"Thunfischkönig" bricht Rekord: Teuerster Tuna der Welt kostet 2,8 Millionen Euro
Tokio (Japan) - Die alljährliche Neujahrsauktion auf dem Fischmarkt in der japanischen Hauptstadt hat erneut Wellen geschlagen. Stolze 243 Kilogramm brachte ein stattlicher Blauflossenthunfisch auf die Waage, der nun einen neuen Besitzer hat - den "Thunfischkönig" von Japan und Betreiber der Sushi-Restaurantkette Sushizanmai, Kiyoshi Kimura (73).
Laut einem Bericht des japanischen Nachrichtenportals "Kyodo News" startete die Auktion bereits um 5.10 Uhr (Ortszeit) auf dem Toyosu-Fischmarkt. Durch das lebhafte Wettbieten der einzelnen Händler wurden Dutzende Besucher des Marktes angelockt, die das Spektakel verfolgten.
Schlussendlich nach einem schier ewigen Hin und Her der Hammer: Kiyoshi Kimura hatte bei der Auktion den längsten Atem und das letzte Wort. 510,3 Millionen Yen (umgerechnet circa 2,79 Millionen Euro) lautete der finale Preis für einen 243 Kilogramm schweren Blauflossenthunfisch, der vor der Küste von Ōma im Norden der Insel Honshu gefangen wurde.
"Der erste Thunfisch des Jahres bringt Glück. Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen ihn genießen und sich davon belebt fühlen", erzählt der 73-Jährige kurz nach seiner Millionen-Investition in den Fisch.
Tatsächlich ist genau das auch der Grund für den horrend hohen Preis. Da der erste Thunfisch des Jahres, den Restaurantbesitzer bei einer Auktion erwerben, Glück bringen soll, sind viele Inhaber dazu bereit, höhere Summen dafür aufzubringen, um so "mehr Glück" zu haben.
Ein weiterer Aspekt sind ohne Widerrede die Marketingchancen, die sich für ein Restaurant eröffnen, wenn dieses den teuersten Thunfisch auf der Auktion erworben hat.
"Thunfischkönig" überrascht nicht zum ersten Mal mit Wahnsinns-Gebot
Kiyoshi Kimura hat sich bereits einen Namen in der Sushi-Szene von Japan gemacht. Nicht nur, weil das Essen in seinen Restaurants gut schmeckt, sondern vor allem wegen seines Hanges dazu, mit hohen Geboten auf Auktionen Schlagzeilen zu machen.
So hat er bereits in den Jahren 2012 und 2013 mit 56,5 Millionen Yen, beziehungsweise 155 Millionen Yen, einen neuen Maßstab bei einer Auktion gesetzt, sowie 2019 mit 333,6 Millionen Yen noch einmal ein Rekord-Gebot abgegeben.
Titelfoto: Fotomontage: Louise Delmotte/AP/dpa, -/kyodo/dpa
