Nahost-Konflikt: Erste Opfer nach "Präventivschlag" von USA und Israel - Mindestens 24 Mädchen getötet

Nahost - Israel greift erneut den Iran an. Der Staat Israel habe einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen, gab Verteidigungsminister Israel Katz bekannt.

Zivilisten stehen in einem Schutzraum, nachdem Alarm infolge eines israelischen Angriffs auf den Iran ausgelöst wurde.  © Oded Balilty/AP/dpa

Die USA beteiligen sich nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 an den Angriffen des Verbündeten. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran angriff.

Die USA schlossen sich den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Irans Luftstreitkräfte feuerten daraufhin ballistische Raketen auf Israel.

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Der Ex-Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber (46) erlebte die Eskalation in Israels Hauptstadt Tel Aviv aus nächster Nähe und teilte Einblicke auf seinem Instagram-Account.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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28. Februar, 11.55 Uhr: Berichte über Einschläge in Israel

Nach der Ankündigung iranischer Gegenangriffe hat es Medienberichten zufolge vereinzelte Einschläge in Israel gegeben.

Die Polizei habe Granatsplitter in Jerusalem und in der Stadt Beit Schemesch beseitigt, schrieb der israelische Rettungsdienst Magen David Adom auf der Plattform X. Ein Gebäude in der Stadt Tirat Carmel südlich von Haifa sei beschädigt worden. Im Norden sei ein Mann durch die Druckwelle einer Explosion verletzt worden, berichtete die Zeitung "Times of Israel".

In vielen Teilen Israels und des Westjordanlands gab es Luftalarm, um vor anfliegenden Raketen und Geschossen zu warnen. Sirenen heulten im Großraum Tel Aviv, in Jerusalem, in Samaria und im Negev, wie die Nachrichtenseite Ynet berichtete. Auch aus dem Norden Israels wurde Luftalarm gemeldet.

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28. Februar, 11.53 Uhr: Ein Verletzter in Israel nach iranischem Angriff

In Israel ist ein Mann bei einem iranischen Raketenangriff verletzt worden. Er sei durch eine Druckwelle nach einem Einschlag leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit.

Zudem hätten sich auch Menschen auf dem Weg in Schutzräume verletzt. Den Angaben zufolge wurden auch Personen wegen Angstzuständen behandelt.

Israel und die USA hatten am Morgen neue Angriffe auf den Iran begonnen, Teheran attackierte darauf unter anderem Israel. Dort gab es mehrfach Raketenalarm.

28. Februar, 11.52 Uhr: Mindestens 24 Schülerinnen bei Raketenangriff getötet

Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 24 Schülerinnen ums Leben gekommen.

Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur.

"Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs", hieß es in dem Bericht. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben.

In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte. Weitere Details zu dem Angriff lagen zunächst nicht vor.

Ein ankommendes Geschoss explodiert in der Bucht von Haifa, während Israel nach seinen Angriffen auf den Iran einen landesweiten Alarm ausgerufen hat.  © Leo Correa/AP/dpa

28. Februar, 11.39 Uhr: Irans Sicherheitsrat rät zur Flucht aus Teheran

Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe hat Irans Sicherheitsrat der Bevölkerung zur Flucht aus der Hauptstadt Teheran geraten.

Wegen der Angriffe "sollten Sie, soweit möglich und unter Wahrung der Ruhe, in andere Orte und Städte reisen, sofern es Ihnen möglich ist", hieß es in einer Erklärung des mächtigen Sicherheitsgremiums der Islamischen Republik.

Es bestehe keinerlei Sorge hinsichtlich der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, teilte das Gremium weiter mit. Die Bevölkerung soll Ansammlungen in Einkaufszentren vermeiden, da dies Gefahren für sie mit sich bringen könnte. Schulen und Universitäten bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Banken sollen weiter geöffnet sein. Einschränkungen gebe es bei Behördendiensten, hieß es.

Menschen suchen Schutz in einer Tiefgarage, nachdem Alarm wegen ankommender Raketen aus dem Iran ausgelöst wurde.  © Oren Ziv/dpa

28. Februar, 11.12 Uhr: Iran - Werden USA und Israel nie dagewesene Lektion erteilen

Nach Beginn israelisch-amerikanischer Angriffe auf den Iran hat dessen Militär mit einer entschlossenen Reaktion gedroht.

"Wir werden Israel und den USA eine Lektion erteilen, wie sie sie in ihrer Geschichte noch nicht erlebt haben", zitierte der staatliche Rundfunk den Sprecher des Generalstabs der Streitkräfte. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai sprach von einem "offenkundigen Verbrechen".

Irans Erwartung an andere Länder sei, dass sie nicht gleichgültig blieben, sagte der Sprecher laut dem Rundfunk. "Auch der Sicherheitsrat muss unverzüglich eine Dringlichkeitssitzung einberufen."

Ein ankommendes Geschoss explodiert in der Bucht von Haifa, während Israel nach seinen Angriffen auf den Iran einen landesweiten Alarm ausgerufen hat.  © Leo Correa/AP/dpa

28. Februar, 10.52 Uhr: Israel sagt, Angriff auf militärische Ziele von Irans Führung

Israels Luftwaffe führt Militärangaben zufolge derzeit einen "groß angelegten Angriff" auf "militärische Ziele" der iranischen Führung im Westen des Irans aus.

Zuvor hatte die israelische Armee mitgeteilt, sie habe einen "umfassenden gemeinsamen Einsatz" mit der US-Armee begonnen, um die Regierung in Teheran nachhaltig zu schwächen und "die existenziellen Bedrohungen für den Staat Israel langfristig zu beseitigen".

Die neuen Angriffe auf den Iran erfolgten nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik.

28. Februar, 10.51 Uhr: Iran hat vier US-Stützpunkte in der Region angegriffen

Nach dem Beginn der jüngsten israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat Teheran nach eigenen Angaben vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert.

Das Verteidigungsministerium in Katar teilte mit, man habe eine Reihe von Angriffen auf das eigene Territorium erfolgreich abgewehrt. Die Lage sei unter Kontrolle. Die Menschen wurden aufgerufen, Ruhe zu bewahren.

Die staatliche Nachrichtenagentur in Bahrain berichtete, ein Versorgungszentrum der US-Marine sei mit Raketen angegriffen worden. Bahrain beherbergt die fünfte Flotte der US-Seestreitkräfte. Berichten zufolge sollen auch in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad Explosionen zu hören gewesen sein.

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars waren der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain unter den Zielen.

Menschen in einem Schutzraum, nachdem die USA und Israel einen Angriff auf den Iran gestartet haben.  © Oren Ziv/dpa

28. Februar, 10.50 Uhr: Lufthansa setzt Flüge zu Zielen im Nahen Osten aus

Der Angriff auf den Iran durch Israel und die USA hat Auswirkungen auf den Luftverkehr. Die Lufthansa setzt nach Angaben eines Sprechers mehrere Flüge mit Ziel Naher Osten aus. Die Städte Tel Aviv (Israel), Beirut (Libanon), Amman (Jordanien), Erbil (Irak) und Teheran (Iran) würden bis einschließlich 7. März nicht angeflogen.

Ebenfalls bis einschließlich 7. März würden folgenden Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak und Iran. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi fänden heute und morgen nicht statt, sagte der Sprecher.

Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten den Ticketpreis zurück. Die Lufthansa bedauere die Unannehmlichkeiten, die Sicherheit für Passagiere und Crews habe für die Lufthansa Group aber oberste Priorität.

28. Februar, 10.48 Uhr: Bundesregierung berät mit Partnern über Nahost

Die Bundesregierung berät über die Eskalation in Nahost nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran. "Sie beobachtet die Entwicklung genau und befindet sich in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern", teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit.

Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) habe sich außerdem mit seinen Fachministern der sicherheitsrelevanten Ressorts beraten und werde im Laufe des Tages weitere Gespräche führen. Die Bundesregierung sei am Morgen über die Militärangriffe
Israels auf den Iran vorab informiert worden, sagte Kornelius.

Wie das Auswärtige Amt mitteilte, soll der Krisenstab der Bundesregierung um 12.00 Uhr im Ministerium zusammenkommen. Das Auswärtige Amt stehe in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften im Iran und in Israel sowie weiteren Vertretungen in der Region, erklärte ein Sprecher.

Der Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

28. Februar, 10.47 Uhr: Iran fordert Handeln der internationalen Gemeinschaft

Der Iran hat die Weltgemeinschaft angesichts der Angriffe der USA und Israels zum Handeln aufgefordert.

In einer Mitteilung des Außenministeriums forderte die Regierung in Teheran die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die Attacken zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, hieß es.

"Die erneute militärische Aggression der USA und des zionistischen Regimes (Israel) gegen Iran erfolgt unter Bedingungen, in denen sich Iran und die USA inmitten eines diplomatischen Prozesses befanden", kritisierte das Ministerium.

Man sei über den Krieg nicht überrascht. "Wir sind erneut in Verhandlungen eingetreten, um gegenüber (...) der Welt den Beweis der Rechtschaffenheit des iranischen Volkes zu erbringen", teilte das Außenministerium mit.

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