Nahost-Konflikt: Nato zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab

Iran - Israels Luftwaffe greift weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue "Welle" an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht zum Freitag mit.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) äußerte sich vor wenigen Stunden zu dem Krieg im Nahen Osten.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) äußerte sich vor wenigen Stunden zu dem Krieg im Nahen Osten.  © RONEN ZVULUN / POOL / AFP

Ziel sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes", hieß es in einer kurzen Mitteilung auf Telegram ohne nähere Einzelheiten.

Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (76) hatte zuvor noch laut der Zeitung "Times of Israel" gesagt: "Der Iran ist schwächer denn je." Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen.

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Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, "so lange dies notwendig ist", sagte Netanjahu.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

20. März, 18.04 Uhr: Nato zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab

Die Nato hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt.

"Ich möchte dem Irak und allen Alliierten danken, die die sichere Verlegung unterstützt haben", teilte Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich (54) mit. Die Mission werde nun vorerst vom operativen Führungskommando des Bündnisses in Neapel aus fortgesetzt. Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Personen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Aus Bündniskreisen hieß es, es seien einige Hundert betroffen gewesen.

Polen evakuiert angesichts des Iran-Kriegs alle Soldaten aus dem Irak. Ein Teil wird nach Jordanien verlegt. Das polnische Kontingent zählte zuletzt 350 Kräfte in der Region.

Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich (54) hat den erfolgten Abzug von Soldaten aus dem Irak verkündet.
Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich (54) hat den erfolgten Abzug von Soldaten aus dem Irak verkündet.  © Virginia Mayo/AP/dpa

20. März, 17.11 Uhr: Israelische Bodeneinsätze im Libanon dauern an

Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet.

Wie Israels Militär weiter mitteilte, wurden seit dem Beginn "gezielter Bodeneinsätze" vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Chiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt.

Die israelische Armee ist weiterhin im Libanon im Einsatz. (Archivbild)
Die israelische Armee ist weiterhin im Libanon im Einsatz. (Archivbild)  © Ilia Yefimovich/dpa

20. März, 16.55 Uhr: Schweiz stoppt Waffenexporte an die USA

Die Schweiz bewilligt wegen des Iran-Kriegs keine Waffenexporte mehr an die USA.

"Die Ausfuhr von Kriegsmaterial an die in den internationalen bewaffneten Konflikt mit dem Iran verwickelten Länder kann während der Dauer des Konfliktes nicht bewilligt werden", teilte die Regierung, der Bundesrat, mit.

Bestehende Bewilligungen und Ausfuhren werden aber nicht widerrufen. Sie würden "im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit der Neutralität" aber regelmäßig überprüft, so die Regierung. An Israel ebenso wie den Iran seien schon seit Jahren keine definitiven Kriegsmaterialausfuhren mehr bewilligt worden.

20. März, 16.16 Uhr: Trump beschimpft Nato-Partner als "Feiglinge"

Klatsche für die Nato-Partner! Sie bekommen wegen ihrer Haltung im Iran-Krieg harte Kritik von US-Präsident Donald Trump (79) zu hören.

"Ohne die USA ist die Nato ein Papiertiger! Sie wollten sich nicht am Kampf beteiligen, um einen atomar bewaffneten Iran zu verhindern", schreibt der 79-Jährige bei seinem Onlinedienst Truth Social. "Jetzt, da dieser Kampf militärisch gewonnen ist, [...] beschweren sie sich über die hohen Ölpreise, die sie zahlen müssen, wollen aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormus zu öffnen - ein einfaches militärisches Manöver, das der einzige Grund für die hohen Ölpreise ist."

Trumps Fazit: "Feiglinge, und wir werden uns daran erinnern!"

US-Präsident Donald Trump (79) wirft den Nato-Partnern Feigheit vor.
US-Präsident Donald Trump (79) wirft den Nato-Partnern Feigheit vor.  © Alex Brandon/AP/dpa

20. März, 16.10 Uhr: Chamenei bleibt unsichtbar – Iran wartet auf erste Rede

Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Modschtaba Chamenei (56), lässt weiter auf sich warten.

Viele Menschen im Iran hatten mit Spannung erwartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde.

Der neue Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), hatte bislang keinen öffentlichen Auftritt.
Der neue Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), hatte bislang keinen öffentlichen Auftritt.  © Vahid Salemi/AP/dpa

20. März, 14.20 Uhr: NATO kündigt "Anpassung" des Irak-Einsatzes an

Die NATO erklärte, sie passe ihre Mission im Irak an, nachdem Beamte des Landes mitgeteilt hatten, dass die nicht-kämpfende Truppe aufgrund des Krieges im Nahen Osten vorübergehend abgezogen worden sei.

"Wir können bestätigen, dass wir unsere Haltung im Kontext der NATO-Mission im Irak anpassen", sagte Bündnissprecherin Allison Hart in einer Erklärung gegenüber AFP und lehnte es aus Sicherheitsgründen ab, weitere Details preiszugeben.

Die NATO arbeite in dieser Angelegenheit "in enger Abstimmung mit ihren Verbündeten und Partnern", sagte sie

20. März, 14.11 Uhr: Iran droht mit weltweiten Anschlägen auf Zivilisten im Urlaub

Das iranische Militär drohte damit, Beamte und Armeekommandeure der Vereinigten Staaten und Israels auch während ihres Urlaubs oder beim Besuch von Unterhaltungszentren aufzuspüren.

"Wir beobachten eure feigen Beamten und Kommandeure, Piloten und ruchlosen Soldaten", sagte der Sprecher der Streitkräfte, Abolfazl Shekarchi, laut staatlichem Fernsehen.

"Aufgrund der uns vorliegenden Informationen über Sie sind ab sofort auch die Promenaden, Badeorte und Unterhaltungszentren der Welt nicht mehr sicher für Sie."

Der Iran droht nun damit, auch Zivilisten anzugreifen.
Der Iran droht nun damit, auch Zivilisten anzugreifen.  © AFP

20. März, 13.46 Uhr: Humanitäre Notlage im Iran nimmt rapide zu

Der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC), Jan Egeland (68), warnt vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran.

Schätzungen zufolge seien mehr als drei Millionen Menschen im Land auf der Flucht, sagte Egeland dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera. Der Iran sei riesig und der Bedarf wachse rasant, so der NRC-Generalsekretär. Seine Hilfsorganisation sei "überlastet, überfordert und unterfinanziert".

Schiffs- und Flugverkehr seien unterbrochen, sodass lokale und internationale Gruppen Schwierigkeiten hätten, dringend benötigte Hilfsgüter ins Land zu bringen.

Jan Egeland (68) ist seit 2013 der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC).
Jan Egeland (68) ist seit 2013 der Leiter des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC).  © Martial Trezzini/Keystone/dpa

20. März, 13.37 Uhr: Trotz des Kriegs im Iran, Frankreich unterstützt weiterhin die Ukraine

Der Präsident Emmanuel Macron (48) erklärte am Freitag, Frankreich werde seine Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine fortsetzen.

Er äußerte sich, nachdem die französische Marine einen aus Russland kommenden Öltanker abgefangen hatte.

"Wir bleiben bei unserem Kurs", sagte Macron auf X. "Der Krieg im Iran wird Frankreich nicht davon abhalten, die Ukraine zu unterstützen, wo Russlands Angriffskrieg weitergeht".

20. März, 12.07 Uhr: Israels Armee beginnt neue Luftangriffe im Iran

Die israelische Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an.

Das Militär habe neue Bombardements auf Stellungen der iranischen Führung in der Gegend der Stadt Nur im Norden des Landes begonnen, hieß es in einer Mitteilung am Mittag.

Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Israel kündigte erneute Angriffe auf den Iran an.
Israel kündigte erneute Angriffe auf den Iran an.  © JALAA MAREY / AFP

20. März, 10.12 Uhr: Iran meldet Tod des Pressesprechers der Revolutionsgarden

Die iranischen Revolutionsgarden melden den Tod ihres Sprechers, Ali Mohammed Naini (†69).

Nach Angaben der ihnen nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim ist der General bei einem Angriff getötet worden, für den sie Israel und die USA verantwortlich machen.

Die Garden würdigten Naini als langjährigen Kommandeur, der mehr als vier Jahrzehnte im Dienst der islamischen Revolution gestanden habe.

Titelfoto: Virginia Mayo/AP/dpa

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