Lost Place vor Rügen versteigert: Für so viel ging die Mini-Insel über den Tisch

Von Sandy Baumbach

Hamburg - Die marode Ostsee-Plattform "Ostervilm" zählt wohl zu den ungewöhnlichsten Immobilien Deutschlands.

Die ehemalige Militärstation "Ostervilm" wurde am Donnerstag in Hamburg versteigert.  © Philip Dulian/dpa

Nun wurde die frühere DDR-Entmagnetisierungsstation südöstlich von Rügen bei einer Auktion in Hamburg versteigert. Nach 20 Geboten fiel der Hammer bei 60.000 Euro.

Das Mindestgebot lag bei 39.000 Euro. Den Zuschlag erhielt das österreichische Unternehmen McCube, das auf modulare Fertighäuser spezialisiert ist.

Der Chef des Unternehmens, Oliver Pesendorfer, sagte, er könne sich vorstellen, die zwischen der Halbinsel Reddevitz und der Insel Vilm im Greifswalder Bodden liegende künstliche Insel als Kultur- und Veranstaltungsort zu nutzen.

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Auch die Ausrichtung von Hochzeiten auf der 250 Quadratmeter großen Plattform sei möglich.

Ursprünglich errichtet worden war die Anlage in den 1950er-Jahren für die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR.

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Bieter ersteigern Ostsee-Insel spontan gemeinsam

Zu der maroden Insel kommt man ausschließlich über den Wasserweg.  © Philip Dulian/dpa

Trotz ihres maroden Zustands hatte die außergewöhnliche Immobilie vor der Auktion große mediale Aufmerksamkeit erregt - und der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG entsprechend Arbeit gemacht.

"Wir haben täglich Telefonate aus ganz Deutschland geführt – mit Dutzenden, wahrscheinlich sogar mehreren Hundert Interessierten, die neugierig waren", sagte Vorstand Kai Rocholl.

Eigentlich wollte Pesendorfer die Ostsee-Insel allein ersteigern, hatte sich dann nach eigenen Angaben aber mit einem weiteren Bieter zusammengetan.

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Beide hätten sich erst kurz vor der Auktion kennengelernt und spontan darauf verständigt, gemeinsam für die Insel zu bieten.

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