Neue Generation tanzt auf "Stufen der Macht" - bis die Polizei kommt
Berlin - Am vergangenen Mittwoch hatte die Neue Generation eine neue Protestwoche in Berlin angekündigt - am Montag haben sie ihr Vorhaben mit einer ersten Aktion in die Tat umgesetzt.
Dabei haben sie gleich ein deutliches Zeichen gesetzt und die "Stufen zur Macht" erklommen, wie die Klima-Rebellen in einem Statement mitteilten.
Demnach sprangen gegen 8.30 Uhr drei Unterstützer der Gruppe auf dem Platz der Republik über einen Zaun vor dem Reichstag.
Anschließend führten sie auf den Stufen des Regierungsgebäudes eine Choreografie auf, wie es hieß. Lange angedauert hat der Spuk jedoch nicht, dann schon nach wenigen Minuten beendete die Polizei die Protestaktion und führte die Demonstranten ab.
"Die Treppe vor dem Reichstag steht symbolisch für den Zugang zur Macht: Hinter diesen Mauern sitzt die 'MerzMafia'", erklärte Pressesprecherin Lilli Nix.
Und weiter: "Mit diesem Protest haben sich drei Menschen auf friedlichste Weise den Zugang zur Macht ertanzt. Denn das ist es, was die Neue Generation ausmacht: Wir geben die Macht den Menschen zurück."
Henning Jeschke: "Haben uns heute gewaltfrei ein Stückchen Demokratie zurückgeholt"
Auch Henning Jeschke (26), einer der Gründer der Vorgängergruppe "Letzte Generation", war erneut an der Protestaktion beteiligt. Ein Foto zeigt, wie er von einem Polizisten weggebracht wird.
"Wir haben uns heute gewaltfrei ein Stückchen Demokratie zurückgeholt!", betonte der 26-Jährige und schob hinterher: "Gas-Kathi und ihre Agenda gegen erneuerbare Energien sind ein gutes Beispiel für die fatalen Auswirkungen der 'Merz-Mafia'."
Die Neue Generation wirft Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) vor, als "Sprachrohr der Gas-Lobby" zu fungieren und "beharrlich an fossiler Energie" festzuhalten.
Es war nicht die erste Aktion dieser Art. Bereits am Freitag führten drei Aktivistinnen mit orangen Regenschirm - dem Symbol der Gruppe - in der Hand einen ähnlichen Tanz auf den Reichstags-Stufen auf.
Da dieser Protest jedoch zuvor angemeldet wurde, durften die drei Frauen, darunter auch Nix, ihre Choreografie bis zum Ende vorführen, während Besucher des historischen Gebäudes das bunte Treiben im Hintergrund verblüfft verfolgten.
Titelfoto: Presse/Neue Generation

