Nahost-Konflikt: US-Militär hat bereits "gut 8000 iranische Ziele" angegriffen

Iran - Die USA erwägen laut Präsident Donald Trump ein Zurückfahren ihrer Angriffe im Iran, senden aber zugleich US-Medienberichten zufolge Tausende weitere Soldaten in die Region.

US-Präsident Donald Trump hat für seine NATO-Verbündeten derzeit nur verächtliche Worte übrig.  © Alex Brandon/AP/dpa

Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele im Krieg zu erreichen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Die Nato-Verbündeten bezeichnete er als "Feiglinge", weil sie den USA nicht bei der Sicherung der Straße von Hormus geholfen hätten.

Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein zahnloser Tiger, schrieb der Republikaner.

Jetzt, da der Kampf militärisch "GEWONNEN" sei, beschwerten sie sich über die hohen Ölpreise, würden aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormus zu öffnen.

Israel Krieg Ex-"Tagesschau"-Sprecher flüchtet aus Israel - aus Liebe zu seinen Kindern

"Das wäre für sie so einfach und mit nur geringem Risiko verbunden. FEIGLINGE, das werden wir uns MERKEN!", schrieb Trump weiter.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

21. März, 17.11 Uhr: EU drängt auf reduziertes Gasspeicherziel

Die Europäische Kommission forderte am Samstag die EU-Mitgliedstaaten auf, ihr Ziel für die Befüllung der Erdgasspeicher in den kommenden Monaten zu senken, um den durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Preisdruck zu mindern.

EU-Energiekommissar Dan Jørgensen (50) schickte einen Brief mit der Bitte, "das Füllziel so früh wie möglich in der Füllsaison auf 80 Prozent zu senken, um den Marktteilnehmern Sicherheit und Vertrauen zu geben“, gegenüber dem üblichen Ziel von 90 Prozent.

Anzeige

21. März, 16.02 Uhr: US-Militär hat bereits "gut 8000 iranische Ziele" angegriffen

Das US-Militär hat bei seiner mittlerweile dreiwöchigen Offensive gegen den Iran nach eigenen Angaben mehr als 8000 Ziele angegriffen.

Darunter befänden sich auch 130 iranische Schiffe, sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. "Dies ist die größte Zerschlagung einer Marine innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg", fügte er hinzu.

Cooper bekräftigte das Ziel, die iranische Bedrohung des freien Warenverkehrs durch die Straße von Hormus zu bekämpfen. Anfang der Woche habe das US-Militär mehrere 5000-Pfund-Bomben auf eine unterirdische Anlage an der iranischen Küste abgeworfen und zerstört.

Diese sei von Teheran genutzt worden, um etwa Raketenwerfer und andere Ausrüstung zu lagern, die eine "erhebliche Gefahr" für die internationale Schifffahrt dargestellt hätten.

Nach rund drei Wochen hat das US-Militär bereits 8000 Ziele im Iran angegriffen.  © Jung Yeon-je / AFP

21. März, 13.34 Uhr: Israels Verteidigungsminister kündigt Verstärkung der Iran-Angriffe an

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat für die kommenden Tage eine weitere Verstärkung der Angriffe Israels und der USA im Iran angekündigt.

Ziele seien dabei die iranische Führung und die Infrastruktur, auf die sie sich stütze, sagte Katz nach Angaben seines Büros nach einer Beratung mit ranghohen Militärs im Armeehauptquartier in Tel Aviv.

"In dieser Woche wird die Intensität der Angriffe (...) deutlich zunehmen", sagte er. In Israel beginnt die neue Woche jeweils sonntags. Man sei entschlossen, den Kampf gegen den iranischen Machtapparat fortzusetzen, "seine Kommandeure zu enthaupten und seine strategischen Fähigkeiten zu zerstören – bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist", sagte Katz.

Israels Verteidigungsminister Katz kündigt eine deutliche Intensivierung der Angriffe auf iranische Ziele an.  © Ariel Hermoni/Verteidigungsministerium/dpa

21. März, 13.32 Uhr: Angriff auf Atomanlage im Iran – IAEA fordert Zurückhaltung

Nach einem weiteren Angriff auf die iranische Atomanlage Natans hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) militärische Zurückhaltung von den Kriegsparteien gefordert.

Es gelte, jedes Risiko eines Atomunfalls zu vermeiden, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi auf der Plattform X. Der Iran habe der IAEA in Wien über den Angriff informiert, es seien jedoch keine erhöhten radioaktive Strahlungswerte gemeldet worden, hieß es.

21. März, 11 Uhr: Iran meldet Angriff auf Atomanlage Natans

Der Iran hat einen weiteren Angriff auf seine Atomanlage Natans gemeldet.

Die unterirdische Urananreicherungsanlage ist eine der wichtigsten im Land. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim trat kein radioaktives Material aus. Für die Bevölkerung in unmittelbarer Umgebung der Anlage bestehe keine Gefahr.

Schon Anfang dieses Monats hatte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Vereinigten Staaten und Israel hatten bereits im Juni 2025 Irans Atomanlagen bombardiert und stark beschädigt.

Nach dem Angriff auf Natans gibt es laut iranischen Angaben keinen Austritt radioaktiver Stoffe.  © Hasan Sarbakhshian/AP/dpa

21. März, 9.55 Uhr: Neue gegenseitige Angriffe Israels und des Irans

Drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs setzen Israel und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe fort.

In der Nacht und am Morgen gab es nach israelischen Militärangaben Raketenangriffe aus dem Iran auf Israel. Rettungskräfte seien unterwegs zu mehreren Einschlagsorten im Großraum Tel Aviv, teilte die Armee mit. Es gab Bilder der Zerstörung, aber keine Berichte zu Verletzten.

Die israelische Armee griff in der Nacht erneut Ziele im Iran und im Libanon an. Am Morgen teilte das Militär mit, israelische Bodentruppen hätten im Südlibanon mehrere bewaffnete Mitglieder der proiranischen Hisbollah-Miliz beschossen.

Ein Hisbollah-Mitglied sei bei einem Schusswechsel getötet worden. Drei weitere seien durch Panzerfeuer ums Leben gekommen. Auch aus der Luft sei die Gruppe beschossen worden.

Erneute Angriffe zwischen Israel und Iran: Das israelische Militär meldet Einschläge im Großraum Tel Aviv.  © Maya Levin/AP/dpa

21. März, 7.14 Uhr: Nach eindringlicher Warnung - Iran greift US-britischen Militärstützpunkt an

Der Iran hat US-Medienberichten zufolge einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean angegriffen.

Die Islamische Republik attackierte den Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia am Freitagmorgen (Ortszeit) mit ballistischen Raketen, wie unter anderem das "Wall Street Journal" und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte berichteten.

Demnach feuerte der Iran zwei Geschosse mit mittlerer Reichweite auf die Basis ab, doch keines der beiden habe die Anlage getroffen. Eine offizielle Bestätigung seitens der britischen oder der US-Regierung gab es zunächst nicht.

Zuvor hatte die iranische Führung den britischen Premierminister Keir Starmer gewarnt, dass sein jüngster Kurswechsel bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA nicht ohne Folgen bleiben werde.

Die große Mehrheit der Briten wolle mit dem israelisch-amerikanischen Krieg nichts zu tun haben, schrieb Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. Starmer bringe seine eigenen Landsleute in Gefahr, indem er zulasse, "dass britische Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran genutzt werden". Der Iran werde "sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen".

Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnte Großbritannien, dass die Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA nicht ohne Folgen bleiben werde - dann folgte ein Angriff.  © Khalil Hamra/AP/dpa

21. März, 7.12 Uhr: USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl auf Schiffen

Die USA haben im Iran-Krieg vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl gelockert, das sich derzeit auf Schiffen befindet.

Das US-Finanzministerium teilte mit, Verkauf und Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt. Mit der Aufhebung von Sanktionen auf Erdöl versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen.

20. März, 18.04 Uhr: Nato zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab

Die Nato hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt.

"Ich möchte dem Irak und allen Alliierten danken, die die sichere Verlegung unterstützt haben", teilte Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich (54) mit. Die Mission werde nun vorerst vom operativen Führungskommando des Bündnisses in Neapel aus fortgesetzt. Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Personen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Aus Bündniskreisen hieß es, es seien einige Hundert betroffen gewesen.

Polen evakuiert angesichts des Iran-Kriegs alle Soldaten aus dem Irak. Ein Teil wird nach Jordanien verlegt. Das polnische Kontingent zählte zuletzt 350 Kräfte in der Region.

Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich (54) hat den erfolgten Abzug von Soldaten aus dem Irak verkündet.  © Virginia Mayo/AP/dpa

20. März, 17.11 Uhr: Israelische Bodeneinsätze im Libanon dauern an

Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet.

Wie Israels Militär weiter mitteilte, wurden seit dem Beginn "gezielter Bodeneinsätze" vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Chiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt.

Die israelische Armee ist weiterhin im Libanon im Einsatz. (Archivbild)  © Ilia Yefimovich/dpa

20. März, 16.55 Uhr: Schweiz stoppt Waffenexporte an die USA

Die Schweiz bewilligt wegen des Iran-Kriegs keine Waffenexporte mehr an die USA.

"Die Ausfuhr von Kriegsmaterial an die in den internationalen bewaffneten Konflikt mit dem Iran verwickelten Länder kann während der Dauer des Konfliktes nicht bewilligt werden", teilte die Regierung, der Bundesrat, mit.

Bestehende Bewilligungen und Ausfuhren werden aber nicht widerrufen. Sie würden "im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit der Neutralität" aber regelmäßig überprüft, so die Regierung. An Israel ebenso wie den Iran seien schon seit Jahren keine definitiven Kriegsmaterialausfuhren mehr bewilligt worden.

Mehr zum Thema Israel Krieg: