Nahost-Konflikt: Neue Angriffe auf Hisbollah im Libanon!

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Israel/Iran - Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) war am Montag in Russland zu Gast.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) war am Montag in Russland zu Gast.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Die israelische Armee teilte am Abend auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehr als 20 Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen.

Zu den Zielen gehörten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah. 

Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen. Nun teilte die israelische Armee weiter mit, im Südlibanon seien militärische Anlagen und Abschussrampen getroffen worden, die von der Hisbollah genutzt würden, um Raketen auf Israel abzufeuern.

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Die Armee werde weiter gegen Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten vorgehen - im Einklang mit den Vorgaben der Regierung. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

28. April, 6.11 Uhr: Ärzte ohne Grenzen - "Wasser als Waffe" im Gazastreifen

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) wirft Israel vor, Wasser im Gazastreifen als Waffe genutzt zu haben.

Der Zugang zu Wasser sei den Menschen "als Kollektivbestrafung" systematisch vorenthalten worden, heißt es in einem Bericht der Organisation. Das israelische Militär weist solche Vorwürfe zurück. 

Die israelischen Behörden hätten fast 90 Prozent der Wasser- und Abwasserinfrastruktur systematisch zerstört oder beschädigt, darunter Entsalzungsanlagen, Bohrlöcher, Pipelines und Kanalisation. Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum seit Beginn des israelischen Krieges gegen die Terrororganisation Hamas im Oktober 2023 bis Ende 2025. Terroristen aus dem Gazastreifen hatten zuvor Israel überfallen, 1200 Menschen getötet und rund 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 

Ärzte ohne Grenzen wirft Israel vor, Wasser im Gazastreifen als Mittel der Kollektivbestrafung eingesetzt zu haben. (Archivbild)
Ärzte ohne Grenzen wirft Israel vor, Wasser im Gazastreifen als Mittel der Kollektivbestrafung eingesetzt zu haben. (Archivbild)  © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

28. April, 6.08 Uhr: Drohnenangriff der Hisbollah am Morgen

US-Präsident Donald Trump (79) hatte die Feuerpause im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz vor wenigen Tagen verlängert.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) wies die Armee kürzlich dennoch dazu an, Ziele der Hisbollah "intensiv" anzugreifen. Die israelische Armee darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen, soll aber "offensive" Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen.

Auch die Hisbollah setzt ihr Angriffe weiter fort. Israel meldete am Morgen etwa erneut einen Drohnenangriff der Miliz auf den Norden des Landes. Dort wurde Raketenalarm ausgelöst.

28. April, 6.07 Uhr: Bislang mehr als 2500 Tote im Libanon

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, im Südlibanon habe Israels Armee Orte angegriffen, die als Hochburgen der Hisbollah gelten.

Demnach gab es am Nachmittag auch heftige Angriffe der israelischen Luftwaffe in mehreren Orten im Süden des Landes. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Insgesamt starben bei den jüngsten Auseinandersetzungen seit Anfang März im Libanon mehr als 2500 Menschen, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte. Über 7800 wurden demnach verletzt.

28. April, 6.06 Uhr: Israels Armee meldet neue Angriffe auf Hisbollah im Libanon

Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon.

Die israelische Armee teilte am Abend auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehr als 20 Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen. Zu den Zielen gehörten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah. 

Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen. Nun teilte die israelische Armee weiter mit, im Südlibanon seien militärische Anlagen und Abschussrampen getroffen worden, die von der Hisbollah genutzt würden, um Raketen auf Israel abzufeuern.

Israel und die libanesische Hisbollah greifen sich trotz der geltenden Waffenruhe weiter gegenseitig an. (Archivbild)
Israel und die libanesische Hisbollah greifen sich trotz der geltenden Waffenruhe weiter gegenseitig an. (Archivbild)  © Gil Cohen Magen/dpa

28. April, 6.05 Uhr: Kiew bestellt Israels Botschafter wegen Getreideschiff ein

Das ukrainische Außenministerium in Kiew hat den israelischen Botschafter Michael Brodsky einbestellt.

Hintergrund ist der Vorwurf, Getreide aus russisch besetzten Gebieten der Ukraine zu beziehen. "Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Ukraine und Israel bergen das Potenzial, beiden Ländern zugutekommen, und Russlands illegaler Handel mit gestohlenem ukrainischem Getreide sollte diese nicht untergraben", schrieb Außenminister Andrij Sybiha aufder Plattform X. 

Es sei trotz ukrainischer Warnungen bereits ein zweites Schiff mit "gestohlenen Waren" im israelischen Hafen Haifa eingetroffen. "Wir warnen Israel erneut davor, das gestohlene Getreide anzunehmen und damit unseren Beziehungen zu schaden", fügte Sybiha hinzu.

27. April, 21.50 Uhr: Trump spricht laut Weißem Haus mit Sicherheitsberatern über iranischen Vorschlag

US-Präsident Donald Trump (79) hat nach Angaben des Weißen Hauses am Montag mit seinen führenden Sicherheitsberatern über einen iranischen Vorschlag zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus gesprochen. Ein entsprechendes Angebot aus Teheran "wird diskutiert", sagte Sprecherin Karoline Leavitt. Ob Trump den Vorschlag annehmen werde, wollte Leavitt nicht sagen.

US-Medienberichten zufolge will der Iran die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge aufheben, wenn auch die USA dies tun. Erst danach soll über weitere Punkte wie das iranische Atomprogramm verhandelt werden.

Was hat US-Präsident Donald Trump (79) nun vor?
Was hat US-Präsident Donald Trump (79) nun vor?  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

27. April, 20.42 Uhr: Kampf gegen Hisbollah ist laut Netanjahu noch nicht beendet

Im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz sieht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) die andauernde Bedrohung seines Landes durch Raketen und Drohnen als zentrales Problem.

Das machte er auf einer Militärkonferenz deutlich. Dieses Problem müsse man mit einer Kombination aus operativen und technologischen Maßnahmen lösen, sagte der Regierungschef. Erst dann sei man "auf dem Weg, die Hisbollah zu entwaffnen".

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) sieht den Kampf gegen die Hisbollah noch nicht als beendet an.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) sieht den Kampf gegen die Hisbollah noch nicht als beendet an.  © Ilia Yefimovich/Pool AFP/AP/dpa

27. April, 19.55 Uhr: Merz kritisiert Iran-Krieg noch schärfer

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat sich "desillusioniert" vom Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran gezeigt. "Ja, ich bin da mittlerweile desillusioniert", sagte er am Rande der Unions-Klausur in Berlin. Die von den USA und Israel anfangs angestrebte Lösung des "Problems" in wenigen Tagen sei nicht erfolgt.

"Deswegen wollen wir uns ja auch von der europäischen Seite aus diplomatisch mit um eine Lösung bemühen", sagte Merz. "Wir stimmen uns da eng mit der amerikanischen Seite ab, sagen aber auch, dass wir eigene europäische Vorstellungen haben, wie man hier zu einer Lösung des Konfliktes kommen kann."

Der Kanzler hatte sich bereits am Morgen bei einer Diskussion mit Schülern im Sauerland mit deutlichen Worten zum Iran-Krieg geäußert und den USA fehlende Strategie vorgeworfen. "Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung", sagte er.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) sieht sorgenvoll auf den Iran-Krieg.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) sieht sorgenvoll auf den Iran-Krieg.  © Michael Kappeler/dpa

27. April, 16.57 Uhr: Tote nach neuen Angriffen zwischen Afghanistan und Pakistan

Neue Angriffen zwischen den Nachbarstaaten Afghanistan und Pakistan haben Berichten zufolge Opfer auf beiden Seiten gefordert.

In der afghanischen Grenzprovinz Kunar seien vier Menschen getötet und 70 verletzt worden, sagte ein Taliban-Sprecher. Unter den Verletzten seien Studenten einer Universität. In Pakistan gab es mindestens drei Verletzte, wie ein Sprecher der Grenztruppen erklärte. Beobachtern zufolge war es der schwerste Zwischenfall seit gut einem Monat.

27. April, 16.14 Uhr: Putin sichert Iran Unterstützung zu

Kremlchef Wladimir Putin (73) hat Teheran bei einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) in St. Petersburg die weitere Unterstützung Moskaus zugesichert.

Er habe vorige Woche eine Botschaft des obersten Führers Modschtaba Chamenei (56), Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, erhalten und könne nur bestätigen, dass Russland und der Iran ihre strategische Partnerschaft fortsetzten, sagte Putin der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Kremlchef Wladimir Putin (73) am Montag in St. Petersburg.
Kremlchef Wladimir Putin (73) am Montag in St. Petersburg.  © Dmitri Lovetsky/Pool AP/AP/dpa

27. April, 14.44 Uhr: Israels Armee meldet neue Angriffe auf Hisbollah im Libanon

Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon.

Die israelische Armee sagte am Nachmittag, sie habe begonnen, Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier zu nehmen. Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen.

Nach einem israelischen Luftangriff in einem südlibanesischen Dorf nahe der israelischen Grenze steigt Rauch auf.
Nach einem israelischen Luftangriff in einem südlibanesischen Dorf nahe der israelischen Grenze steigt Rauch auf.  © Gil Cohen Magen/dpa

27. April, 12.33 Uhr: Ölpreise steigen deutlich

Der Ölpreise sind am Montag angesichts der stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA merklich gestiegen.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zog auf 108,28 US-Dollar an. Das waren 2,81 Prozent mehr als am Freitag.

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-Präsident Donald Trump (79) sagte eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan am Samstag kurzfristig ab - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Die Straße von Hormus bleibt damit fast vollständig geschlossen.

Die stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA lassen die Ölpreise merklich steigen. (Symbolfoto)
Die stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA lassen die Ölpreise merklich steigen. (Symbolfoto)  © Nic Coury/AP/dpa

27. April, 11.22 Uhr: Neuer Iran-Vorschlag könnte brenzlig für Trump werden

Der Iran hat den USA offenbar einen Vorschlag unterbreitet, um den Krieg rasch beenden zu können.

Wie die Nachrichtenagentur "Axios" unter Berufung auf Insider-Informationen berichtete, soll zunächst die Straße von Hormus geöffnet werden. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen dagegen nach hinten verschoben werden. Dieser neue Vorschlag sei den US-Vertretern über pakistanische Vermittler bereits unterbreitet worden, heißt es.

Ob sich die Trump-Regierung auf diesen Deal einlässt, war dagegen noch unklar. Für Trump wäre dieser Vorschlag nämlich äußerst heikel, würde er mit der Öffnung der Seeroute und einem Ende der Gewalt doch gleich zwei primäre Kriegsziele von ihm erfüllen. Für den weiteren Verlauf der Verhandlungen bezüglich des Atomprogramms wäre Trumps Position damit geschwächt.

Am heutigen Montag sei deshalb ein Treffen mit hochrangigen Beamten im Weißen Haus geplant.

Titelfoto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

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