Dominos geht in Italien pleite! Pizza-Kette erntet Hohn und Spott

Rom - Fette oder besser gesagt fettige Pleite für "Domino's Pizza"! Der US-Fastfood-Konzern muss derzeit reichlich Spott über sich ergehen lassen. Kürzlich war bekannt geworden, dass die Restaurant-Kette in Italien - dem Mutterland der Pizza - ihren kompletten Betrieb einstellen musste. Niemand wollte die Pizzen aus den USA.

Einer der ersten Dominos-Filialen in Italien. Inzwischen ist das Restaurant in Mailand wieder geschlossen.
Einer der ersten Dominos-Filialen in Italien. Inzwischen ist das Restaurant in Mailand wieder geschlossen.  © 123RF/TEA

Die Message der Italiener scheint klar zu sein: Wir wollen keine Ananas auf unseren Pizzas! Auch sonst sind die Südeuropäer offensichtlich nicht für - man muss aus Sicht der Italiener beinahe sagen - Pizza-Experimente wie den "Chicago-Style", "American Pizza" oder andere Pizza mit nicht traditionellen Belägen zu haben.

So musste kürzlich auch das letzte Dominos-Restaurant in Italien schließen. Während es in Deutschland bereits nach wenigen Jahren mehr als 350 Filialen gibt, waren es im Stiefel-Staat zum Höhepunkt lediglich 29, wie Bloomberg berichtete.

Dabei war das alles ganz anders geplant: 2015 startete das Unternehmen seine geplante Übernahme des italienischen Marktes. Es wurde eine Franchise-Vereinbarung mit "ePizza SpA" getroffen. Insgesamt sollte es 880 (!) Filialen geben.

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Doch die Pandemie, die Konkurrenz (auch im Wettkampf der Lieferdienste) und die geschmacklichen Vorlieben der Italiener machten den Plänen einen riesigen Strich durch die Rechnung.

Laut ihres letzten Jahresreports hatte die Restaurant-Kette in Italien Ende 2020 bereits Schulden in Höhe von mehr als 10 Millionen Euro.

Im Internet wird kräftig über Dominos gelacht

Hätte Dominos in Italien solche Pizzen verkauft, wären sie eventuell nicht pleite gegangen.
Hätte Dominos in Italien solche Pizzen verkauft, wären sie eventuell nicht pleite gegangen.  © 123RF/michaelvaleevgmailcom

In den sozialen Medien machten sich viele Menschen herzlich über das Unternehmen lustig. "Dominos Pizza in Italien? Genauso wie ich Sand in der Wüste verkaufen würde", spottete ein User auf Twitter. "'Dies, das, Ananas.' Dominos auf die Frage, warum man sich aus Italien zurückzieht", amüsierte sich ein anderer.

In einem weiteren Post wurde ein (scherzhafter) Hinweis gegeben: "Für die Hälfte des Geldes hätte ich euch vorher gesagt, dass Italien in der Beziehung stabil ist. Unternehmensberater, wichtiger als man meint."

Tatsächlich scheint der Business-Plan der US-Amerikaner nicht perfekt ausgefeilt gewesen zu sein. Die italienische Küche ist schließlich weltweit berühmt für ihr mit Tomatensauce, Käse und anderen Zutaten belegtes Hefeteig-Gericht.

Und dass viele Italiener es nicht mögen, wenn mit ihren leckeren Traditionen gespielt wird, weiß jeder, der beim Italiener schon einmal Nudeln mit Ketchup bestellt hat...

Titelfoto: 123RF/TEA

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