Frau denkt, sie weiß alles über ihre Familie, dann bringt DNA-Test Geheimnis ans Licht

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Joppa (USA) - Über vier Jahrzehnte lang ahnte eine Frau (53) aus den USA nicht, dass ihre Familie ein großes Geheimnis vor ihr verheimlicht. Erst ein DNA-Test beförderte die ganze Wahrheit ans Licht und sollte das Leben der Frau völlig durcheinanderwirbeln.

Michele Desrosiers (53) erfuhr über einen DNA-Test, dass sie das Ergebnis einer Samenspende war.
Michele Desrosiers (53) erfuhr über einen DNA-Test, dass sie das Ergebnis einer Samenspende war.  © Bildmontage/Screenshot/TikTok/GenXDonorBaby

Michele Desrosiers hatte 2015 keine Hintergedanken gehabt, als sie sich im Alter von 42 Jahren spontan im Netz einen DNA-Test besorgte. Eigentlich wollte die Frau aus Joppa nur mehr über ihre Vorfahren herausfinden.

Was sie über den Test herausfand, hätte sie allerdings nicht ahnen können: "Nachdem die Ergebnisse vorgelegen hatten, erhielt ich eine E-Mail von einer Frau in meinem Alter, die rund 2000 Meilen entfernt lebte und von der ich noch nie zuvor gehört hatte", erinnert sich die 53-Jährige gegenüber Newsweek.

Der Grund wog schwer: Zwischen ihr und der Fremden war eine DNA-Übereinstimmung von 25 Prozent herausgekommen. Das wies auf eine sehr enge Verwandtschaft hin. Doch dies sollte nicht die einzige schockierende News bleiben.

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Die Frau, die wahrscheinlich ihre Halbschwester ist, erklärte ihr, dass sie durch eine Samenspende gezeugt worden ist. "Ich habe drei Tage lang darüber nachgedacht", so Michele. Schließlich konfrontierte sie ihre Mutter mit der Frage, die ihr so sehr auf der Seele brannte: War sie ebenfalls durch einen anonymen Spender entstanden?

Frau findet über DNA-Test Familiengeheimnis heraus

"Der Gedanke war so abwegig, dass mein Mann nicht einmal darüber sprechen wollte", so Michele. "Doch schließlich bestätigte meine Mutter es." Die US-Amerikanerin erfuhr, dass ihre Eltern einst einen unerfüllten Kinderwunsch hatten und sie schließlich an einem Spenderprogramm teilnahmen.

Für Michele brach mit dieser Neuigkeit eine Welt zusammen: "Ich hatte immer das Gefühl, ganz anders zu sein als meine Eltern. Meine Freunde in der Highschool scherzten oft, ich müsse adoptiert sein", erzählt sie. Dass dahinter tatsächlich die ganze Zeit so etwas wie ein Samenspender gesteckt hatte, lag völlig außerhalb ihrer "Vorstellungskraft".

DNA-Test führt zu biologischem Vater und Halbgeschwistern

Der DNA-Test führte sie nicht nur zu ihrem biologischen Vater, sondern auch ihren Halbgeschwistern. (Symbolbild)
Der DNA-Test führte sie nicht nur zu ihrem biologischen Vater, sondern auch ihren Halbgeschwistern. (Symbolbild)  © 123RF/tanaonte

"Bis ich 42 war, hielt ich den Mann für meinen Vater, der mein ganzes Leben lang in unserem Wohnzimmer präsent war – der Mann, der in meiner Geburtsurkunde stand, mit meiner Mutter verheiratet war, im Sommer mit mir angeln ging und zu meinen Aufführungen kam."

Die krasse Erkenntnis sollte sich glücklicherweise nicht negativ auf die Beziehung zu ihren Eltern auswirken. Vielmehr kann Michele heute nachvollziehen, wie sehr sich ihre Mutter nach einem Kind gesehnt haben muss. Dennoch habe das Geheimnis die Familie 42 Jahre lang stark belastet.

Für Michele war die Recherche zu ihrem Stammbaum damit aber noch nicht abgeschlossen. Weitere DNA-Tests und Anmeldungen in spezifischen Registern und Social-Media-Gruppe führten sie schließlich zu insgesamt vier Schwestern, die denselben biologischen Vater wie sie haben. Zudem zog der Mann einen Sohn groß. Michele vermutet sogar, dass es noch viele weitere Geschwister gibt.

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Mittlerweile konnte die 53-Jährige auch dem Samenspender persönlich gegenübertreten. "Er interessiert sich für mich und meine Halbgeschwister und legt großen Wert darauf, dass wir ein glückliches Leben führen", sagt sie. Der Mann hatte sich während seines Medizinstudiums für das Spenderprogramm angemeldet - nicht wegen Geld, sondern weil er damit eventuell Menschen helfen konnte.

"Heute ist das fest in meiner Identität verankert", freut sie sich. Auf TikTok berichtet sie regelmäßig über ihr Schicksal.

Titelfoto: Bildmontage/Screenshot/TikTok/GenXDonorBaby, 123rf/tanaonte

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