Nahost-Konflikt: Iran meldet Explosionen am Persischen Golf

Iran - Der Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Irans Außenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormus an.

US-Präsident Donald Trump (79) will die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen.  © Alex Brandon/AP/dpa

In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung. US-Präsident Donald Trump hatte die Öffnung der Straße kurz zuvor zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht.

Trump hatte damit gedroht, andernfalls den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Brücken anzugreifen.

Der US-Präsident hatte der Führung in Teheran dafür eine Frist bis 2 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt. Auch Israel will sich an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten, wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter mitteilte.

Israel Krieg Deutsches Containerschiff nahe Hormus getroffen: Feuer an Bord

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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8. April, 10.54 Uhr: Iran meldet Explosionen am Persischen Golf

Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet.

Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.

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Im Persischen Golf kam es offenbar zu Explosionen - trotz Waffenruhe.  © Farshid-M. Bina/dpa

8. März, 10.11 Uhr: Irak öffnet Luftraum wieder für Flugverkehr

Nach der Verkündung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat der Irak seinen Luftraum wieder geöffnet.

Die Lage habe sich stabilisiert und die Bedingungen seien wieder normal, teilte die irakische Zivilluftfahrtbehörde am Morgen mit. Mit sofortiger Wirkung dürften alle zivilen Flüge wieder aufgenommen werden, einschließlich Überflüge und Start- und Landungen auf irakischen Flughäfen.

8. März, 10.01 Uhr: Internet trotz Waffenruhe im Iran weiter gesperrt

Die Bevölkerung im Iran bleibt auch nach Verkündung der Waffenruhe weiter vom Internet abgeschnitten.

"Die Zensurmaßnahme aus Kriegszeiten hält weiterhin an, obwohl sowohl die Regierungen der USA als auch Irans jeweils den Sieg für sich beanspruchen", schrieb die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X. Die iranische Bevölkerung werde derweil erneut im Dunkeln gelassen, hieß es dort.

8. April, 8.32 Uhr: Merz fordert "dauerhaftes Ende des Krieges"

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) begrüßt die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus und will weitere diplomatische Bemühungen unterstützen.

"Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies wird sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen", erklärte Merz.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

8. April, 7.10 Uhr: Trump rechnet nach Einigung auf Waffenruhe mit Geldsegen

US-Präsident Donald Trump (79) rechnet nach der Einigung mit dem Iran auf eine Waffenruhe und der Öffnung der Straße von Hormus mit einem großen wirtschaftlichen Gewinn.

"Es wird viel Geld verdient werden", frohlockte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. "Ein großer Tag für den Weltfrieden!", schrieb er. "Der Iran will es, er hat genug! Und alle anderen auch!" Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen. "Es wird viele positive Maßnahmen geben!"

8. April, 6.29 Uhr: Zehn-Punkte-Plan Basis für weitere Verhandlungen

Der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Vorschlag zur Beendigung des Krieges ist nach Ansicht von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt (28) eine Grundlage für weitere Verhandlungen.

"Die Worte von Präsident (Donald) Trump sprechen für sich: Dies ist eine praktikable Verhandlungsgrundlage, und diese Verhandlungen werden fortgesetzt", teilte sie auf Anfrage mit.

Leavitt betonte, dass die Öffnung der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus Trump zu verdanken sei. Dieser habe gemeinsam mit dem US-Militär "den Iran dazu gebracht", die Meerenge wieder zu öffnen.

8. April, 6.03 Uhr: UN fordert Einhaltung der Waffenruhe

Nach der Verkündung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran fordern die Vereinten Nationen die Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause auf.

Dies sei nötig, "um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen", teilte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres mit.

Guterres begrüße zwar die zweiwöchige Waffenruhe – zugleich fordere er "alle Konfliktparteien im Nahen Osten auf, ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Neben den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Iran ist auch Israel direkt am Krieg beteiligt.

8. April, 6.02 Uhr: US-Spitzenpolitiker reagieren verhalten auf Zehn-Punkte-Plan

Einige Spitzenpolitiker in den USA haben verhalten auf die Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg reagiert.

"Eine Waffenruhe ist eine gute Nachricht – allerdings nur, weil dieser sinnlose Krieg so schnell wie möglich beendet werden sollte", schrieb etwa der demokratische Senator Richard Blumenthal auf X. US-Präsident Donald Trump könne weiterhin nicht erklären, warum er den Krieg begonnen habe. "Eine Waffenruhe ist für das amerikanische Volk kein Sieg", fügte Blumenthal hinzu.

Der demokratische Kongressabgeordnete Gregory Meeks betonte indes, dass eine Waffenruhe nicht genug sei. Trump müsse dem Kongress erklären, warum er die USA in den Krieg mit dem Iran geführt habe, in dem 13 Militärangehörige gestorben seien.

Spöttischer zeigte sich der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Er sei froh, dass Trump einen "Rückzieher" gemacht habe und "nun verzweifelt nach einem Ausweg aus seinem lächerlichen Getöse" suche, schrieb er auf X.

8. April, 5.52 Uhr: Jubel über Waffenruhe von Regierungsanhängern in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran sind nach Verkündung der Feuerpause zahlreiche Menschen auf die Straßen geströmt.

Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich Regierungsanhänger mitten in der Nacht, wie der iranische Sender SNN TV berichtete. US-Präsident Donald Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt, sagte der Reporter des Senders, der den paramilitärischen Basidsch-Milizen nahesteht.

In der iranischen Hauptstadt Teheran sind nach Verkündung der Feuerpause zahlreiche Menschen auf die Straßen geströmt.  © Vahid Salemi/AP/dpa

8. April, 4.34 Uhr: Pakistan: Waffenruhe zwischen USA und Iran ab sofort

Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA mit sofortiger Wirkung.

Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschließlich im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X.

Sharif lud Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln sollen.

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