Messerattacke in Ulm: Frau griff mutig ein, um Kollegen zu retten

Ulm - Nach dem schweren Messerangriff in einem Ulmer Media-Markt am Mittwoch gibt es neue Details zum Zustand der Opfer.

Die Polizei untersuchte den Tatort am Mittwoch. Die Ermittlungen laufen noch immer.
Die Polizei untersuchte den Tatort am Mittwoch. Die Ermittlungen laufen noch immer.  © Jason Tschepljakow/dpa

Zwei Tage nach der blutigen Tat in der Blaubeurer Straße hat die Staatsanwaltschaft Ulm erste Ermittlungserfolge gemeldet. Wie Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei am Freitag mitteilten, wird dem 29-jährigen Tatverdächtigen versuchter Mord vorgeworfen.

Eine Haftrichterin setzte den entsprechenden Haftbefehl bereits in Kraft.

Alle drei Opfer sind Mitarbeitende des betroffenen Marktes. Besonders kritisch steht es um einen 25-jährigen Mann. Er befindet sich noch immer in intensivmedizinischer Behandlung. Sein Zustand wird von den Ärzten als weiterhin lebensgefährlich eingestuft.

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Ein weiterer Kollege (22) konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung seiner leichten Verletzungen bereits verlassen.

Im Zuge der Ermittlungen wurde zudem bekannt, dass eine 36-jährige Frau ebenfalls leicht verletzt wurde. Sie hatte mutig eingegriffen, um ihrem 25-jährigen Kollegen zu Hilfe zu eilen.

Täter liegt noch auf Intensivstation

Der mutmaßliche Täter, ein 29-jähriger Mann aus Eritrea, liegt selbst noch auf der Intensivstation. Er war nach der Attacke von der Polizei durch Schüsse gestoppt worden. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustands konnte er bisher nicht zu den Hintergründen oder seinem Motiv befragt werden.

Die Ermittlungen zum genauen Tathergang dauern an. Die Polizei bittet die Bevölkerung weiterhin um Mithilfe.

Zeugen, die das Geschehen in der Blaubeurer Straße beobachtet oder gar gefilmt haben, werden dringend gebeten, ihre Aufnahmen im offiziellen Hinweisportal der Polizei hochzuladen: https://bw.hinweisportal.de.

Titelfoto: Jason Tschepljakow/dpa

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