Nahost-Konflikt: Papst Leo XIV. ruft im Libanon zu Frieden und Hoffnung auf

Gaza - Seit sieben Wochen herrscht eine fragile Waffenruhe zwischen Israel und der Islamistenorganisation Hamas. Doch zuletzt hatte es wieder tödliche Zwischenfälle gegeben.

Anwohner im Gaza-Streifen wärmen sich an einem Feuer.  © Photo by OMAR AL-QATTAA / AFP

Israels Armee habe bei einem Drohnenangriff in dem Ort Bani Suheila zwei Kinder getötet, hieß es aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen.

Laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde sind in den zwei Jahren des Gaza-Kriegs rund 70.100 Palästinenser ums Leben gekommen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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30. November, 21.15 Uhr: Papst Leo XIV. ruft im Libanon zu Frieden und Hoffnung auf

Zum Auftakt seines Besuchs im Libanon hat Papst Leo XIV. (70) zu neuem Engagement für Frieden und Versöhnung in dem von Krieg und Krisen gebeutelten Land aufgerufen.

"Hier ist der Friede eine Sehnsucht und eine Berufung, ein Geschenk und eine stets offene Baustelle", sagte der Pontifex bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun (61). Mit seinem Besuch will Leo dem Land Hoffnung geben und die Christen der Region stärken.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche würdigte die Widerstandsfähigkeit der Libanesen, die trotz wirtschaftlicher Not, politischer Instabilität und wiederkehrender Konflikte immer wieder den Mut zu einem Neuanfang gefunden hätten. "Sie sind ein Volk, das nicht untergeht, sondern angesichts von Prüfungen stets den Mut findet, sich neu zu erheben", sagte Leo.

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Papst Leo XIV. (70) ist in den Libanon gereist.  © Vatican Media/IPA via ZUMA Press/dpa

30. November, 12.47 Uhr: Extremistische Palästinenser im Gazastreifen getötet

Die israelische Armee hat im Süden des Gazastreifens nach eigenen Angaben vier extremistische Palästinenser getötet.

In der Nacht seien im Bereich der Stadt Rafah "vier Terroristen identifiziert worden, die aus einer unterirdischen Infrastruktur in dem Gebiet kamen", hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Sie seien in Abstimmung mit der Luftwaffe "ausgeschaltet" worden.

Israelischen Medienberichten zufolge hatten sich in einem Tunnel im Bereich von Rafah Dutzende bewaffnete Hamas-Mitglieder in einem Gebiet verschanzt, das im Rahmen der Waffenruhe von Israel kontrolliert wird. Verhandlungen über ihre Forderung nach freiem Geleit seien erfolglos geblieben.

Israelische Sicherheitskräfte haben die Terroristen unschädlich gemacht. (Archivbild)  © Photo by JAAFAR ASHTIYEH / AFP

30. November, 7.16 Uhr: Proteste für Übergabe der letzten zwei toten Geiseln in Israel

In Tel Aviv hat es am Samstagabend Proteste für die Übergabe der letzten zwei toten Geiseln in der Gewalt der Hamas gegeben.

Das Forum der Geisel-Familien, das zu der Kundgebung auf dem sogenannten Platz der Geiseln aufgerufen hatte, forderte: "Ran und Sudthisak müssen nach Hause kommen." Viele Menschen hielten Fotos der beiden Männer hoch und riefen: "Ihr seid nicht allein, wir sind bei euch. Wir lassen niemanden zurück."

30. November, 7.04 Uhr: Hamas-Behörde veröffentlicht neue Zahlen

Laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde sind in den zwei Jahren des Gaza-Kriegs rund 70.100 Palästinenser ums Leben gekommen.

Die Zahl, die nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterscheidet und derzeit nicht unabhängig überprüft werden kann, liegt damit erstmals über der Marke von 70.000 Toten. Schätzungen gehen sogar von deutlich höheren Totenzahlen aus.

28. November, 16.34 Uhr: Israels Armee zerstört unterirdische Anlagen in Rafah

Israels Armee teilte mit, sie habe neun Tote in einem unterirdischen Komplex im Osten der Stadt Rafah gefunden.

Das israelische Militär zerstöre dort unterirdische Infrastruktur unter anderem mit Hilfe von Luftangriffen. Höchstwahrscheinlich seien sie dabei ums Leben gekommen, so die Armee. Sie sprach von Terroristen. Wann genau sie getötet wurden, sagte das Militär nicht.

Laut israelischen Medienberichten haben sich in der Gegend Dutzende bewaffnete Hamas-Mitglieder in Tunneln verschanzt. Verhandlungen über ihre Forderung nach freiem Geleit in Gebiete, die nicht von Israels Armee kontrolliert werden, seien bislang erfolglos geblieben.

Das israelische Militär sagte weiter: "Bislang wurden mehr als 30 Terroristen ausgeschaltet, die versuchten, aus der Untergrund-Terrorinfrastruktur im Osten von Rafah zu fliehen."

Mit Luftangriffen will das israelische Militär die unterirdische Infrastruktur der Terrororganisation Hamas zerstören - was bleibt, ist ein Bild der Verwüstung.  © Abed Rahim Khatib/dpa

28. November, 16.31 Uhr: Wieder tödlicher Zwischenfall im Gazastreifen

Trotz der Waffenruhe im Gaza-Krieg hat es erneut einen tödlichen Zwischenfall gegeben.

Israels Armee teilte mit, eine Person habe sich in einem vom Militär kontrolliertem Gebiet im Süden des Gazastreifens Soldaten genähert. Der Palästinenser sei eine unmittelbare Bedrohung für sie gewesen und deshalb aus der Luft angegriffen worden. Die Armee "traf den Terroristen und schaltete ihn aus, um die Bedrohung zu beseitigen", hieß es.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa hatte am Morgen einen Toten in dem Ort Bani Suheila im Süden des Küstengebiets gemeldet. Der Mann sei von einer israelischen Drohne getroffen worden.

28. November, 14.20 Uhr: Israel untersucht Tod zweier Palästinenser bei Festnahme

Israels Behörden ermitteln Berichten zufolge zu einem Vorfall, bei dem israelische Sicherheitskräfte zwei militante Palästinenser im Westjordanland erschossen haben, die sich zuvor ergeben haben sollen.

Eine Einheit des Justizministeriums, die mögliches Fehlverhalten von Polizisten prüft, habe eine Untersuchung gegen einen Grenzpolizisten eingeleitet, meldete die israelische Zeitung "Haaretz". Auch andere israelische Medien berichteten über den Beginn von Ermittlungen in dem Fall.

Israelische Medien berichteten unter Berufung auf beteiligte israelische Sicherheitskräfte, die beiden von Israel gesuchten Männer hätten ihnen erteilte Anweisungen nicht befolgt. Sie seien entgegen einer Anordnung in ein von Israels Einsatzkräften umstelltes Gebäude zurückgekehrt, aus dem sie Berichten zufolge zuvor mit erhobenen Händen gekommen waren. Daraufhin seien sie erschossen worden.

28. November, 11.13 Uhr: Größter israelischer Einsatz seit Sturz Assads

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien berichtete von zehn Toten. Darunter seien sowohl Kämpfer als auch Zivilisten. Weitere Menschen werden demnach vermisst.

Der Beobachtungsstelle zufolge handelte sich um den größten israelischen Militäreinsatz in Syrien seit dem Sturz des früheren Langzeitherrschers Baschar al-Assad vor knapp einem Jahr. Laut den Aktivisten wurden Teile des Orts von der israelischen Armee ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung unter Beschuss genommen.

28. November, 10.58 Uhr: Tote und Verletzte bei israelischem Einsatz in Syrien

Bei einem Einsatz israelischer Bodentruppen im Umland der syrischen Hauptstadt Damaskus sind mehrere Menschen getötet und etliche verletzt worden.

Die israelische Armee wollte nach eigenen Angaben zwei Verdächtige in dem Ort Beit Dschinn südwestlich der syrischen Hauptstadt festnehmen. Sie sollen demnach der Terrororganisation Al-Dschama al-Islamija angehören und sollen unter anderem Raketenangriffe auf Israel geplant haben. Dabei kam es den Angaben nach zu einem Schusswechsel, in dessen Verlauf Israels Soldaten auch Unterstützung aus der Luft erhalten hätten.

Nebel liegt auf dem Gebiet in der Pufferzone in der Nähe der sogenannten Alpha-Linie, welche die von Israel kontrollierten Golanhöhen von Syrien trennt. (Archivbild)  © Matias Delacroix/AP/dpa

27. November, 19.49 Uhr: Militante Palästinenser ergeben sich - dann fallen Schüsse

Bei einem Einsatz im Westjordanland haben israelische Sicherheitskräfte mindestens zwei gesuchte Palästinenser getötet, die sich Berichten zufolge den Einsatzkräften zuvor ergeben haben sollen. Israels Armee und Polizei teilten mit, der Vorfall werde untersucht.

Die beiden Palästinenser seien aus nächster Nähe erschossen worden, meldeten mehrere israelische und palästinensische Medien. Ein von einem ägyptischen Sender verbreitetes Video soll den Vorfall in der Nähe der Stadt Dschenin zeigen.

Israels Armee teilte weiterhin mit, Einsatzkräfte hätten ein Gebäude umstellt, in dem sich von Israel gesuchte Verdächtige befunden hätten. Nach mehreren Stunden verließen die Militanten den Angaben zufolge das Gebäude. Danach sei dann auf sie geschossen worden, hieß es weiter. Wer die Schüsse abgab, sagte die israelische Armee zunächst nicht. Sie machte auch keine Angaben dazu, ob sich die Palästinenser ergeben haben.

Das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah teilte mit, Israels Armee habe die Behörde über den Tod der beiden Palästinenser informiert. Demnach waren sie 26 und 37 Jahre alt.

Israelische Sicherheitskräfte wollen im Westjordanland gesuchte Palästinenser festnehmen. Als diese ein Gebäude verlassen, fallen Schüsse.  © Majdi Mohammed/AP/dpa

27. November, 18.28 Uhr: Israelische Siedlergruppe dringt nach Syrien ein

Mitglieder einer israelischen Siedlergruppe haben israelischen Medienberichten zufolge die Grenze zu Syrien überquert, um dort eine Siedlung zu gründen.

Israels Armee teilte mit, israelische Bürger hätten an zwei verschiedenen Orten auf den von Israel annektierten Golanhöhen die Grenze übertreten und seien auf syrisches Staatsgebiet gelangt. Sie seien zurück nach Israel gebracht worden.

Die Israelis seien nach ihrer Rückkehr, gegen die sich einige gewehrt hätten, der israelischen Polizei übergeben worden, hieß es in einer Stellungnahme des Militärs. Die Armee verurteilte den Vorfall, bei dem es sich um eine Straftat handle, scharf.

Eine israelische Siedlergruppe hat laut Medienberichten an den Golanhöhen die Grenze zu Syrien übertreten, um eine Siedlung zu gründen. Das israelische Militär brachte sie zurück.  © Ayal Margolin/JINIPIX/XinHua/dpa

26. November, 17.33 Uhr: Zehn Verletzte bei Armeeeinsatz im Westjordanland

Bei einem großangelegten Einsatz israelischer Sicherheitskräfte im Westjordanland sind palästinensischen Angaben zufolge mehrere Palästinenser verletzt worden.

Israels Einsatzkräfte hätten in der Nähe der Stadt Tubas zehn Einwohner "heftig geschlagen", meldeten die palästinensischen Hilfsorganisation Roter Halbmond sowie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Vier seien in eine Klinik gebracht worden. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Vorwürfen.

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