Nahost-Konflikt: Trumps "Friedensrat" offiziell gegründet

Nahost - Der Iran hat offizielle Todeszahlen zu den jüngsten Massenprotesten veröffentlicht.

Insgesamt 3.117 Menschen sollen laut der iranischen Regierung im Zuge der jüngsten Proteste ums Leben gekommen sein.  © -/ZUMA Press Wire/dpa

Insgesamt 3.117 Menschen seien ums Leben gekommen, hieß es in einer von der Regierung veröffentlichten Erklärung des Sicherheitsrats. Darin war die Rede von "2.427 unschuldigen Menschen und Hütern von Ordnung und Sicherheit".

In ihrer Erklärung machte der Nationale Sicherheitsrat die Erzfeinde Israel und USA dafür verantwortlich, in den Nächten vom 8. und 9. Januar gezielt "zahlreiche terroristische Handlungen" in weiten Teilen des Landes verübt zu haben. Dies sei eine Fortführung des "aufgezwungenen Krieges" vom vergangenen Juni, schrieb das mächtige Gremium.

Die tatsächlichen Opferzahlen dürften unterschiedlichen Schätzungen zufolge deutlich höher liegen. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA hatte zuletzt 4.500 Tote verifiziert mit rund 9.000 weiteren Fällen in der Prüfung.

Israel Krieg Berlin setzt Zeichen gegen Hamas am Brandenburger Tor

In den beiden Nächten vor gut zwei Wochen waren Menschenmassen gegen die autoritäre Führung der Islamische Republik auf die Straße gegangen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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22. Januar, 13.09 Uhr: Trumps "Friedensrat" offiziell gegründet

Donald Trump (79) hat seinen umstrittenen "Friedensrat" ins Leben gerufen.

Der US-Präsident unterzeichnete auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos ein Gründungsdokument das Gremium, in dem Kritiker einen Angriff auf die Vereinten Nationen sehen. "Wir werden Frieden in der Welt haben – und das wird einfach großartig sein!", sagte Trump. Unter den ersten Unterzeichnern war neben Ungarn überraschend als weiteres EU-Mitglied auch Bulgarien. Deutschland nimmt nicht teil.

Weitere Informationen zum "Friedensrat" lest Ihr im Artikel: "Donald Trump gründet umstrittenen "Friedensrat".

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US-Präsident Donald Trump (79) mit der unterzeichneten Gründungsurkunde beim Treffen des "Board of Peace".  © Evan Vucci/AP/dpa

22. Januar, 7.18 Uhr: Türkei und Saudi-Arabien verkünden Teilnahme an Trumps «Friedensrat»

Die Türkei, Saudi-Arabien und andere mehrheitlich islamisch geprägte Länder haben ihren Beitritt zum umstrittenen "Friedensrat" unter Führung von US-Präsident Donald Trump (79) angekündigt.

Man begrüße die Einladung Trumps und werde sich dem Gremium anschließen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Außenminister der acht Länder, zu denen auch Indonesien, Jordanien und Katar gehören. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und Pakistan sind ebenfalls dabei, hatten ihre Teilnahme aber bereits vorab separat angekündigt.

22. Januar, 7.13 Uhr: Über 3000 Tote bei Protesten im Iran

Der Iran hat offizielle Todeszahlen zu den jüngsten Massenprotesten veröffentlicht.

Insgesamt 3117 Menschen seien ums Leben gekommen, hieß es in einer von der Regierung veröffentlichten Erklärung des Sicherheitsrats. Darin war die Rede von "2427 unschuldigen Menschen und Hütern von Ordnung und Sicherheit".

21. Januar, 18.47 Uhr: Tote bei Angriffen im Gazastreifen

Trotz geltender Waffenruhe sind bei Angriffen der israelischen Armee im Gazastreifen palästinensischen Angaben zufolge seit dem Morgen mehrere Menschen getötet worden.

Bei einem Angriff im Zentrum des Gazastreifens seien drei Palästinenser ums Leben gekommen, die den Aufbau von Zelten einer ägyptischen Hilfsorganisation gefilmt hätten, teilte der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz mit.

Israels Armee sagte, sie habe auf der Hamas nahestehende Verdächtige gezielt, die eine Drohne eingesetzt hätten. Das Fluggerät habe die Sicherheit der israelischen Soldaten gefährdet.

Im Gaza-Krieg gilt seit längerem eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder wackelt. Nun sollen Palästinenser bei einem israelischen Angriff getötet worden sein, die den Aufbau von Zelten gefilmt haben.  © Tariq Mohammad/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

21. Januar, 18.45 Uhr: USA werfen Gaza-Hilfsgruppen geheime Hamas-Verbindung vor

Die US-Regierung hat sechs palästinensische Hilfsorganisationen im Gazastreifen beschuldigt, heimlich mit der Hamas verbunden zu sein.

Betroffen sind Waed Society Gaza, Al-Nur Society Gaza, Kawafil Society Gaza, Al-Falah Society Gaza, Merciful Hands Gaza und Al-Salameh Society Gaza, wie das für die Aufsicht von Auslandsvermögen zuständige Büro im Finanzministerium in Washington mitteilte.

21. Januar, 12.23 Uhr: Trump droht Iran mit Vernichtung, sollte ihm etwas passieren

US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran mit massiver Gewalt gedroht, sollte es zu einem Anschlag auf ihn kommen.

Für diesen Fall habe er Vorkehrungen getroffen. "Das ganze Land wird in die Luft gesprengt werden", sagte er dem US-Sender NewsNation. Sollte ihm etwas zustoßen, würden die Verantwortlichen "von der Erde getilgt", so der US-Präsident. Er reagierte damit auf eine Frage zu Berichten, wonach Irans Führung eine Morddrohung gegen ihn ausgesprochen haben soll.

US-Präsident Donald Trump (79). (Archivbild)  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

21. Januar, 7.48 Uhr: Netanjahu nimmt Trumps Einladung zum "Friedensrat" an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat die Einladung von US-Präsident Donald Trump (79) zur Teilnahme am sogenannten Friedensrat für den Gazastreifen angenommen.

Das gab sein Büro auf der Plattform X bekannt.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76). (Archivbild)  © Alex Brandon/AP/dpa

20. Januar, 18.16 Uhr: Neuer Waffenstillstand in Syrien vereinbart

Nach erneuten Gefechten in Nordsyrien haben sich die Übergangsregierung und die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) auf einen Waffenstillstand geeinigt. Das bestätigten die SDF und das Verteidigungsministerium in Damaskus.

Laut Ministerium soll der Waffenstillstand zunächst für vier Tage gelten. Er beginne heute um 20.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ). Die SDF erklärten die "volle Verpflichtung" ihrer Streitkräfte zu der Vereinbarung.

In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Sana veröffentlichen Regierungserklärung hieß es, den SDF wurden vier Tage eingeräumt, um einen konkreten Plan zur praktischen Integration der Provinz Hasaka auszuarbeiten.

Ziel der Übergangsregierung in Damaskus ist es, Syrien nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad (60) zu einen.

Die Lage in Syrien scheint sich etwas gelockert zu haben.  © Ghaith Alsayed/AP/dpa

20. Januar, 15.10 Uhr: Kurdenmilizen ziehen von berüchtigtem IS-Lager ab

Die von Kurdenmilizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ziehen nach eigenen Angaben von dem berüchtigten Lager al-Hol in Syrien ab.

In dem Lager, das die SDF bisher bewachten, sind Tausende Angehörige von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) untergebracht, vor allem Frauen, Kinder und Jugendliche. Der Abzug folgt auf eine Offensive von Regierungstruppen im Nordosten.

Das Lager ist offiziell kein Gefängnis, wird von Bewohnern aber oft als ein solches beschrieben. Sie können das Camp nicht freiwillig verlassen.

"Aufgrund der Gleichgültigkeit der internationalen Gemeinschaft gegenüber dem IS-Problem" seien die SDF-Streitkräfte gezwungen gewesen, aus dem Lager abzuziehen, hieß es in einer Pressemitteilung.  © Baderkhan Ahmad/AP/dpa

20. Januar, 9.18 Uhr: Netanjahu fordert Abschaffung der UN-Organisation

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte mehrfach gefordert, das Hilfswerk ganz abzuschaffen.

Zur Begründung sagte er, die Organisation verewige das Problem der palästinensischen Flüchtlinge und "die Idee von einem Recht auf Rückkehr mit dem Ziel der Zerstörung des Staates Israel".

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