Landes gebracht worden.

Israels Staatsflugzeug "Flügel Zions" ist eine Boeing 767, die speziell für offizielle Regierungsreisen und diplomatische Missionen ausgestattet wurde. Es dient sowohl dem Präsidenten als auch dem Ministerpräsidenten Israels und ist mit modernster Kommunikationstechnik gesichert.

Israel hat sein offizielles Staatsflugzeug nach Beginn des Iran-Kriegs außer Landes geflogen, jetzt parkt es am BER.  © Christophe Gateau/dpa

1. März, 12.47 Uhr: Zypern weist Berichte über iranische Raketen zurück

Die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern hat Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert wurden.

Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu. Im Zusammenhang mit Aussagen und Medienberichten über einen Abschuss von Raketen in Richtung Zyperns werde klargestellt, "dass dies nicht der Fall ist und es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass eine Bedrohung für das Land bestanden hat", erklärte Letymbiotis. Die zuständigen Behörden verfolgten die Lage fortlaufend und sehr aufmerksam, hieß es weiter.

Zuvor hatte der britische Verteidigungsminister John Healey vor der Gefahr "zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe" gewarnt.

1. März, 12.45 Uhr: China verurteilt Tötung von Chamenei scharf

Die Tötung von Irans Religionsführer Ali Chamenei hat scharfe Kritik aus China ausgelöst.

Das Vorgehen verletze die Souveränität Irans in schwerwiegender Weise und missachte die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, teilte das Außenministerium in Peking mit. China lehne ein solches Vorgehen entschieden ab und verurteile es nachdrücklich, hieß es weiter.

Peking rufe dazu auf, alle militärischen Handlungen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden und Frieden sowie Stabilität im Nahen Osten und in der Welt zu wahren.

1. März, 11.37 Uhr: London warnt vor "wahllosen" iranischen Angriffen

Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr von "zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen". Es seien zwei Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden.

"Wir glauben nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet waren", sagte Healey dem Sender Sky News. Es sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine "sehr reale (...) Bedrohung durch ein Regime" gebe, das in der gesamten Region weit um sich schlage.

Großbritannien beteiligt sich im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag mitgeteilt hatte. Healey erläuterte, dass britische Flugzeuge Drohnen und Raketen abschießen, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern.

"Wenn ich also davon spreche, dass Großbritannien im Rahmen koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen eine Rolle bei der Stärkung der regionalen Stabilität spielt, dann meine ich genau das", sagte Healey.

Er kritisierte außerdem, dass iranischen Kommandeuren zunehmend erlaubt werde, ihre eigenen Ziele auszuwählen, da das Land "die Kontrolle über seine Befehls- und Kommandostrukturen verliert".

Großbritannien beteiligt sich an einem defensiven Militäreinsatz. Der Verteidigungsminister warnt vor wahllosen iranischen Angriffen.  © Jonathan Brady/PA Wire/dpa

1. März, 11.35 Uhr: Netanjahu ruft Iraner zum Aufstand auf

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Bevölkerung im Iran in einer auf Farsi verbreiteten Videobotschaft zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen.

Die Ansprache wurde allem Anschein nach mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf Farsi erstellt. "Bürger des Irans, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen", sagte Netanjahu dort.

Er rief die Iraner auf, auf die Straße zu gehen, "um die Sache zu vollenden, um das Terrorregime zu stürzen, das euer Leben zur Hölle gemacht hat". Netanjahu kündigte zudem an, Israel werde in den kommenden Tagen "Tausende Ziele des terroristischen Regimes" angreifen, um die "Bedingungen für das mutige Volk des Irans zu schaffen, sich von den Ketten der Tyrannei zu befreien".

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