Israel/Iran - Nach der Verkündung der Waffenruhe im Iran-Krieg richtet sich der Blick gespannt auf die anstehenden Friedensgespräche. Israel ging zunächst weiterhin militärisch gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon vor, bevor es am Donnerstagabend überraschend die Aufnahme direkter Verhandlungen mit dem verfeindeten Nachbarland ankündigte.
Der Iran will die Urananreicherung fortsetzen, was den Interessen Israels und der USA zuwiderläuft. Kontroversen gibt es nach wie vor auch um die Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr.
Diese Konfliktpunkte legen einen Schatten über die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran, die ab Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad geplant sind.
Zunächst seien Vorgespräche auf Expertenebene vorgesehen, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Am Samstagmorgen sei ein Treffen der Verhandlungsführer angedacht. Die Gespräche könnten bei Bedarf bis Sonntag andauern.
Die Bundesregierung sucht jetzt nach langer Funkstille wieder das direkte Gespräch mit Teheran, wie Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) ankündigte. "Unser Ziel ist, auf diesem Weg auch einen eigenen Beitrag zum Erfolg der anstehenden Verhandlungen zu leisten", sagte er mit Blick auf die Friedensgespräche.
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9. April, 22.26 Uhr: Kuwait meldet "feindliche Drohnenangriffe" während Feuerpause im Iran-Krieg
Der Golfstaat Kuwait hat am zweiten Tag der Waffenruhe-Vereinbarung im Iran-Krieg "feindliche Drohnenangriffe" gemeldet.
Die Drohnen seien in den Luftraum des Landes eingedrungen und hätten "mehrere wichtige Einrichtungen" zum Ziel gehabt, erklärte die Armee am Donnerstag im Onlinedienst X unter Verweis auf Angaben des Verteidigungsministeriums. Die Abwehrsysteme seien aktiviert worden.
9. April, 21.16 Uhr: Erster nicht-iranischer Tanker seit Waffenruhe passiert offenbar Straße von Hormus
Erstmals nach der Waffenruhe-Einigung im Iran-Krieg hat am Donnerstag offenbar ein nicht-iranischer Tanker die Straße von Hormus passiert.
Laut Daten der Plattform Marine Traffic handelte es sich um den unter gabunischer Flagge fahrenden Öltanker "MSG". Das Schiff war den Angaben zufolge mit rund 7000 Tonnen Heizöl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Richtung Indien unterwegs.
9. April, 20.47 Uhr: Pakistan lobt "Zurückhaltung" der Kriegsparteien
Vor den geplanten Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden im Iran hat sich der Vermittlerstaat Pakistan weitgehend zufrieden über die jüngste Entwicklung geäußert. Seit Inkrafttreten der Feuerpause in der Nacht zum Mittwoch hätten "alle Seiten Zurückhaltung" an den Tag gelegt, erklärten der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif und Generalstabschef Asim Munir am Donnerstag. Beide seien "zufrieden" mit der "bislang erreichten Deeskalation".
In einem Gespräch mit dem libanesischen Regierungschef Nawaf Salam verurteilte Sharif allerdings laut seinem Büro die "anhaltende Aggression" Israels gegen den Libanon. Pakistan hatte bei der Bekanntgabe der Feuerpause zwischen dem Iran und der USA erklärt, diese gelte auch für den Libanon.
9. April, 20.11 Uhr: Hisbollah feuert laut Armee rund 50 Raketen auf Nordisrael
Während Israel direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt hat, feuert die libanesische Hisbollah-Miliz am Abend erneut Raketen auf den Norden Israels. Israels Armee teilte auf Anfrage mit, seit dem Morgen habe die vom Iran unterstützte Miliz rund 50 Raketen aus dem Nachbarland auf Nordisrael gefeuert. In der Stadt Naharija heulten am Abend Berichten zufolge innerhalb von einer Stunde gleich viermal die Warnsirenen. Auch in anderen Orten in Nordisrael gab es Raketenalarm.
Die israelische Armee warnte am Abend vor Angriffen aus dem Libanon auf andere Gebiete in Israel in den kommenden Stunden. Sie rief die Bevölkerung des ganzen Landes zur Wachsamkeit auf.
9. April, 20.06 Uhr: Israel wird Angriffe im Libanon laut Trump zurückfahren
Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) die Angriffe im Libanon zurückfahren.
Er habe mit Premierminister Benjamin Netanjahu (76) gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt, sagte Trump dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview.
9. April, 19.57 Uhr: Angeblich neue Botschaft von Irans neuem Revolutionsführer
Irans neuer Revolutionsführer Modschtaba Chamenei (56) hat in einer ihm zugeschriebenen Erklärung sein Land als Sieger im Konflikt mit den USA und Israel dargestellt. Wie zuvor wurde die Botschaft im Staatsfernsehen nur verlesen, es gab weder ein Bewegtbild noch eine Audio- oder Videoaufnahme.
In der Modschtaba Chamenei zugeschriebenen Botschaft heißt es, der Iran sei der Sieger des Konflikts. "In den letzten 40 Tagen hat die große Nation Iran ein Epos geschaffen und die Welt verblüfft."
Der 56-Jährige ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Das nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und seine tatsächliche Rolle.
9. April, 19.52 Uhr: Mehr als 300 Tote nach israelischer Angriffswelle im Libanon
Nach der heftigen Angriffswelle des israelischen Militärs auf die libanesische Hauptstadt Beirut und andere Teile des Landes steigt die Opferzahl weiter an. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass die Zahl der Toten auf 303 angestiegen sei. Laut vorläufigen Zahlen wurden 1150 Menschen verletzt. Damit handelt es sich um den Tag mit der höchsten Opferzahl im Libanon seit Beginn der jüngsten Eskalation Anfang März.
Unter den Getöteten vom Mittwoch seien allein 110 Minderjährige, Frauen und Ältere. Insgesamt wurden dem Ministerium zufolge bisher 1888 Menschen durch israelische Angriffe seit Ausbruch der Kampfhandlungen am 2. März getötet worden. Mehr als 6000 Menschen seien verletzt worden.
9. April, 19.25 Uhr: Israel-Libanon-Gespräche ab nächster Woche
Die von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) angekündigten direkten Verhandlungen mit dem Libanon sollen israelischen Medien zufolge bereits nächste Woche beginnen.
Wie die israelische Nachrichtenseite "ynet" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtete, sollen die Gespräche dann in Washington stattfinden. Demnach sollen zunächst die US-Botschafter der beiden verfeindeten Länder daran teilnehmen.
9. April, 18.04 Uhr: Netanjahu kündigt direkte Verhandlungen mit dem Libanon an
Israel plant offiziellen Angaben zufolge, direkte Verhandlungen über friedliche Beziehungen mit dem verfeindeten Libanon aufzunehmen.
Nach den wiederholten Bitten des Nachbarlandes habe der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) am Mittwoch das Kabinett angewiesen, die Gespräche "so bald wie möglich" zu beginnen, hieß es in einer Mitteilung seines Büros am Donnerstagabend. Die Verhandlungen sollen sich demnach auf die Entwaffnung der Hisbollah und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon konzentrieren.
9. April, 17.38 Uhr: Trump erwartet von Nato konkrete Zusagen bei Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump (79) erwartet nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte laut dessen Sprecherin konkrete Zusagen der Verbündeten für eine Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus.
Rutte tausche sich mit den Partnern über seine Gespräche in Washington aus, teilte Nato-Sprecherin Allison Hart der Deutschen Presse-Agentur mit. "Es ist klar, dass die Vereinigten Staaten konkrete Zusagen und Maßnahmen erwarten, um die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten."
Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen Nato-Beamten, dass die USA innerhalb von Tagen konkrete Pläne der europäischen Verbündeten dazu erwarteten.
9. April, 16.22 Uhr: IWF-Chefin erwartet Ernährungskrise und bis zu 50 Milliarden Dollar Hilfsbedarf
Infolge des Iran-Kriegs rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Ernährungskrise und nötigen Finanzhilfen von bis zu 50 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) für besonders bedürftige Länder. IWF-Chefin Kristalina Georgieva (72) sagte am Donnerstag in Washington laut vorab verbreitetem Redetext, mindestens 45 Millionen Menschen seien dann voraussichtlich von Hunger betroffen. Die Nachfrage nach kurzfristigen IWF-Hilfen werde auf "zwischen 20 und 50 Milliarden US-Dollar steigen".
Die Untergrenze von 20 Milliarden Dollar gelte, falls die Waffenruhe halte, welche die USA und der Iran am Mittwoch (MESZ) verkündet hatten, sagte Georgieva in ihrer Ansprache vor dem Frühjahrstreffen von IWF und Weltbank kommende Woche. "Selbst im besten Fall wird es keine saubere und geordnete Rückkehr zum vorherigen Zustand geben", sagte sie über die erwartete Ernährungskrise unter anderem im Nahen Osten und Teilen Afrikas, die Experten vor allem auf den Energiepreis- und Düngemittelschock zurückführen.
9. April, 16 Uhr: Bundesregierung nimmt Gespräche mit Iran wieder auf
Nach der vereinbarten Waffenruhe in Nahost nimmt die Bundesregierung ihre Gespräche mit der Regierung im Iran wieder auf.
Ziel sei es, damit einen Beitrag zum Erfolg der anstehenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges in der Region zu leisten, sagte Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) am Donnerstag in Berlin. Er betonte, es öffne sich jetzt "ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung", die Lage sei aber noch "fragil".
9. April, 15.58 Uhr: Merz kritisiert Israels Militärschläge im Libanon
Kanzler Friedrich Merz kritisiert (70, CDU) die israelische Kriegsführung im Libanon. Man sehe die Lage in der gesamten Region mit großer Besorgnis, sagte der CDU-Politiker - aber mit besonderer Besorgnis die Lage im Süden des Libanon.
"Die Härte, mit der Israel dort Krieg führt, könnte den Friedensprozess als Ganzes zum Scheitern bringen. Und das darf nicht geschehen", betonte Merz. "Deswegen habe ich gestern auch mit weiteren Staats- und Regierungschefs die israelische Regierung gebeten, ihre nochmals verschärften Angriffe zu beenden."
9. April, 15.33 Uhr: Straße von Hormus noch immer nicht geöffnet
Trotz der Waffenruhe-Einigung im Iran-Krieg ist die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus am Donnerstag vorerst weiterhin blockiert gewesen.
Die iranischen Revolutionsgarden empfahlen angesichts von Seeminen alternative Routen durch die Meerenge. Aus Teheran hieß es, der Iran werde die Kontrolle dort behalten und möglicherweise eine Maut kassieren. US-Präsident Donald Trump (79) forderte indes, so wie in der Vereinbarung zur Waffenruhe zugesagt, müsse der Iran die Straße von Hormus "unverzüglich" wieder öffnen.
9. April, 15.08 Uhr: EU-Chefdiplomatin Kallas wehrt sich im Nahen Osten gegen Kritik
EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas (48) hat Kritik an einem angeblich mangelnden Einsatz Europas im Krieg im Nahen Osten als "unfair" zurückgewiesen.
"Natürlich können wir alle mehr tun", sagte sie dem Sender CNN bei einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Aber auch in Europa gebe es Sicherheitsprobleme. "Seit vier Jahren tobt der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Wir haben nicht wirklich gesehen, dass die Golfstaaten uns dort helfen." Es könne "keine Einbahnstraße sein", "dass es nur in diese Richtung geht und es dann keine Reaktion gibt".
Europa habe die Situation nicht verursacht, aber tue gleichzeitig viel für die Region. Kallas erinnerte an den Marineeinsatz in der Region, um das Rote Meer offenzuhalten, die Unterstützung der libanesischen Streitkräfte im Kampf gegen Hisbollah und Hamas, die Unterstützung für die Zwei-Staaten-Lösung oder für die Palästinensische Autonomiebehörde und die Luftabwehr.
9. April, 14.17 Uhr: Irans Parlamentspräsident droht Israel mit harter Reaktion
Irans Parlamentspräsident hat nach den verheerenden israelischen Angriffen im Libanon mit einer entschiedenen Reaktion gedroht.
"Verstöße gegen die Waffenruhe haben konkrete Konsequenzen und ziehen STARKE Reaktionen nach sich. Löschen Sie das Feuer sofort", schrieb Mohammed-Bagher Ghalibaf auf X.
Ghalibaf verwies dabei auch auf Worte von Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif, der die Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran in der Nacht zu Mittwoch verkündet hatte. In seiner Mitteilung war auch explizit die Rede vom Libanon. Pakistan hatte zwischen den Kriegsparteien vermittelt. Am Freitag oder Samstag sollen in Islamabad Friedensverhandlungen beginnen.
9. April, 12.25 Uhr: Straße von Hormus - Meloni fordert Ende von Einschränkungen
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat die uneingeschränkte Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus gefordert.
Einschränkungen dürften nicht akzeptiert werden, sagte Meloni im italienischen Parlament. "Denn sollte der Iran die Möglichkeit erhalten, zusätzliche Zölle auf den Transit durch die Meerenge zu erheben, könnte dies weiterhin zu unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen führen."
Meloni bezeichnete es als ein vorrangiges Interesse Italiens sowie seiner europäischen Partner, dass die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel vollständig zu den Bedingungen vor dem Iran-Krieg wiederhergestellt wird. Meloni kündigte an, mit internationalen Partnern auf dieses Ziel gemeinsam hinzuarbeiten.
9. April, 11 Uhr: Israels Armee meldet Tötung von Neffen des Hisbollah-Chefs
Bei einem israelischen Luftangriff in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist auch der Neffe des Hisbollah-Chefs Naim Kassim getötet worden.
Dies teilte die israelische Armee mit, nachdem auch libanesische Sicherheitskreise am Mittwochabend einen Angriff auf eine Wohnung in einem zehnstöckigen Gebäude bestätigt hatten, in der sich der Verwandte offenbar aufgehalten hatte.
Die israelische Armee benannte den Neffen als Ali Jussuf Harschi und erklärte, dieser habe auch als persönlicher Sekretär Kassims gedient. Dafür gab es von libanesischer Seite aber keine Bestätigung. Als Sekretär habe er "eine zentrale Rolle bei der Verwaltung und Sicherung seines Büros" gespielt, hieß es in der Mitteilung der Armee.
Bei einem anderen israelischen Luftangriff im Süden des Libanons war nach Hisbollah-Angaben auch ein Leibwächter Kassims getötet worden.
9. April, 8.46 Uhr: Iran warnt vor Minen in Straße von Hormus
Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat vor Seeminen in der Straße von Hormus gewarnt.
Die Streitkräfte publizierten am späten Mittwochabend eine Karte, auf der eine Gefahrenzone in den gewöhnlichen Schifffahrtswegen der Meerenge verzeichnet ist. In Anbetracht der Kriegssituation im Persischen Golf werde allen Schiffen dazu geraten, eine Alternativroute weiter nördlich zu nutzen. Damit soll der "mögliche Zusammenstoß mit Seeminen" vermieden werden.
Die neue, von den Revolutionsgarden empfohlene Route verläuft entlang der Insel Larak unweit der Südküste des Irans. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit, vor allem für den Transport von Öl und Gas aus den Golfstaaten.
9. April, 7.39 Uhr: Donald Trump poltert weiter gegen NATO-Bündnis
Mit seinen jüngsten Äußerungen hat US-Präsident Donald Trump die Sorgen vor einem NATO-Austritt der USA befeuert.
Mehr dazu hier: Droht der Austritt? Donald Trump poltert weiter gegen NATO-Bündnis: "War nicht da, als wir sie gebraucht haben"
9. April, 6.42 Uhr: Trump droht mit neuer Eskalation, US-Militär bleibt schussbereit
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer neuen militärischen Eskalation gedroht, falls Teheran sich nicht komplett an das Waffenruheabkommen halten sollte.
Die Schiffe, Flugzeuge und Soldaten des US-Militärs würden, gegebenenfalls auch mit zusätzlicher Ausrüstung, rund um den Iran stationiert bleiben, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Dies gelte, bis das "erzielte WIRKLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird". Es werde alles bereitgehalten, was für die "Vernichtung" eines bereits geschwächten Gegners notwendig sei, schrieb er weiter.
Sollte dies nicht geschehen, werde es zu deutlich stärkeren militärischen Maßnahmen kommen. Dann beginne das "Schießen" - "größer, besser und stärker" als je zuvor, warnte Trump. Er bezeichnete dieses Szenario gleichzeitig als "höchst unwahrscheinlich".
9. April, 1 Uhr: Hisbollah meldet Raketenangriffe auf Israel
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon hat nach eigenen Angaben Raketen auf Israel abgefeuert.
"Als Reaktion auf die Verletzung des Waffenruhe-Abkommens durch den Feind" sei am frühen Donnerstagmorgen der israelische Kibbuz Manara nahe der Grenze zum Libanon "mit einem Raketenhagel" ins Visier genommen worden, teilte die Miliz mit. Zuvor hatte die Hisbollah erklärt, sie habe das "Recht", auf israelische Angriffe zu reagieren.
Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt. Bei den massiven Angriffen wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 182 Menschen getötet und 890 weitere verletzt.
9. April, 0.30 Uhr: Trump ermahnt Nato-Verbündete: "Erinnert euch an Grönland"
US-Präsident Donald Trump hat den Nato-Partnern erneut mangelnde Unterstützung für den Krieg gegen den Iran vorgeworfen und dabei auch wieder den Streit um Grönland thematisiert.
"Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen", schrieb er in Großbuchstaben auf seiner Plattform Truth Social nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Die Verbündeten sollten sich an Grönland erinnern, das er als "großes, schlecht verwaltetes Stück Eis" bezeichnete. Die Arktisinsel, die sich Trump noch Anfang des Jahres für die USA einverleiben wollte, gehört zum Gebiet des Nato-Partners Dänemark.
8. April, 23 Uhr: UN-Hochkommissar verurteilt Israels Angriffe im Libanon
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die heftigen israelischen Luftangriffe im Libanon scharf verurteilt.
"Das Ausmaß der Tötungen und Zerstörungen im Libanon heute ist schlichtweg entsetzlich", sagte der österreichische UN-Diplomat laut einer Mitteilung.
"Ein solches Blutbad, nur wenige Stunden nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands mit dem Iran, ist kaum zu fassen. Es setzt den fragilen Frieden, den die Zivilbevölkerung so dringend braucht, enorm unter Druck", warnte Türk.