Machynlleth (Vereinigtes Königreich) - Feinschmecker verbinden mit einem Gourmet-Tempel Häppchen, eine noble Atmosphäre und Sauberkeit. Doch wie dreckig eine hochgelobte Sterneküche sein kann, zeigte sich vor wenigen Tagen in der britischen Kleinstadt Machynlleth.
In Großbritannien sorgt derzeit das Restaurant Ynyshir für Aufsehen. Nachdem die Lebensmittelbehörde aus Wales dem beliebten Nobel-Lokal einen Besuch abgestattet hatte, entdeckten die Kontrolleure erhebliche Hygienemängel in der Küche des zweifach ausgezeichneten Michelin-Restaurants.
Wie BBC berichtete, entdeckten die Inspektoren bei ihrem Rundgang mehrere schmutzige Messer, defekte Küchengeräte, einen dreckigen Boden und zahlreiche Fliegen. Im Zuge ihrer Entdeckungen vergab die Lebensmittelbehörde dem beliebten Restaurant einen von fünf möglichen Punkten.
Zudem stellten die Beamten dem leitenden Gastronomie-Betreiber und Küchenchef Gareth Ward ein Verbot für den Weiterverkauf von rohem Hummer aus. Dem Inhaber des Zwei-Sterne-Lokals war der Auftritt seines Restaurants nicht peinlich.
Ward habe laut BBC die "fachlichen Einschätzungen und Feststellungen" der Kontrolleure größtenteils akzeptiert.
Restaurant-Chef Gareth Ward kritisiert einige aufgelistete Punkte der Behörden
Nachdem das Restaurant als "allgemein zufriedenstellend" eingestuft wurde, fasste der Betreiber den Entschluss, in dem Lokal etwas zu verändern. Der Gastronom passte das System des Restaurants an die vorgeschriebenen Hygienestandards an und erledigte den notwendigen Papierkram.
Zudem beauftragte er nach eigenen Angaben einen externen Lebensmittelexperten. Mit allen aufgezeigten Mängeln zeigte sich Ward aber nicht einverstanden.
"Zum Beispiel heißt es im Bericht, dass das in unserer speziellen Dokumentation erwähnte UV-Licht nicht gesehen wurde, obwohl während der Inspektion eine UV-Lampe in der Reifekammer installiert, betriebsbereit und in Gebrauch war", erklärte der Koch.
Zudem sei ein japanisches Messer als "schmutzig" bezeichnet worden, obwohl es sich in der Reinigung befand. Nun wartet das Ynyshir-Team auf den nächsten Kontrollbesuch der Lebensmittelbehörde - in der Hoffnung, besser abzuschneiden.