Sarg vor Ministerium! "Neue Generation" schockt mit Protest-Show
Berlin - Aktivisten der "Neuen Generation" haben vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin-Mitte mit einer Kunstperformance gegen aus ihrer Sicht unsoziale Politik protestiert.
Nach Angaben der Gruppe versammelten sich am Dienstagvormittag rund 15 Teilnehmer in der Scharnhorststraße und führten ein kurzes Straßentheater auf.
Darin wurde symbolisch dargestellt, wie politische Entscheidungen zu wachsender sozialer Ungleichheit führen. In der Inszenierung nahm eine als Politiker dargestellte Figur gemeinsam mit "Überreichen" anderen Menschen Besitz und Lebensqualität, die anschließend in einem übergroßen Sarg "beerdigt" wurden.
Die Aktion sollte nach Bekunden der Aktivisten zeigen, wie sich die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert. "Die Umverteilung nach oben können wir seit Jahren beobachten", wurde Teilnehmer Lino Krüger (25) in einer Pressemitteilung zitiert.
Statt gegen sozial Schwächere zu argumentieren, müsse stärker über den Einfluss sehr Vermögender diskutiert werden.
Begleitet wurde die Performance von einer weiteren Person in der Rolle eines Medienvertreters, die das Geschehen kommentierte und dabei bewusst zugespitzte Narrative übernahm, wie die Gruppe mitteilte.
Neue Generation "beerdigt" das Gemeinwohl in einem Sarg
Zum Abschluss der Aktion stellten die Beteiligten den Sarg als Symbol vor dem Ministerium ab.
Eine Sprecherin der Initiative erklärte, dies solle als Mahnung verstanden werden, sich stärker politisch einzubringen: "Wir müssen immer wieder daran erinnern, was hier gerade passiert. Wir müssen uns einmischen. Und deswegen lassen wir den Sarg hier stehen."
Die Gruppe rief demnach zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischem Engagement auf.
Die Aktion ist Teil mehrerer Protesttage der Gruppe in Berlin unter dem Titel #MerzMafia-Kampagne, die noch bis Freitag andauern sollen.
Titelfoto: Presse/Neue Generation (Bildmontage)

