Großbritannien - Es ist einer der bekanntesten Kriminalfälle der Geschichte. Jack the Ripper sorgte 1888 im Londoner Stadtteil Whitechapel für Angst und Schrecken. Wer er war, konnte niemals abschließend geklärt werden.
Mindestens fünf Frauen fielen dem unbekannten Mörder zwischen August und November 1888 zum Opfer. Die Brutalität der Taten und die chirurgische Präzision, mit der die Leichen verstümmelt wurden, schockierten die viktorianische Gesellschaft. Scotland Yard stand unter enormem Druck, doch trotz intensiver Ermittlungen und zahlreicher Verdächtiger blieb der Täter ein Phantom.
Nun berichtet die britische Zeitung "Mirror", dass eine Reihe von Gentests, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, den Verdacht gegen einen der damaligen Hauptverdächtigen erhärten.
Der damals 23-jährige Aaron Kosminski gilt als der wahrscheinlichsten Kandidat hinter der Identität von Jack the Ripper. Der 1865 in Polen geborene Friseur lebte zur Tatzeit im Herzen von Whitechapel. Zeitzeugen beschrieben sein Verhalten als auffällig. Kosminski hörte Stimmen, litt unter Wahnvorstellungen und zeigte eine ausgeprägte Angst vor anderen Menschen, bedrohte seine Schwester mit einem Messer.
1891 wurde Aaron Kosminski schließlich in die Psychiatrie eingewiesen, wo die Ärzte bei ihm paranoide Schizophrenie diagnostizierten. Er starb 1919 im Alter von 53 Jahren.
Ist Aaron Kosminski Jack the Ripper?
Schon während der Mordserie stand Aaron Kosminski unter Verdacht, doch Beweise blieben aus.
Laut Mirror haben Forensiker jetzt ein Seidentuch vom Tatort des vierten Mordes analysiert. Darauf hätte man DNA-Spuren aus Blut und Sperma gefunden und sie mit Proben von lebenden Verwandten von Kosminski vergleichen können. Es soll genetische Übereinstimmungen gegeben haben.
Zuvor wurde ein ähnlicher DNA-Abgleich im Jahr 2014 gemacht. Auch damals deutete das Resultat auf Kosminski hin.