Nahost-Konflikt: Iran meldet schwere Luftangriffe

Iran - Inmitten heftiger israelischer Angriffe auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht.

Der US-Präsident Donald Trump (79).
Der US-Präsident Donald Trump (79).  © Kay Nietfeld/dpa

"Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview.

Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan." Das Hauptrisiko sei vorbei. Der US-Präsident legte sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt fest.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."

Bald wieder Nahost-Flüge ab und nach Hamburg Airport?
Israel Krieg Bald wieder Nahost-Flüge ab und nach Hamburg Airport?

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

10. März, 16.37 Uhr: Wadephul muss vom Flugzeug in den Bunker

Kurz vor dem Abflug von Außenminister Johann Wadephul (CDU, 63) nach einem überraschenden Kurzbesuch in Israel ist es in dem Land erneut zu Raketenalarm gekommen.

Während das Militär-Transportflugzeug der Bundeswehr vom Typ A400M am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stand, gab es eine Vorwarnung vor einem neuen Raketenangriff aus dem Iran.

Auch Einwohner des Großraums Tel Aviv berichteten, sie hätten entsprechende Warnungen erhalten. 

10. März, 16.19 Uhr: Monopolkommission kritisiert Mangel an Wettbewerb bei Sprit

Angesichts der steigenden Spritpreise kritisiert die Monopolkommission die Strukturen im deutschen Kraftstoffgroßhandel.

"Wenige integrierte Konzerne kontrollieren Raffinerien, Großhandel und Tankstellen zugleich. Das dämpft den Wettbewerbsdruck", sagte der Vorsitzende des unabhängigen Beratungsgremiums der Bundesregierung, Tomaso Duso (53).

Er fordert daher strukturelle Reformen: "mehr Transparenz im Großhandel und ein stärkerer Wettbewerb durch unabhängige Anbieter".

Es sei richtig, dass das Bundeskartellamt die Entwicklung beobachte.

10. März, 16.05 Uhr: Iran verhaftet 30 Personen wegen Spionageverdachts

Wie das iranische Ministerium mitteilte, seien 30 Personen wegen Spionageverdachts verhaftet worden.

Darunter fielen auch einige Ausländer.

10. März, 16.03 Uhr: IEA-Sondersitzung zu Ölnotreserven einberufen

Die Internationale Energieagentur (IEA) hält wegen der angespannten Lage an den Ölmärkten noch am Dienstag eine Sondersitzung ab.

Es gehe darum, die aktuelle Versorgungssicherheit und die Marktbedingungen zu beurteilen, was Einfluss auf eine folgende Entscheidung über die mögliche Freigabe von nationalen Ölreserven habe, hieß es von der IEA.

Die 32 Mitgliedsländer verfügen über 1,2 Milliarden Barrel (je 159 Liter) Notreserven Öl. Hinzu kommen laut der in Paris ansässigen Organisation 600 Millionen Barrel Industrievorräte.

10. März, 15.54 Uhr: Iran meldet schwere Luftangriffe

Der Iran meldet schwere Luftangriffe auf mehrere Ziele im Land.

Nach Angaben des Roten Halbmondes wurden allein im Osten der Hauptstadt Teheran 40 Menschen getötet. Staatsmedien berichteten über Angriffe auf Wohngebiete im Norden, Westen und Osten Teherans sowie im Vorort Merschahr. 

Weitere Ziele waren demnach das Hafenareal Haghani in Bandar Abbas im Süden sowie eine Polizeiwache in Isfahan in Zentraliran gewesen. Getroffen worden sein soll auch der zum Weltkulturerbe gehörende Tschehel-Sotun-Palast in Isfahan. 

Über Teheran zieht sich eine schwarze dunkle Rauchwolke.
Über Teheran zieht sich eine schwarze dunkle Rauchwolke.  © AFP

10. März, 15.42 Uhr: "Heftigste Angriffe" – Kein Zeichen für Frieden im Iran

Während US-Präsident Donald Trump (79) ein baldiges Ende des Kriegs im Iran in Aussicht stellt, gehen die Angriffe in der Region in unverminderter Härte weiter.

Die Vereinigten Staaten gäben nicht nach, "bis der Feind vollständig und endgültig besiegt" sei, machte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) in Washington klar.

"Zum Beispiel wird heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein." Auch Israel macht keine Anstalten, seine Attacken einzudämmen.

10. März, 15.14 Uhr: Wadephul auf Krisenreise überraschend in Israel

Eineinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Krieges ist Außenminister Johann Wadephul (CDU, 63) zu einem Solidaritätsbesuch nach Israel gereist.

In Jerusalem kam der CDU-Politiker zu Gesprächen mit seinem Amtskollegen Gideon Saar (59) zusammen. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen bis zu dem Treffen geheim gehalten worden. 

Wadephul ist der erste europäische Außenminister, der das Land seit Kriegsbeginn am 28. Februar besucht. Israel und die USA hatten den Iran am 28. Februar angegriffen.

10. März, 14.50 Uhr: Israel greift nach Warnung südliche Vororte von Beirut an

Staatliche Medien berichteten, dass am Dienstag ein Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut stattfand, nachdem das israelische Militär seine Warnung an die Bevölkerung, das Gebiet zu verlassen, erneuert hatte.

"Israelische Kampfflugzeuge haben vor kurzem einen Angriff auf die südlichen Vororte geflogen, den ersten nach der Warnung durch den Feind", berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur.

In der Nähe von Beirut kam es zu israelischen Angriffen.
In der Nähe von Beirut kam es zu israelischen Angriffen.  © IBRAHIM AMRO / AFP

10. März, 14.33 Uhr: Bald Ausreise aller Gäste aus Golfregion

Wegen des Iran-Kriegs sitzen deutsche Urlauber weiterhin in der Golfregion fest – sie könnten die Region nach Einschätzung der Reisebranche aber bald verlassen.

Man gehe davon aus, dass voraussichtlich bis morgen alle Gäste ausreisen können, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) mit. Insgesamt gehe es um knapp 2000 Reisende, die noch vor Ort seien.

Die meisten von ihnen hielten sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf.

10. März, 12.46 Uhr: Raketenangriff auf Al-Asrak: Auch deutscher Teil getroffen

Bei den Militärschlägen im Nahen Osten ist der auch von deutschen Soldaten genutzte Einsatzstandort Al-Asrak in Jordanien erneut mit Raketen angegriffen worden. Dabei sei auch der deutsche Teil des Camps getroffen worden, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr.

Und: "Aktuell wird untersucht, ob es Trümmer oder eine anfliegende Rakete war." Zuerst hatte der "Spiegel" berichtet.

Die Soldaten vor Ort befänden sich in Schutzbauten oder in dezentraler Unterkunft in Sicherheit und seien wohlauf, sagte der Sprecher. In der ganzen Region befinden sich derzeit noch etwa 500 Männer und Frauen der Bundeswehr, für internationale Einsätze zur Stabilisierung entsandt wurden und sich überwiegend in multinationalen Militärlagern befinden.

Israelische Soldaten und Rettungskräfte räumen ein Gebäude, das von einem Raketensplitter getroffen wurde.
Israelische Soldaten und Rettungskräfte räumen ein Gebäude, das von einem Raketensplitter getroffen wurde.  © Oren Ziv/dpa

10. März, 12.44 Uhr: Israels Armee meldet neue Angriffe auf Ziele in Teheran

Israels Armee greift nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an.

Das israelische Militär teilte mit, eine weitere Angriffswelle auf Ziele der iranischen Staatsführung gestartet zu haben. Weitere Details zu den Attacken wurden zunächst nicht genannt. Seit mehr als einer Woche überziehen sich die Israel und Iran mit gegenseitigen Angriffen.

Seit mehr als einer Woche dauert der Iran-Krieg nun. Die israelische Armee greift abermals Ziele in der Hauptstadt an.
Seit mehr als einer Woche dauert der Iran-Krieg nun. Die israelische Armee greift abermals Ziele in der Hauptstadt an.  © -/ZUMA Press Wire/dpa

10. März, 8.49 Uhr: Irans Regierung fordert Garantien für Waffenstillstand

Irans Außenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert.

"Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden", zitierte die Zeitung "Shargh" Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.

"Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression", sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge. Irans Raketenangriffe erfolgten daher gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen nur als "legitime Selbstverteidigung", betonte der Minister.

Titelfoto: AFP

Mehr zum Thema Israel Krieg: