Ziemlicher Scheiß-Job: Kurioses Maskottchen macht Jagd auf Hunde und Besitzer

Offenbach am Main - Da wartet ein ganzer Haufen Arbeit: Schon bald soll in der hessischen Stadt Offenbach am Main ein kurioses Maskottchen durch die Straßen ziehen und ein ganz besonders Auge auf Hunde und deren Besitzer werfen. Beim Blick auf die alles andere als alltägliche Gestalt fragt man sich nicht zu Unrecht: Was soll die ganze Scheisse?!

Mit dem Maskottchen "Shitti" soll jetzt Jagd auf arglose Hundebesitzer und die zurückgelassenen Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge gemacht werden.
Mit dem Maskottchen "Shitti" soll jetzt Jagd auf arglose Hundebesitzer und die zurückgelassenen Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge gemacht werden.  © Stadtwerke Offenbach/Tan Kulali Photography

Doch fangen wir von vorne an: Hundehaufen, die von den Haltern der Vierbeiner arglos zurückgelassen werden, sind ein Ärgernis. Nicht nur für Passanten, die ungewollt in die Hinterlassenschaften der Fellnasen treten, sondern auch für die Stadt Offenbach selbst.

Um dem entgegenzuwirken, wird ab Ende Mai das Maskottchen namens "Shitti" in Parks und öffentlichen Plätzen auf Patrouille gehen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dem Kostüm, in dem sich ein Mitarbeiter der Stadt befinden wird, um einen gewaltigen Kothaufen.

Dieser soll in Zukunft aktiv auf Herrchen und Frauchen zugehen, die das große Geschäft ihrer Hunde nicht ordnungsgemäß entsorgen - und im Regelfall auch die anfallende Strafgebühr abkassieren - immerhin stolze 150 Euro. Wie die Aktion auf die sicherlich äußerst verdutzt dreinschauenden Hundebesitzer ausfallen wird, wird die Zeit zeigen müssen.

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Die Idee zu "Shitti" entstand übrigens im Rahmen der städtischen Aktion "Respect Offenbach", die vor allem darauf abzielt das öffentliche Bild der Stadt sauberer zu gestalten.

Der wandelnde Kothaufen ist dabei nicht der einzige Geistesblitz, den die Stadt hierbei hatte.

Mit den Maskottchen "Shitti" und "Kippi" will Offenbach Vermüllung des öffentlichen Raumes stoppen

Ein ähnliches Ziel verfolgt Maskottchen "Kippi".
Ein ähnliches Ziel verfolgt Maskottchen "Kippi".  © Stadtwerke Offenbach/Tan Kulali Photography

Denn bereits seit einiger Zeit marschiert "Kippi" der Zigarettenstummel durch die Offenbacher Straßen - und weist eben genau auf das unschöne Raucher-Überbleibsel hin, dass er selbst darstellt. Wer übrigens den Unmut von "Kippi" erregt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 75 Euro.

Das Triumvirat der Kuriositäten rundet übrigens der wandelnde Müllhaufen "Mülli" ab, der auf die allgemeine, illegale Müllentsorgung auf Grünflächen und Co. hinweisen soll. Doch trotz der durchaus fragwürdigen Gestaltung der "Gesichter" der Offenbacher Müllkampagne steckt dahinter ein überaus ernstes Anliegen.

Denn die unrechtmäßige Entsorgung von Abfall jeglicher Art sowie das Zurücklassen von Hundehaufen sind enorme Belastungen für die Umwelt sowie die Flora und Fauna der Stadt. So zeigten die Stadtwerke der Frankfurter Nachbarstadt bildlich auf, dass allein eine Plastikflasche bis zu 500 Jahre benötigt, um sich vollständig abzubauen.

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Ob die Stadt Offenbach mit ihrer Aktion und vor allem deren kurioser "Gesichter" einen vollen Erfolg oder lediglich einige hämische Lacher landet, bleibt abzuwarten.

Titelfoto: Stadtwerke Offenbach/Tan Kulali Photography

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