101 Jahre alte Flaschenpost bei Bauarbeiten unter Statue gefunden: Der Inhalt ist kurios

Winnipeg (Kanada) - Bei Bauarbeiten wurde vor dem Parlament der kanadischen Provinz Manitoba eine mehr als 100 Jahre alte, sehr kuriose Botschaft gefunden. Die Verfasser waren offenbar mit einem ganz bestimmten Gesetz sehr unzufrieden.

Im Sockel einer Queen-Victoria-Statue ganz ähnlich wie diese fanden Bauarbeiter eine 101 Jahre alte Nachricht. (Symbolbild)
Im Sockel einer Queen-Victoria-Statue ganz ähnlich wie diese fanden Bauarbeiter eine 101 Jahre alte Nachricht. (Symbolbild)  © Montage: dpa, STEPHANE DE SAKUTIN / AFP

Wie der kanadische Fernsehsender CBC berichtet, machten Bauarbeiter den Zufallsfund im Sockel einer Statue der britischen Königin Victoria (1819 bis 1901), die vor dem Parlamentsgebäude der Provinzhauptstadt Winnipeg stand. Der Brief war demnach säuberlich aufgerollt in einer Flasche verborgen. Verfasst wurde das Schreiben am 30. Juli 1921.

Gegenstand der Nachricht: Enttäuschung über das Alkohol-Verbot der 20er-Jahre.

Die Nachricht lautet: "Wegen der Prohibition können wir den Brauch, eine Flasche Brandy unter dem Stein zu deponieren, nicht einhalten, was wir sehr bedauern." Unterschrieben wurde der Brief von einem Steinmetz, Arbeitern und dem damaligen stellvertretenden Minister für öffentliche Angelegenheiten der Provinz.

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Für den derzeitigen Minister für Bürgeranliegen, Reg Halmer, ist der Fund ein Glücksfall. "Für mich ist das eine sehr hübsche Geschichte, vor allem angesichts des Alters des Gebäudes, das erst vor Kurzem sein hundertjähriges Bestehen gefeiert hat", sagte der Minister. "Wenn wir Steine bewegen, entdecken wir solche Dinge."

In den Vereinigten Staaten war es zwischen 1920 und 1933 verboten, Alkohol herzustellen, einzuführen oder zu verkaufen. Ein ähnliches Gesetz galt auch in Kanada.

Der Brief wurde unter einer Statue von Queen Victoria gefunden

Bauarbeiten wurden nötig, weil wütende Demonstranten das Denkmal in einen Fluss warfen

Im Sockel der arg ramponierten Statue wurde die Nachricht gefunden. Teile davon landeten in einem Fluss.
Im Sockel der arg ramponierten Statue wurde die Nachricht gefunden. Teile davon landeten in einem Fluss.  © Kelly Geraldine Malone/The Canadian Press via ZUMA/dpa

Die Arbeiten wurden nötig, nachdem erzürnte Demonstranten die Queen-Victoria-Staue vom ihrem Sockel rissen und in einen nahe gelegenen Fluss warfen.

Mit ihrer Aktion wollten die Aktivisten auf das tragische Schicksal indigener Kinder aufmerksam machen.

Die Regierung der Provinz Manitoba beschloss, die Statue nicht wieder aufzubauen - es sei zu teuer, hieß es. Belangt wurde niemand. Der Sockel wird derzeit abgerissen.

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Die Regierung Manitobas überlegt nun, was mit dem historischen Dokument geschehen soll und wie es am besten aufbewahrt werden kann.

Titelfoto: Montage: dpa, STEPHANE DE SAKUTIN / AFP

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