Alarmstufe Rot: Waldbrand-Risiko in Sachsen bereits im April extrem hoch
Dresden - Der trockene März hat die Waldbrandgefahr in Sachsen steigen lassen. Am Donnerstag erreichte die Waldbrandgefahr bereits die zweithöchste Warnstufe.
Betroffen waren laut Innenministerium Teile der Landkreise Meißen und Bautzen. In den besonders gefährdeten Regionen seien bereits Feuerwachtürme mit kameragestützten Waldbrandüberwachungssystemen in Betrieb genommen worden.
"Eine frühzeitige Erkennung von Waldbränden ist entscheidend, um größere Schadenslagen zu verhindern", erklärte Landesbranddirektor Jens Großer (63). Tatsächlich sind die ersten Waldbrände des Jahres schon wieder Geschichte.
Im Landkreis Görlitz war es am Montag nördlich von Niesky zu einem großflächigen Waldbrand gekommen.
In Königstein-Halbestadt (Sächsische Schweiz) sorgte eine nicht ordentlich abgelöschte Feuerschale für einen zweiten Waldbrand.
Viele Waldbrände werden durch Menschen verursacht
Die Großbrände in der Sächsischen Schweiz (2022) und in der Gohrischheide (2025) sind noch in guter Erinnerung. Vor allem nach den Bränden im Süden des Nationalparks hatten die Behörden bei Taktik und Technik kräftig aufgerüstet.
Aber das ist nur die halbe Miete. "Ein Großteil der Waldbrände entsteht durch menschliche Unachtsamkeit", sagte Großer. Das sei nachweislich in zwei Dritteln der Waldbrände der Fall.
Weiter verschärfen wird sich die momentane Situation allerdings nicht. Der Deutsche Wetterdienst sagt für Freitag Regen, teilweise etwas Schnee voraus.
Am Samstag sinkt die Waldbrandgefahr landesweit sogar auf die niedrigste Warnstufe 1. Grundsätzlich aber dürfte die Gefahr von Waldbränden in Sachsen steigen, wie Experten angesichts des Klimawandels schon seit Jahren warnen
Titelfoto: Fotomontage/picture-alliance/ ZB/Daniel Förster

