Mindanao (Philippinen) - Ein gewaltiges Erdbeben der Stärke 7,8 hat am Montagmorgen den Süden der Philippinen erschüttert. Nach Angaben verschiedener Behörden gegenüber kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, mehr als 120 wurden teils schwer verletzt.
Es passierte laut BBC-Berichten um kurz nach halb acht am Morgen (Ortszeit) – mitten im Berufsverkehr und pünktlich zum allerersten Schultag des neuen Jahres. Die Erde bebte so brutal, dass in Sekundenschnelle das nackte Chaos ausbrach.
Wie Videos und Bilder in den sozialen Netzwerken zeigen, liefen Menschen schreiend um ihr Leben, während im Hintergrund ganze Gebäude in Schutt und Asche versanken.
Dramatische Szenen spielten sich auch an den Schulen ab: Ein Video aus einer Grundschule zeigt Dutzende panische Kinder, die sich während des Bebens auf dem zitternden Boden zusammenkauerten, während direkt hinter ihnen ein Schutzdach krachend in sich zusammenbrach.
Philippinischer Präsident verspricht sofortige Hilfe
An ein Durchatmen war für die Überlebenden nicht zu denken.
Mehr als 250 teils heftige Nachbeben hielten die Katastrophenregion laut Tagesschau stundenlang in Atem. In der Küstenprovinz Sarangani brachen sofort das Stromnetz und alle Telefonleitungen zusammen – Totenstille im Katastrophengebiet!
Wie die Manila Times berichtet, musste sogar der Flughafen der Großstadt General Santos City sofort dichtgemacht werden, weil die Startbahnen und Gebäude schwer beschädigt wurden.
Kurz nach dem Hauptbeben dann der nächste Schock: Sirenengeheul an den Stränden! Experten des philippinischen Institut für Vulkanologie und Seismologie registrierten im gesamten Pazifikraum Tsunami-Wellen von bis zu drei Metern.
Die Menschen flohen Hals über Kopf ins Landesinnere, während die ersten Flutwellen mit einer Höhe von bis zu 1,4 Metern die Küsten trafen. Erst Stunden später gaben die Behörden Entwarnung.
Präsident Ferdinand Marcos Jr. versprach der traumatisierten Region am Mittag sofortige Katastrophenhilfe: "Die Regierung bewegt sich, wir lassen niemanden zurück!"