Nahost-Konflikt: Kontrollgremium für Gaza-Übergangsregierung laut Trump gebildet

Nahost - Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge mehrere Ziele im Libanon angegriffen.

Israel meldet Angriffe auf Ziele im Libanon. (Achivbild)  © Ali Hashisho/XinHua/dpa

Im Süden des Nachbarlandes habe die Armee auf mehrere Waffenlager sowie auf weitere Infrastruktur der Hisbollah-Miliz gezielt, teilte das Militär mit. In einem weiteren Angriff sei ein unterirdisches Waffenlager getroffen worden.

Aktivitäten der Hisbollah an den genannten Orten stellten eine Verletzung der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe dar, hieß es in der Mitteilung weiter.

Anwohner benachbarter Gegenden berichteten von lauten Explosionen, die ihre Häuser erschüttert hätten. Libanesische Sicherheitsquellen sagten der Deutschen Presse-Agentur, dass die israelische Luftwaffe mindestens zwei Luftschläge ausgeführt habe. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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15. Januar, 6.24 Uhr: Kontrollgremium für Gaza-Übergangsregierung laut Trump gebildet

Die internationale Aufsicht über die Übergangsregierung im Gazastreifen steht: US-Präsident Donald Trump (79) gab die Bildung des entsprechenden Kontrollgremiums bekannt.

Der "Friedensrat" (Board of Peace) habe sich formiert, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social und verwies darauf, dass die Namen der Mitglieder bald bekanntgemacht würden. Trump steht dem Kontrollrat vor.

Vor kurzem waren die Mitglieder der Übergangsregierung bekanntgegeben worden - 14 Palästinenser, die keine Verbindung zur islamistischen Hamas haben sollen. Das Gremium soll alle Aufgaben und Verantwortungen in dem in zwei Kriegsjahren weitgehend zerstörten Gazastreifen übernehmen.

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US-Präsident Donald Trump (79) verkündete bei Truth Social die Formierung eines "Friedensrates" für die Gaza-Übergangsregierung.  © -/Ukrainian Presidency/dpa

15. Januar, 21.03 Uhr: Weißes Haus - 800 Hinrichtungen im Iran abgesagt

In Iran sind nach Darstellung des Weißen Hauses auf US-Druck 800 Hinrichtungen abgesagt worden.

Sprecherin Karoline Leavitt machte keine Angaben zur Quelle für diese Information, die Präsident Donald Trump erhalten habe. Trump hatte bereits am Vortag gesagt, ihm sei "von sehr wichtigen Quellen auf der anderen Seite" zugesichert worden, dass Tötungen im Iran aufhören würden. Berichten zufolge töteten iranische Sicherheitskräfte mehrere tausend Menschen bei der Niederschlagung der Proteste.

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump sagte die iranische Regierung zu, keine Teilnehmer der Proteste im Land zu töten. Sprecherin Karoline Leavitt machte keine Angaben zur Quelle für diese Information.  © Alex Brandon/AP/dpa

15. Januar, 21.02 Uhr: Krieg das beherrschende Gesprächsthema im Iran

Am Donnerstag berichtet ein Bewohner Teherans am Telefon, ein möglicher Krieg sei das beherrschende Gesprächsthema in der Stadt - sei es durch US-Militärschläge oder ein Eingreifen Israels.

Viele Familien hätten nervös miteinander telefoniert und sich in ihre Wohnungen zurückgezogen. Die Erinnerungen an den Krieg im vergangenen Juni, als Israel und die USA den Iran bombardierten, sind noch präsent.

Ein härterer Kurs der USA findet offenbar auch in Teilen der Protestbewegung und unter Exil-Iranern Unterstützung – in der Hoffnung auf ein Ende der aktuellen politischen Führung. Ob begrenzte Luftangriffe ein solches Ziel tatsächlich erreichen könnten, wird von Beobachtern allerdings bezweifelt.

15. Januar, 20.57 Uhr: Macht US-Präsident Donald Trump seine Drohungen wahr?

US-Präsident Donald Trump hatte seit Beginn der Proteste Ende Dezember mehrfach rote Linien gezogen – doch selbst nach deren Überschreitung durch Teheran blieb eine Reaktion aus.

Das führt aktuell zu wachsender Verunsicherung im Iran. Am Mittwoch sorgten Entwicklungen in der Region zudem für konkrete Unruhe: Warnungen westlicher Botschaften, Flugstreichungen und Hinweise auf militärische Bewegungen der USA nährten die Annahme, Trump könnte seine Drohungen gegen die politische Führung in Teheran doch wahr machen.

Inmitten der angespannten Lage richtet sich der Blick vieler nach Washington.  © -/Ukrainian Presidency/dpa

15. Januar, 20.56 Uhr: Protest verstummt, Angst bleibt - Iran im Schockzustand

Die Massenproteste im Iran sind vorerst verstummt, doch die Angst bleibt.

Die tödliche Gewalt der Sicherheitskräfte hat tiefe Spuren der Einschüchterung gezogen, die Straßen sind wieder leer. Während viele im Land versuchen, das Geschehene zu verarbeiten, wächst die Furcht vor dem, was noch kommen könnte: ein militärischer Konflikt mit den USA.

Seit gut einer Woche ist die Bevölkerung vom Internet abgeschnitten, der digitale Vorhang zugezogen. Zwar sind seit kurzem wieder Auslandsgespräche möglich, eingehende Anrufe bleiben jedoch blockiert. Millionen Iranerinnen und Iraner im Ausland sorgen sich um ihre Angehörigen.

15. Januar, 7.18 Uhr: Teilweise Zuspruch für harten US-Kurs

Vor dem Hintergrund der staatlichen Gewalt hat Trump dem Iran bereits mehrfach mit einem Eingreifen gedroht. Zuspruch findet ein härterer US-Kurs offenbar auch in Teilen der Protestbewegung.

Sie hoffen, dass damit das Ende der Führung des Landes herbeigeführt werden könnte. Doch ob begrenzte US-Luftangriffe dies überhaupt bewirken könnten, wird angezweifelt.

Der politische Analyst Ali Vaez von der International Crisis Group sagte gegenüber dpa: "Für einen erfolgreichen Regimewechsel braucht es Risse an der Spitze und eine tragfähige Alternative von unten. Keine dieser Bedingungen ist derzeit gegeben."

15. Januar, 7.13 Uhr: Iran erneuert Vorwurf von Einmischung von außen

Der iranische Außenminister erneuerte bei Fox News seinen Vorwurf, dass ausländische "terroristische Elemente" für die Eskalation bei den Protesten verantwortlich seien.

Er erhob auch den Vorwurf, dass gezielt Menschen getötet worden seien, um Trump in den Konflikt hineinzuziehen. Araghtschi sprach ohne Belege von einem angeblichen israelischen Plan.

Tatsächlich wurden die Massenproteste von einer dramatischen Wirtschaftskrise, einer sehr hohen Inflationsrate und großer Unzufriedenheit mit der Führung in Teheran ausgelöst.

Irans Sicherheitsapparat schlägt die Massenproteste brutal nieder. Seit gut einer Woche ist die Bevölkerung vom Internet abgeschnitten.

15. Januar, 6.54 Uhr: Außenminister äußert sich zu Hinrichtungen

Nachdem US-Präsident Donald Trump (79) vor der Hinrichtung von Protestteilnehmern im Iran gewarnt hatte, meldet sich Irans Außenminister zu Wort.

Es gebe überhaupt keinen Plan, Menschen zu erhängen, sagte Araghtschi in einem Interview des US-Senders Fox News. In der Islamischen Republik Iran werden Todesurteile in der Regel durch Hinrichtungen am Galgen vollstreckt.

Seit Beginn der Proteste drohte Trump dem Iran mehrfach mit einem Eingreifen der USA, falls Demonstranten getötet würden.

Laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) plant der Iran keine Hinrichtungen.  © picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Iranian Supreme Leader's Office

15. Januar, 6.44 Uhr: USA raten von Fahrten zu Militärstützpunkten ab

Die US-Botschaft in Katar rät Mitarbeitern und US-Amerikanern, auf nicht notwendige Fahrten zum Militärstützpunkt Al-Udeid zu verzichten, Hunderte Soldaten wurden vom Stützpunkt evakuiert.

Al-Udeid bei Doha in Katar ist der größte US-Militärstützpunkt im Nahen Osten, der bei einem möglichen Konflikt mit dem Iran wohl eine Schlüsselrolle spielen würde.

Auch die US-Botschaft in Kuwait forderte Angestellte und Soldaten auf, besonders vorsichtig zu sein. Für alle nicht dringend notwendigen Mitarbeiter war es zeitweise verboten, sich auf vier Militärstützpunkte in dem Land zu begeben.

14. Januar, 20.50 Uhr: Mehr als 3400 Demonstranten im Iran getötet

Im Iran sind seit Ausbruch der Proteste Ende Dezember Aktivisten zufolge mindestens 3428 Demonstranten getötet worden.

Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo wies zugleich darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Toten noch deutlich höher liegen könnte.

Nach Informationen der Organisation wurden im Verlauf der Proteste zudem mehr als 10000 Personen festgenommen.

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