Entsetzen in Sterneküche: Dreckige Messer, tote Fliegen und schädliches Fleisch

Machynlleth (Vereinigtes Königreich) - Feinschmecker verbinden mit einem Gourmet-Tempel Häppchen, eine noble Atmosphäre und Sauberkeit. Doch wie dreckig eine hochgelobte Sterneküche sein kann, zeigte sich vor wenigen Tagen in der britischen Kleinstadt Machynlleth.

Für ein speziell zusammengestelltes 30-Gänge-Menü verlangt des Restaurant Ynyshir rund 500 Pfund (ca. 574 Euro).
Für ein speziell zusammengestelltes 30-Gänge-Menü verlangt des Restaurant Ynyshir rund 500 Pfund (ca. 574 Euro).  © Fotomontage/Instagram/Screenshots/ynyshirrestaurant

In Großbritannien sorgt derzeit das Restaurant Ynyshir für Aufsehen. Nachdem die Lebensmittelbehörde aus Wales dem beliebten Nobel-Lokal einen Besuch abgestattet hatte, entdeckten die Kontrolleure erhebliche Hygienemängel in der Küche des zweifach ausgezeichneten Michelin-Restaurants.

Wie BBC berichtete, entdeckten die Inspektoren bei ihrem Rundgang mehrere schmutzige Messer, defekte Küchengeräte, einen dreckigen Boden und zahlreiche Fliegen. Im Zuge ihrer Entdeckungen vergab die Lebensmittelbehörde dem beliebten Restaurant einen von fünf möglichen Punkten.

Zudem stellten die Beamten dem leitenden Gastronomie-Betreiber und Küchenchef Gareth Ward ein Verbot für den Weiterverkauf von rohem Hummer aus. Dem Inhaber des Zwei-Sterne-Lokals war der Auftritt seines Restaurants nicht peinlich.

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Ward habe laut BBC die "fachlichen Einschätzungen und Feststellungen" der Kontrolleure größtenteils akzeptiert.

Der Ynyshir-Restaurant-Betreiber Gareth Ward (r.) hätte wohl mit einem anderen Ergebnis der Lebensmittelbehörde gerechnet.
Der Ynyshir-Restaurant-Betreiber Gareth Ward (r.) hätte wohl mit einem anderen Ergebnis der Lebensmittelbehörde gerechnet.  © Fotomontage/Instagram/Screenshots/garethwardchef
Wie die zuständigen Hygiene-Beamten mitteilten, sammelten sich die Fliegen in dem Vorbereitungsraum der Küche an - ein hohes Gesundheitsrisiko. (Symbolfoto)
Wie die zuständigen Hygiene-Beamten mitteilten, sammelten sich die Fliegen in dem Vorbereitungsraum der Küche an - ein hohes Gesundheitsrisiko. (Symbolfoto)  © 123rf/schan
In dem mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Gourmet-Tempel werden zahlreiche kleine Häppchen angeboten.
In dem mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Gourmet-Tempel werden zahlreiche kleine Häppchen angeboten.  © Fotomontage/Instagram/Screenshots/garethwardchef

Restaurant-Chef Gareth Ward kritisiert einige aufgelistete Punkte der Behörden

Das Restaurant in Machynlleth erfreut sich großer Beliebtheit - Stars und Promis, wie die Bandmitglieder von Foals, dinierten bereits in dem noblen Lokal.
Das Restaurant in Machynlleth erfreut sich großer Beliebtheit - Stars und Promis, wie die Bandmitglieder von Foals, dinierten bereits in dem noblen Lokal.  © Fotomontage/Instagram/Screenshots/garethwardchef

Nachdem das Restaurant als "allgemein zufriedenstellend" eingestuft wurde, fasste der Betreiber den Entschluss, in dem Lokal etwas zu verändern. Der Gastronom passte das System des Restaurants an die vorgeschriebenen Hygienestandards an und erledigte den notwendigen Papierkram.

Zudem beauftragte er nach eigenen Angaben einen externen Lebensmittelexperten. Mit allen aufgezeigten Mängeln zeigte sich Ward aber nicht einverstanden.

"Zum Beispiel heißt es im Bericht, dass das in unserer speziellen Dokumentation erwähnte UV-Licht nicht gesehen wurde, obwohl während der Inspektion eine UV-Lampe in der Reifekammer installiert, betriebsbereit und in Gebrauch war", erklärte der Koch.

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Zudem sei ein japanisches Messer als "schmutzig" bezeichnet worden, obwohl es sich in der Reinigung befand. Nun wartet das Ynyshir-Team auf den nächsten Kontrollbesuch der Lebensmittelbehörde - in der Hoffnung, besser abzuschneiden.

Titelfoto: Fotomontage/Instagram/Screenshots/ynyshirrestaurant/Instagram/Screenshots/garethwardchef//123RF/schan

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