Iran - In der fünften Kriegswoche hält der militärische Schlagabtausch im Nahen Osten an. Ein schneller diplomatischer Durchbruch zur Beendigung des Konflikts zeichnet sich bislang nicht ab. Stattdessen droht im Iran eine US-Bodenoffensive.
Deren Ziele könnte nach Medienberichten sein, das hochangereicherte iranische Uran zu bergen und die Kontrolle über Irans Öl zu übernehmen. US-Präsident Donald Trump (79) droht dem Iran mit massiven Angriffen, falls es keine rasche Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Straße von Hormus gibt.
Zugleich schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social, die USA führten "ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG", um die Militäroperation zu beenden. Es seien "große Fortschritte erzielt" worden.
Sollte es jedoch keine Einigung geben und die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden, "werden wir unseren netten "Aufenthalt" im Iran abschließen, indem wir alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) sprengen und vollständig auslöschen", schrieb der US-Präsident.
Trump hat dem Iran vergangene Woche eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren – andernfalls drohen US-Angriffe auf den iranischen Energiesektor. Die Frist läuft am 7. April um 2 Uhr nachts deutscher Zeit ab
Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.
30. März, 19.47 Uhr: Zwei Blauhelmsoldaten bei Explosion im Südlibanon getötet
Bei einer Explosion im Südlibanon sind am Montag nach Angaben der UN-Mission in dem Land (Unifil) zwei Blauhelmsoldaten getötet worden.
Ihr Fahrzeug sei durch eine Detonation, deren Ursache unbekannt sei, zerstört worden, teilte Unifil mit. Am Sonntagabend war ein weiterer Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden.
30. März, 19.44 Uhr: Laut Iran derzeit keine Gespräche mit US-Regierung
Der Iran führt nach Angaben des Außenministeriums derzeit keine Gespräche mit der US-Regierung. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte laut Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe über Vermittler wie Pakistan Botschaften erhalten.
Die US-Seite habe dabei "überzogene, unrealistische und unvernünftige Forderungen" gestellt. Baghai stellte zugleich die Glaubwürdigkeit der US-Regierung infrage. Wenn Washington von Verhandlungen und Diplomatie rede, müsse man prüfen, wie ernst und glaubwürdig man solche Äußerungen überhaupt nehmen könne.
30. März, 17 Uhr: Nato fängt wieder iranisches Geschoss in Türkei ab
In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit.
Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hieß es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.
30. März, 16.17 Uhr: Brand in Israels wichtigster Raffinerie - Armee meldet iranische Raketenangriffe
In Israels bedeutendster Ölraffinerie ist am Montag ein Großbrand ausgebrochen, der laut der Feuerwehr von herabgestürzten Trümmern nach Abwehr eines Luftangriffs ausgelöst wurde.
In der Anlage seien "Trümmer nach einem Abwehreinsatz" identifiziert worden, teilte die israelische Feuerwehr mit. Die Brandbekämpfung ging demnach am Nachmittag weiter, verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.
30. März, 15.23 Uhr: Revolutionsgarden unterstehende Universität in Teheran laut Israel angegriffen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine den iranischen Revolutionsgarden unterstehende Universität in Teheran angegriffen.
In den vergangenen Tagen sei "eine der zentralen militärischen Infrastruktureinrichtungen der Revolutionsgarden angegriffen" worden, teilte die israelische Armee am Montag mit. Sie befindet sich demnach "auf dem Gelände der Imam-Hossein-Universität, der wichtigsten militärischen Ausbildungsstätte der Revolutionsgarden".
Die Einrichtung diene als "Notfallstütze für den Sicherheitsapparat des Regimes", hieß es weiter. Zudem werde dort "unter dem Deckmantel ziviler Aktivitäten" an der Entwicklung "hochmoderner Waffen" geforscht.
30. März, 14.53 Uhr: Drei Hisbollah-Mitglieder bei israelischem Angriff im Süden Beiruts getötet
Bei einem israelischen Luftangriff auf die südlichen Vororte von Beirut sind Sicherheitskreisen zufolge mindestens drei Hisbollah-Mitglieder getötet worden. Der Angriff vom Montag habe sich gegen ein von der pro-iranischen Miliz genutztes Büro in einem Wohnhaus gerichtet, verlautete aus diesen Kreisen. Dabei habe es neben den drei Toten auch drei Schwerverletzte in den Reihen der Hisbollah gegeben.
Die israelische Armee teilte ihrerseits mit, sie habe am Montag "mit Angriffen auf terroristische Infrastrukturen der Hisbollah in Beirut begonnen".
30. März, 11.51 Uhr: Wieder Raketenbeschuss auf Israel
Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz haben am Vormittag erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Israelischen Medien zufolge wurden dabei zwei Menschen leicht verletzt.
Israels Polizei sowie der Rettungsdienst Magen David Adom meldeten Schäden nach Einschlägen. Nach Medienberichten brach infolge der Angriffe in Israels größter Ölraffinerie in Haifa ein Brand aus.
Der Iran bestätigte am Vormittag Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Zuvor hatte es auch mehrfach Raketenalarm im Süden Israels gegeben. Berichte über Opfer gab es dabei zunächst nicht.
30. März, 11.07 Uhr: Dutzende historische Orte laut Regierung im Iran beschädigt
Im Iran sind Regierungsangaben zufolge Dutzende historische Orte bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen beschädigt worden.
Landesweit verzeichnete die Regierung Schäden an 131 historischen Bauwerken, wie aus einer Erklärung hervorgeht. Am stärksten betroffen ist demnach die Provinz der Hauptstadt Teheran mit 61 Fällen, gefolgt von der Kulturmetropole Isfahan mit 23 beschädigten Kulturwerken.
Das Ministerium für Kulturerbe, Tourismus und Handwerk berichtete außerdem über zahlreiche Schäden an touristischen Orten und Gebäuden, darunter Hotels und Erholungskomplexe in zehn Provinzen.
30. März, 11.05 Uhr: Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg
Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen.
Diese Maßnahme "ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen", erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders "Cadena Ser".
Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Großbritannien oder Frankreich aus operieren.
30. März, 9.57 Uhr: Iran bestätigt Tötung von Marine-Kommandeur
Der Iran hat die Tötung eines wichtigen Marinekommandeurs bestätigt.
In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung berichteten die einflussreichen Revolutionsgarden vom "Märtyrertod" ihres Marinekommandeurs, Konteradmiral Aliresa Tangsiri. Sie bezeichneten ihn als "Kämpfer auf dem Wege Gottes" und "großen Helden".
Israel hatte Tangsiri nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff am Mittwoch getötet.
30. März, 7.07 Uhr: Israel will weiter in Südlibanon vordringen
Derweil wies Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Armee an, weiter im Süden des Libanons vorzudringen.
Bei einer Lagebesprechung im Norden sagte er, er habe jetzt angeordnet, den von ihm so bezeichneten "bestehenden Sicherheitsstreifen" weiter auszudehnen. Damit solle die Bedrohung durch die mit dem Erzfeind Iran verbündete Hisbollah-Miliz und der Abschuss von Raketen aus diesem Gebiet verhindert werden.
"Wir sind entschlossen, die Lage im Norden grundlegend zu verändern", sagte Netanjahu weiter.
Viele Libanesen befürchten eine großangelegte Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des nördlichen Nachbarlandes Israels. Immer wieder geraten auch die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten.
30. März, 7.03 Uhr: Trump - Würde am liebsten das Öl im Iran nehmen
Ein Angriff auf Charg wäre riskant. Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären.
"Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen", sagte Trump der Zeitung und fügte hinzu: "Aber einige dumme Leute in den USA sagen: 'Warum tust du das?' Aber das sind dumme Leute."
Trump hat dem Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des von den USA und Israel begonnenen Krieges zu akzeptieren - andernfalls drohen US-Angriffe auf Irans Energiesektor.
30. März, 7 Uhr: Schwerwasserreaktor laut IAEA im Iran getroffen
Der iranische Forschungsreaktor Chondab wurde nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch einen Beschuss stark beschädigt.
Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung.
Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hieß es.
30. März, 6.57 Uhr: Golfstaaten erneut unter Beschuss
Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht auf der Plattform X Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage.
Ein indischer Arbeiter sei ums Leben gekommen. Die Luftabwehr Saudi-Arabiens fing laut Verteidigungsministerium fünf ballistische Raketen ab. Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate fingen laut dem arabischen Sender Al Jazeera Drohnen und Raketen ab.
Zugleich hält der Iran weiter faktisch die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus geschlossen. Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die Meerenge öffnen würde, lehnte es Trump ab, Details zu nennen. "Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig – wir haben 13.000 Ziele bombardiert – und noch ein paar Tausend Ziele vor uns", wurde er zitiert.
29. März, 22.11 Uhr: Stromversorgung in Teheran wurde angegriffen
Aus dem Iran wurden am Abend (Ortszeit) erneut schwere Angriffe der USA und Israels gemeldet.
Nach Angaben des iranischen Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran. Infolgedessen kam es am Abend (Ortszeit) in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen.
Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, berichtete der Staatssender Irib unter Berufung auf das Ministerium.
29. März, 22.08 Uhr: Über 100.000 zivile Einrichtungen im Iran beschädigt
Bei den israelisch‑amerikanischen Angriffen im Iran sind nach jüngsten Angaben des Roten Halbmonds mehr als 100.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden.
Allein in der Hauptstadt Teheran wurden demnach fast 40.000 Wohngebäude und Geschäftseinheiten getroffen. Zudem seien in den vergangenen vier Wochen rund 600 Schulen und fast 300 Gesundheitszentren angegriffen worden, teilte der Rote Halbmond auf der Plattform X mit.
29. März, 22.06 Uhr: Pakistan bereit zu baldiger Ausrichtung von Iran-Gesprächen
Pakistan hat sich bereiterklärt, in den kommenden Tagen Gespräche zwischen den USA und dem Iran auszurichten.
Das teilte der pakistanische Außenminister, Ishaq Dar, am Abend (Ortszeit) mit. "Pakistan wird es als Ehre empfinden, in den kommenden Tagen bedeutsame Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten und zu ermöglichen, um eine umfassende und dauerhafte Beilegung des andauernden Konflikts zu erreichen", hieß es.
Pakistan sei sehr erfreut darüber, dass sowohl der Iran als auch die USA ihr Vertrauen in Pakistan als Vermittler bei diesen Gesprächen zum Ausdruck gebracht hätten. Auch China unterstütze uneingeschränkt Pakistans Initiative, Gespräche zwischen dem Iran und den USA zu veranstalten, hieß es weiter.
29. März, 19.25 Uhr: Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Südisrael
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind rund um die Wüstenstadt Beerscheva im Süden des Landes mehrere Menschen verletzt worden.
Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldete am Nachmittag (Ortszeit) elf Verletzte durch von Druckwellen umhergeschleuderte Gegenstände. Im Süden Israels gab es mehrfach Raketenalarm, in vielen Gegenden heulten Sirenen.
Nach einem Raketenangriff ebenfalls am Nachmittag (Ortszeit) brach außerhalb von Beerscheva zudem ein großer Brand in einer Chemiefabrik aus. Auf Fernsehbildern war eine riesige Rauchwolke zu sehen. Kurzzeitig bestand die Sorge, dass bei dem Brand gefährliche Stoffe austreten und eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Das israelische Umweltministerium gab jedoch nach Untersuchungen Entwarnung.
29. März, 19.23 Uhr: Iran will Straße von Hormus grundlegend neu regeln
Das System zur Regelung der Straße von Hormus am Persischen Golf soll nach Angaben des iranischen Vizepräsidenten Mohammed-Resa Aref grundlegend verändert werden.
"Das Regime der Straße von Hormus wird nicht mehr so sein wie früher", schrieb Aref auf der Plattform X. Der Iran wolle die "kriegerischen Errungenschaften" in der Region in einen "dauerhaften wirtschaftlichen Vorteil" für das Land umwandeln.
Er fügte hinzu, das ursprüngliche Ziel der Gegner – einen politischen Wechsel im Iran herbeizuführen – habe lediglich zu einem "Regimewechsel in Hormus" geführt.
29. März, 19.22 Uhr: Israel will weiter in Südlibanon vordringen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Armee angewiesen, weiter im Süden des Libanons vorzudringen.
Bei einer Lagebesprechung im Norden sagte er, er habe jetzt angeordnet, den von ihm so bezeichneten "bestehenden Sicherheitsstreifen" weiter auszudehnen. Damit solle die Bedrohung durch die Hisbollah und der Abschuss von Raketen aus diesem Gebiet verhindert werden.
Obwohl der proiranischen Schiitenmiliz bereits schwere Schläge versetzt worden seien, verfüge die Hisbollah weiterhin über Restfähigkeiten, Raketen auf Israel abzufeuern, sagte Netanjahu.
Mit den Kommandeuren des Nordkommandos habe er nun Wege besprochen, um diese Bedrohung zu beseitigen. "Wir sind entschlossen, die Lage im Norden grundlegend zu verändern", sagte er.
29. März, 14.57 Uhr: Golfstaaten melden weitere Angriffe
Die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere regionale Nachbarn am Golf stehen weiter unter Beschuss durch den Iran. Die Flugabwehr habe heute 16 Raketen und 42 Drohnen abgefangen, meldete das emiratische Verteidigungsministerium.
Seit Beginn des Kriegs vor vier Wochen habe das Land iranische Angriffe mit mehr als 410 Raketen, 1900 Drohnen und 15 Marschflugkörpern abgewehrt. Bisher wurden elf Menschen getötet, darunter zwei Soldaten, und rund 180 weitere verletzt.
Die Streitkräfte im kleinen Golfstaat Bahrain teilten mit, dass dort bisher 170 Raketen und 390 Drohnen abgewehrt wurden. In Bahrain wie auch in Kuwait ertönten heute wieder die Warnsirenen wegen der laufenden Angriffe, mit dem der Iran auf Militärschläge der USA und Israels reagiert.
29. März, 12.50 Uhr: Iran warnt USA vor Einsatz von Bodentruppen
Der Iran hat die USA vor einer Bodenoffensive gewarnt. "Zweifelt keinen Augenblick an der Entschlossenheit unserer Soldaten", sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge.
Der Iran sei sich sicher, dass er die USA bestrafen und zur Reue bewegen könne, sodass diese es nicht mehr wagen würden, das Land anzugreifen. Man befinde sich in einem "großen Weltkrieg", so Ghalibaf.
Er äußerte sich zudem skeptisch zu Vermittlungsversuchen. Die USA signalisierten Verhandlungsbereitschaft, planten aber heimlich eine Bodenoffensive, so Ghalibaf. Der Sprecher der iranischen Streitkräfte sagte dem Staatssender Irib zufolge, eine Bodenoffensive oder Besetzung eines Teils des iranischen Territoriums sei ein "Wunschtraum", man warte nur auf solch eine Aktion.
29. März, 12.45 Uhr: Drohnenangriff auf US-Basis aus dem Irak in Syrien abgewehrt
Die syrischen Regierungstruppen haben nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf eine US-Militärbasis aus dem Irak abgewehrt.
Vier Drohnen aus dem Irak hätten den US-Stützpunkt angegriffen, teilte der stellvertretende Verteidigungsminister Sipan Himo heute mit. "Wir betrachten den Irak als verantwortlich und rufen dazu auf, eine Wiederholung von Angriffen zu verhindern, die unsere Stabilität gefährden."
Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff.
29. März. 7.15 Uhr: Erneut Angriffe auf Golfstaaten
Unterdessen dauern die iranischen Gegenangriffe an. Mehrere Golfstaaten meldeten erneut Schäden nach Angriffen aus dem Iran.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde nach Angaben des Betreibers bei einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff ein Metallwerk schwer beschädigt. Das Werk befindet sich in der Khalifa Industrial Zone Abu Dhabi. Eine nicht näher genannte Anzahl von Mitarbeitern sei verletzt worden, hieß es vom Betreiber.
Aus Katar hieß es am frühen Samstagabend (Ortszeit), das Golfemirat sei im Laufe des Tages Ziel eines Angriffs mit mehreren aus dem Iran gestarteten Drohnen gewesen. Alle Drohnen seien erfolgreich abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium weiter mit. Davor hatte bereits Kuwait von Beschuss durch Drohnen berichtet. Einige der Angriffe hätten auf die Umgebung des internationalen Flughafens von Kuwait gezielt und erhebliche Schäden am Radarsystem verursacht. Verletzte gebe es nicht.
29. März, 7.12 Uhr: Weitere US-Marines im Nahen Osten eingetroffen
Derweil sind weitere US-Marinekräfte im Nahen Osten eingetroffen. Das amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" erreichte nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos am Freitag sein Einsatzgebiet.
US-Außenminister Marco Rubio sagte nach den jüngsten G7-Gesprächen, der Einsatz im Iran könnte "in wenigen Wochen, nicht in Monaten" abgeschlossen werden. Die eigenen Kriegsziele könnten ohne Bodentruppen erreicht werden, hieß es. Kategorisch ausschließen wollte Rubio deren Einsatz aber nicht.
Das israelische Militär wiederum will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion "in wenigen Tagen" weitgehend zerstört haben. Die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum "die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der (iranischen) Militärindustrie abschließen", sagte Armeesprecher Effie Defrin am Samstagabend. "Das bedeutet, dass wir den Großteil der militärischen Produktionskapazitäten zerstören haben werden."
29. März, 7.09 Uhr: Iran lässt pakistanische Schiffe durch Straße von Hormus
Der Iran lockert derweil nach pakistanischen Angaben für bestimmte Schiffe seine Blockade der für die Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus.
"Die iranische Regierung hat zugestimmt, 20 weiteren Schiffen unter pakistanischer Flagge die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gestatten", teilte Pakistans Vize-Premierminister und Außenminister Ishaq Dar auf X mit. Nach seinen Worten werden täglich zwei dieser Schiffe die Meerenge passieren. Dar sprach von einem bedeutenden Schritt in Richtung Frieden.
Der Schritt wird von Beobachtern als vertrauensbildende Maßnahme im Rahmen der Vermittlungen zur Deeskalation im Nahen Osten gesehen.
29. März, 7.05 Uhr: Pakistan bemüht sich um Deeskalation
Derweil kommen heute auf Einladung Pakistans die Außenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei in Islamabad zu zweitägigen Gesprächen zusammen, um über eine mögliche Deeskalation des seit einem Monat andauernden Krieges zu beraten.
Pakistan teilt sich eine rund 900 Kilometer lange Grenze mit dem Iran und hat sich seit der Ausweitung des Krieges auf die Golfstaaten als Vermittler für eine mögliche Beendigung des Krieges angeboten.
Die Außenminister sollen auch Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif treffen. Dieser hatte nach eigenen Angaben in einem Telefonat mit Irans Präsidenten Massud Peseschkian "Pakistans starke Verurteilung der anhaltenden Angriffe Israels auf den Iran" bekräftigt.
28. März, 20.54 Uhr: Irans Waffenproduktion laut Israel "in wenigen Tagen" zerstört
Das israelische Militär will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion "in wenigen Tagen" weitgehend zerstört haben. Die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum "die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der (iranischen) Militärindustrie abschließen", sagte Armeesprecher Effie Defrin am Abend (Ortszeit) vor Journalisten.
"Das bedeutet, dass wir den Großteil der militärischen Produktionskapazitäten zerstören haben werden", fügte er hinzu. "Das Regime wird lange Zeit brauchen, um sie wieder herzustellen."
28. März, 20.23 Uhr: Weitere US-Marinekräfte in Nahost-Region eingetroffen
Weitere US-Marinekräfte sind im Nahen Osten eingetroffen. Das amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" erreichte nach Angaben des hauptsächlich für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom am Freitag dessen Einsatzgebiet. Es dient als Flaggschiff einer kombinierten Seestreitkraft mit etwa 3500 Einsatzkräften.
Die USA haben bereits Tausende Marinesoldaten in den Nahen Osten verlegt. Nach früheren US-Angaben befinden sich mehr als 50.000 Soldaten in der Region.
28. März, 18.25 Uhr: Mehrere Angriffe auf Golfstaaten - Metallwerk in Emiraten beschädigt
Mehrere Golfstaaten haben erneut Schäden nach Angriffen aus dem Iran gemeldet. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde nach Angaben des Betreibers bei einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff ein Metallwerk schwer beschädigt. Das Werk befindet sich in der Khalifa Industrial Zone Abu Dhabi. Eine nicht näher genannte Anzahl von Mitarbeitern sei verletzt worden, hieß es vom Betreiber.
Aus Katar hieß es am frühen Abend (Ortszeit), das Golfemirat sei im Laufe des Tages Ziel eines Angriffs mit mehreren aus dem Iran gestarteten Drohnen gewesen. Alle anfliegenden Drohnen seien erfolgreich abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium weiter mit. Davor hatte bereits Kuwait von Angriffen berichtet.
28. März, 15.50 Uhr: Drei Journalisten bei israelischem Angriff im Libanon getötet
Bei einem israelischen Angriff im Süden des Libanon sind nach Angaben aus Militärkreisen am Samstag drei Journalisten getötet worden. Der Angriff habe das Fahrzeug der Journalisten in der Region Jezzine getroffen, hieß es aus den Militärkreisen. Die israelische Armee erklärte, sie habe einen Mann getötet, der einer Elite-Einheit der von Israel bekämpften proiranischen Hisbollah-Miliz angehört habe.
Den Militärkreisen zufolge arbeitete einer der getöteten Journalisten für den zur Hisbollah gehörenden Sender Al-Manar. Außerdem seien eine Journalistin des Hisbollah-nahen Senders Al-Mayadeen sowie deren Bruder, ein Kameramann, getötet worden. Die beiden Sender bestätigten den Tod ihrer Korrespondenten.
28. März, 13.04 Uhr: Weitere Angriffswelle auf Ziele in Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der iranischen Führung in der Hauptstadt Teheran angegriffen.
Eine weitere Angriffswelle sei abgeschlossen worden, teilte das Militär mit. Details zu den genauen Zielen und möglichen Auswirkungen gab es zunächst nicht.
In Israel wurde derweil über neue Raketenangriffe aus dem Iran berichtet, in mehreren Gegenden im Süden des Landes gab es Raketenalarm.
28. März, 10.18 Uhr: Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter
Auch vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter.
Das Medienbüro der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi meldete, dass in Folge von herabfallenden Raketenteilen mehrere Brände entfacht worden seien. Dabei seien insgesamt sechs Menschen verletzt worden. Die Trümmerteile seien nach dem Abfangen ballistischer Raketen abgestürzt.
Auch im Oman wurde ein Verletzter gemeldet. Zwei Drohnen hätten den Hafen von Salalah im Westen des Landes attackiert, meldet die omanische Nachrichtenagentur ONA. Dabei sei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden. Zudem seien geringe Schäden entstanden.
Die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna berichtete unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde, dass der Flughafen in der Hauptstadt Kuwait-Stadt von mehreren Drohnen angegriffen worden sei. Es habe keine Verletzten gegeben. Es sei jedoch ein erheblicher Schaden am Radarsystem des Flughafens entstanden.
28. März, 7.16 Uhr: Trump stellt Unterstützung für Nato-Partner infrage
US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung anderer Nato-Partner durch die USA infrage gestellt.
"Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?", sagte Trump in Miami. Trump kritisierte das Bündnis scharf dafür, dass es den USA im Krieg mit dem Iran nicht zur Seite stehe. "Ich glaube, es war ein gewaltiger Fehler, dass die Nato einfach nicht da war."
Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten. "Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?", fragte er.
Der Krieg im Iran hatte bereits zuvor für Spannungen im transatlantischen Verhältnis gesorgt. Trump und andere Vertreter der US-Regierung werfen den Nato-Partnern Untätigkeit vor. Zudem kritisierten die USA, Militärstützpunkte von Verbündeten nicht oder zu spät nutzen zu dürfen.
28. März, 7.14 Uhr: Trump kritisiert Merz für Haltung im Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert.
Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien - und kam dann auf Deutschland zu sprechen: "Der deutsche Bundeskanzler - das sind alles meine Freunde - Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: 'Das ist nicht unser Krieg'."
Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei.
28. März, 7.12 Uhr: US-Präsident nennt Straße von Hormus "Straße von Trump"
US-Präsident Donald Trump hat die Straße von Hormus "Straße von Trump" genannt.
Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: "Sie müssen die Straße von Trump öffnen - ich meine Hormus." Im Publikum wurde daraufhin gelacht.
Trump ergänzte dann: "Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler." Er schob nach, dass die "Fake News" berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: "Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele." Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe.
Trump kokettierte in der Vergangenheit immer wieder mit der Umbenennung etwa von Institutionen und setzte das zum Teil in die Tat um. So heißt das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington inzwischen Trump Kennedy Center. Er verfügte auch die Umbenennung des Golfs von Mexiko in "Golf von Amerika".