US-Konzern veröffentlicht umstrittene Pride-Kollektion für Kinder!

Minneapolis (USA) - Nachdem bereits das deutsche Unternehmen Adidas mit seiner "Pride-Kollektion" für Aufsehen gesorgt hat, veröffentlichte der amerikanische Einzelhandelskonzern "Target" nun umstrittene Mode für Kinder.

Dieser Badeanzug von Target hat eine Funktion integriert, um das männliche Genital in der weiblichen Bademode zu verstecken.
Dieser Badeanzug von Target hat eine Funktion integriert, um das männliche Genital in der weiblichen Bademode zu verstecken.  © Screenshot/Target/Pride-Kollektion

Anlässlich des "Pride-Monats", der von Anhängern der LGBTQ-Szene ab dem 1. Juni weltweit gefeiert wird, kreieren Mode-Hersteller derzeit passende Kleidungsstücke für sämtliche Geschlechter.

Das amerikanische Unternehmen mit Hauptsitz in Minneapolis veröffentlichte dabei eine Produktreihe auf seiner Website, die sowohl Kleidung für Klein und Groß, Party-Utensilien, Haushaltsgegenstände oder sogar Tierspielzeuge beinhaltet. Alles im gewohnt bunten Regenbogen-Stil.

Doch gerade die Kinder-Klamotten, die es bereits in den Märkten zu kaufen gibt, stoßen in den sozialen Medien auf harsche Kritik. So sind etwa die Schriftzüge "Not a Phase", "Queer, Queer, Queer" oder "Trans People will always exist" zu lesen.

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Wie auch schon bei Adidas steht dabei ein Badeanzug im Mittelpunkt der Entrüstung. Für diesen haben sich die Designer nämlich eine spezielle Funktion überlegt.

"Tuck-friendly" im Kindesalter

Auch für Babys gibt es bei Target Kleidung anlässlich des Pride-Monats.
Auch für Babys gibt es bei Target Kleidung anlässlich des Pride-Monats.  © Screenshot/Target/Pride-Kollektion

In der Lasche des bunten Schwimmanzugs ist zu lesen, dass dieser "Tuck-friendly" sei, wie unter anderem die "New York Post" berichtet.

Das sogenannte "Tucking" ist dabei eine Methode von Trans-Personen, um ihr noch vorhandenes Geschlechtsteil in Frauen-Mode zu kaschieren.

Die Reaktionen in den sozialen Medien auf die Pride-Kollektion von Target sind oftmals negativ. So ist auf Twitter die Rede von einer "woken Agenda" oder einer "Indoktrination", die bereits im Kindesalter beginne.

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Die Produktbewertungen auf der Homepage von Target selbst sind deutlich positiver als beispielsweise die erbosten Kommentare in den Rezensionen des Adidas-Badeanzugs.

So bedankte sich ein Käufer, dass durch diese Bademode "alle Optionen" offen gehalten würden.

Die Konfrontation von Kindern mit queeren Themen ist derzeit immer häufiger ein umstrittenes Feld - auch in Deutschland.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Target/Pride-Kollektion

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