Nahost-Konflikt: Neue Angriffe angekündigt - Trump will Iran "windelweich" prügeln

Nahost - Der Konflikt im Nahen Osten hat inzwischen auch Europa erreicht. Mehrere Drohnen wurden über dem EU-Staat Zypern abgefangen.

In Teheran sind nach israelischen Angaben bereits über 600 Bomben eingeschlagen.  © Mohsen Ganji/AP/dpa

Während die israelische Armee ihre Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon ausgeweitet hat, ist inzwischen auch Europa zur Zielscheibe geworden.

Ein britischer Militärstützpunkt auf Zypern wurde am Montag von Drohnen ins Visier genommen. Diese konnten jedoch abgefangen werden. Ob diese Drohnen aus dem Iran kamen, oder möglicherweise von der Hisbollah-Miliz im weniger entfernten Libanon abgefeuert wurden, war dagegen noch unklar.

Als Reaktion auf die Angriffe musste der Flughafen der Stadt Paphos evakuiert werden. Die griechische Marine entsendete zudem Kriegsschiffe nach Zypern.

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Auch im Iran schlagen weiterhin Raketen ein, ebenso in Israel. Zunehmend scheint die iranische Armee auch die Energieinfrastruktur im Nahen Osten unter Beschuss zu nehmen. In Katar wurde infolge iranischer Drohnenangriffe bereits die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) gestoppt.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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2. März, 19.20 Uhr: Iranische Revolutionsgarden: Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen Öltanker mit mutmaßlichen Verbindungen zu den USA in der Straße von Hormus angegriffen.

"Der Tanker 'Athe Nova', einer von amerikanischen Verbündeten in der Straße von Hormus, brennt weiterhin, nachdem er von zwei Drohnen getroffen wurde", erklärten die Revolutionsgarden am Montag.

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2. März, 19.18 Uhr: Rutte bezeichnet US-Angriffe auf den Iran als "sehr wichtig"

Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als "sehr wichtig" bezeichnet.

"Ich halte es für sehr wichtig, was die USA hier gemeinsam mit Israel tun, denn dadurch wird die Fähigkeit des Iran, sich nukleare Kapazitäten und ballistische Raketen zu beschaffen, eingeschränkt und geschwächt", sagte Rutte dem ARD-Studio Brüssel am Montag. "Es ist wirklich entscheidend, dass der amerikanische Präsident diese Maßnahme ergriffen hat", fügte er mit Verweis auf US-Präsident Donald Trump hinzu.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) lobt - wenig verwunderlich - die USA.  © Marijan Murat/dpa

2. März, 19.13 Uhr: Israel greift weiter im Libanon an

Das israelische Militär hat erneut in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Mindestens sechs Einschläge waren über Beirut zu hören, wie dpa-Reporterinnen meldeten.

Nach ersten Berichten lokaler Medien wurde ein Gebäude in direkter Nähe des proiranischen Fernsehsender Al-Majadin getroffen. In der Gegend befindet sich auch die iranische Botschaft. Der Sender musste zwischenzeitlich den Sendebetrieb einstellen.

Die israelische Armee teilte mit, auf ein weiteres hochrangiges Mitglied der Hisbollah gezielt zu haben. Das Militär erklärte darüber hinaus, auch im Südlibanon mehr als 70 Einrichtungen der Hisbollah angegriffen zu haben.

Rauch steigt nach israelischen Luftangriffen in einem südlichen Vorort von Beirut auf.  © Hassan Ammar/AP/dpa

2. März, 19.09 Uhr: Einsatz im Iran notfalls länger als geplant

Für US-Präsident Donald Trump (79) könnte die US-Offensive im Iran notfalls auch länger andauern.

Zwar liege man "deutlich vor unseren Zeitprojektionen", sagte Trump. Ursprünglich habe man mit vier bis fünf Wochen gerechnet. Zugleich betonte er jedoch, das Militär habe die "Fähigkeit, weit länger zu gehen". "Was immer nötig ist, wir werden es tun", sagte der Präsident bei seiner ersten Pressekonferenz seit den US-Angriffen auf den Iran am Samstag.

2. März, 18.17 Uhr: Trump wirft Iranern Rückzieher bei Verhandlungen vor

US-Präsident Donald Trump (79) hat den Iranern schwere Vorwürfe mit Blick auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm gemacht.

Immer wieder hätten die USA gedacht, eine Einigung erzielt zu haben, nur um mehrfach mitzubekommen, dass die Iraner einen Rückzieher machen, sagte Trump bei seiner ersten Pressekonferenz seit Beginn der US-Angriffe auf den Iran am Samstag. "Mit solchen Leuten kann man keine Geschäfte machen."

2. März, 18.13 Uhr: Irans Raketen hätten laut Trump schon bald USA treffen können

Der Iran wäre nach Aussage von US-Präsident Donald Trump (79) schon bald in der Lage gewesen, mit seinen Raketen US-Territorium zu treffen. "Das Regime verfügte bereits über Raketen, die Europa und unsere Stützpunkte im In- und Ausland erreichen konnten", sagte Trump bei einer Pressekonferenz in Washington. "Bald hätte es auch Raketen gehabt, die unser schönes Amerika erreichen könnten."

Trump sagte weiter, das ballistische Raketenprogramm Teherans sei "rasant und dramatisch" gewachsen. Das habe eine klare Bedrohung für Amerika und seine Einsatzkräfte in Übersee dargestellt.

Zudem betonte Trump erneut die Bedrohungslage durch das iranische Atomprogramm. Nach den Angriffen auf Atomanlagen vergangenen Sommer hätten die USA Teheran gewarnt, das Programm nicht andernorts wieder aufzunehmen. "Aber sie haben diese Warnungen ignoriert und sich geweigert, ihr Streben nach Atomwaffen aufzugeben."

Böse Zungen behaupten er wolle nur von seinen Problemen in der Innenpolitik ablenken - US-Präsident Trump (79) sieht das natürlich ganz anders.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

2. März, 18.05 Uhr: Griechische Kampfjets auf Zypern gelandet

Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern verstärkt Griechenland seine militärische Unterstützung für die EU-Inselrepublik. Wie der zyprische Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis mitteilte, landeten am Abend vier griechische F-16-Kampfflugzeuge auf der Insel. Ursprünglich war die Rede von zwei solcher Flugzeuge.

In den kommenden Tagen werden auch zwei griechische Fregatten vor Zypern erwartet. Die Kriegsschiffe seien mit modernen Luft- und Drohnenabwehrsystemen ausgestattet, teilte das griechische Verteidigungsministerium mit.

2. März, 17.49 Uhr: Hochrangiger Terrorist im Libanon getötet

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte (IDF) sei vor Kurzem in Beirut ein "gezielter Angriff auf einen weiteren hochrangigen Terroristen" durchgeführt worden.

Verschiedenen Medienberichten zufolge sei dabei der Anführer einer Jihadisten-Gruppe, Adham Adnan al-Othman alias "Abu Hamza", getötet worden.

2. März, 17.44 Uhr: US-Militär weist Meldungen über versenkten Flugzeugträger zurück

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat iranische Meldungen über einen angeblich versenkten US-Flugzeugträger zurückgewiesen.

"Der einzige getroffene Flugzeugträger ist die Shahid Bagheri, ein iranischer Drohnenträger. US-Streitkräfte griffen das Schiff innerhalb weniger Stunden nach Beginn der Operation Epic Fury an", teilte CENTCOM mit.

2. März, 17.38 Uhr: US-Präsident Trump will Iran "windelweich" prügeln

US-Präsident Donald Trump (79) will die Angriffe auf den Iran noch verstärken.

"Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen", sagte er in einem Interview dem Sender CNN. "Die große Welle kommt bald." Trump sagte, die Attacken liefen bislang sehr gut. "Wir prügeln sie windelweich." Er bekräftigte sein Ziel, den Krieg in etwa vier Wochen zu beenden. "Wir sind dem Zeitplan sogar voraus." Bislang hätten die USA 49 iranische Anführer ausgeschaltet. "Sie wissen nicht einmal, wer sie derzeit anführt."

Als größte Überraschung nannte Trump die Angriffe des Irans auf die arabischen Staaten in der Region und deren Reaktion. "Sie wollten sich nur sehr geringfügig beteiligen. Und jetzt bestehen sie darauf, einbezogen zu werden."

Teile Teherans liegen bereits in Schutt und Asche.  © Vahid Salemi/AP/dpa

2. März, 17.28 Uhr: Auswärtiges Amt schickt Chartermaschinen in Golfregion

Hoffnung für einen Teil der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber auf eine baldige Rückkehr in die Heimat: Das Auswärtige Amt bereitet die Rückholung von Kranken, Kindern und Schwangeren aus der Konfliktregion vor.

Sie will dazu gecharterte Maschinen in die Hauptstädte Riad (Saudi-Arabien) und Maskat (Oman) schicken, wie Außenminister Johann Wadephul in Berlin ankündigte. Grundsätzlich sieht die Bundesregierung jedoch die Reiseveranstalter und Fluglinien in der Verantwortung, ihre Kunden nach Deutschland zurückzubringen.

Das Bereitstellen von Flugzeugen für besonders vulnerable Gruppen sei das Mittel zweiter Wahl, sagte Wadephul. "An allererster Stelle müssen natürlich die Reiseverkehrsunternehmen hier eintreten. Und an dritter Stelle, wenn all das nicht reichen sollte, dann würden wir gegebenenfalls auf die Bundeswehr zurückgreifen." Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums hatte zuvor erklärt: "Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl."

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