Terroristen bei der UN: Skandal um Palästinenser-Hilfswerk größer als gedacht

Tel Aviv/Gaza - Das Ausmaß der mutmaßlichen Verbindung von Mitarbeitern des UN-Palästinenserhilfswerks zu Terroristen der Hamas im Gazastreifen ist einem Medienbericht zufolge größer als bisher angenommen.

Beim Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 wurden auch das Supernova-Musikfestival im Süden Israels von palästinensischen Terroristen überfallen. Etliche Menschen wurden verschleppt, grausam getötet, Frauen vergewaltigt.
Beim Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 wurden auch das Supernova-Musikfestival im Süden Israels von palästinensischen Terroristen überfallen. Etliche Menschen wurden verschleppt, grausam getötet, Frauen vergewaltigt.  © JACK GUEZ/AFP

Nicht nur sollen wie bisher bekannt zwölf von ihnen bei dem Hamas-Terrorangriff am 7. Oktober in Israel mitgemacht haben. Sondern rund zehn Prozent aller rund 12.000 im Gazastreifen beschäftigten Mitarbeiter des Hilfswerks UNRWA hätten Verbindungen zur Hamas oder dem Islamistischen Dschihad, berichtete die US-Zeitung Wall Street Journal am Montag unter Berufung auf Geheimdienstberichte.

Die Vorwürfe gegen die Beschäftigten, offenbar am Hamas-Massaker beteiligt gewesen zu sein, hatten weltweit für Empörung gesorgt.

Als Reaktion stellten zahlreiche Staaten ihre Zahlungen an das Hilfswerk vorübergehend ein, darunter Deutschland, die USA, Großbritannien und Frankreich.

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"Das Problem der UNRWA sind nicht nur 'ein paar faule Äpfel', die in das Massaker vom 7. Oktober verwickelt waren", wurde ein hoher israelischer Regierungsbeamter zitiert.

"Die Institution als Ganzes ist ein Hort für die radikale Ideologie der Hamas."

Erdrückende Beweise gegen Hilfswerk-Mitarbeiter

Die Informationen in den Geheimdienstberichten basierten unter anderem auf Mobilfunkdaten, Verhören von gefangenen Hamas-Kämpfern und auf Dokumenten, die bei getöteten Kämpfern sichergestellt worden seien, berichtete das Wall Street Journal. Die US-Regierung sei über das Geheimdienstdossiers unterrichtet worden, hieß es.

Von den zwölf UNRWA-Mitarbeitern, die an dem Überfall der Hamas am 7. Oktober beteiligt gewesen sein sollen, seien sieben Grund- oder Sekundarschullehrer, darunter zwei Mathematiklehrer, zwei Arabischlehrer und ein Grundschullehrer, berichtete die Zeitung.

Titelfoto: JACK GUEZ/AFP

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