Porsche-Mitarbeiter spüren Krise: Erstmals seit Jahren keine Prämie

Von Julian Weber

Stuttgart - Die Krise bei Porsche hat nun auch Folgen für die Mitarbeiter des Sport- und Geländewagenbauers: Erstmals seit Jahren erhalten sie keine Prämie.

Die Porsche-Belegschaft bekommt für das Geschäftsjahr 2025 keine freiwillige Sonderzahlung.  © Marijan Murat/dpa

"Aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens wird es für das Geschäftsjahr 2025 keine freiwillige Sonderzahlung geben", teilte ein Sprecher des MDax-Konzerns auf Anfrage in Stuttgart mit.

Die Belegschaft sei darüber bereits informiert worden. 

Für 2023 hatten sich Unternehmensführung und Betriebsrat noch auf eine Prämie von bis zu 9.690 Euro geeinigt.

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Ein Jahr später lag sie bei bis zu 5.250 Euro. In der Vergangenheit erhielten die Sonderzahlung alle Beschäftigten an deutschen Standorten, die fest bei der Porsche AG und Tochtergesellschaften angestellt sind.

Dazu gehören auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Porsche-Werks in Leipzig. Das sind derzeit mehr als 27.000 Menschen. 

Porsche galt jahrelang als der Autohersteller, der mit die höchsten Boni an seine Mitarbeiter ausbezahlt. Das System bei den Zuffenhausenern gibt es seit 1997. Ob die freiwillige Sonderzahlung im Zeitraum danach bereits einmal gestrichen wurde, war zunächst nicht bekannt.

Sicher ist: Seit mindestens 2007 hat das Unternehmen in jedem Geschäftsjahr eine Mitarbeiterprämie ausbezahlt.

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Die Krise in der Autobranche hat 2025 alle deutschen Hersteller getroffen. Mal mehr, mal weniger stark.

Aber: Alle anderen zahlen - wenn auch teils deutlich gesunkene - Boni aus.

Bei Mercedes-Benz erhalten die anspruchsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter früheren Angaben zufolge voraussichtlich bis zu 3.139 Euro. Tarifbeschäftigten bei Volkswagen bekommen - entgegen einer früheren Absage - nun doch eine Prämie von 1.250 Euro. Und auch Audi und BMW beteiligen Berichten zufolge ihre Beschäftigten.

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Der Autobauer hatte Mitte März einen enormen Gewinneinbruch gemeldet.

Der Konzernüberschuss sackte im Vergleich zum Vorjahr um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ab. 2024 waren es noch fast 3,6 Milliarden. Der Umsatz sank um fast ein Zehntel auf rund 36,3 Milliarden Euro. 

Ursachen dafür gab es viele: Die Geschäfte in China stockten, die US-Zollpolitik kostete viel Geld und die Elektro-Modelle von Porsche fanden deutlich weniger Anklang als erwartet.

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