Nach Klette-Urteil: Suche nach Ex-RAF-Terroristen geht weiter

Von Thomas Strünkelnberg

Berlin/Hannover - Auf der Suche nach den mutmaßlichen Ex-RAF-Terroristen Burkhard Garweg (57) und Ernst-Volker Staub (71) haben die Fahnder keine heiße Spur - aber sie bleiben hartnäckig.

Daniela Klette (67) ist am Mittwoch zu 13 Jahren Haft verurteilt worden.  © Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa

"Wir sind weiterhin sehr engmaschig auf der Suche", sagte der Präsident des Landeskriminalamts Niedersachsen, Thorsten Massinger, der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir werden nicht nachlassen, aber aktuell gibt es keine heiße Spur", betonte er. Über die Jahre sei eine vierstellige Anzahl von Spuren abgearbeitet worden.

Hinweise seien allerdings auch vor der Festnahme der Komplizin der beiden Männer, Daniela Klette (67), eingegangen, sagte Massinger. Einsatzkräfte hatten Klette Ende Februar 2024 in einer Berliner Wohnung festgenommen.

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Sie wurde am Mittwoch vom Landgericht Verden zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt - weil sie zusammen mit Garweg und Staub Geldtransporter und Supermärkte in mehreren Städten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen überfallen hatte. Seit März 2025 stand sie vor Gericht. Das Trio erbeutete mehr als zwei Millionen Euro.

Von Garweg und Staub fehlt seitdem so gut wie jede Spur, allerdings soll Garweg sich per Brief aus dem Untergrund gemeldet haben.

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LKA fahndet weiterhin nach Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub

Die Suche nach den Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub (71, l.) und Burkhard Garweg (57) geht weiter.  © -/Landeskriminalamt Niedersachsen/dpa

Eine Sprecherin des Landeskriminalamts Niedersachsen sagte damals, die Behörde habe den Beitrag zur Kenntnis genommen. Unter dem Decknamen Martin soll Garweg zeitweise in einem Bauwagen in Berlin-Friedrichshain gelebt haben.

Massinger sagte, es gebe keine Hinweise darauf, dass Staub - mit heute 71 Jahren der Älteste des Trios - inzwischen gestorben sein könnte.

"Mutmaßungen gibt es eine ganze Menge. Wir verfolgen diese Hinweise und ermitteln, inwiefern sich daraus gesicherte Erkenntnisse ergeben", sagte der LKA-Präsident. Auch nach Staub werde daher aktiv gesucht.

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Weiterhin kämen fast täglich neue Hinweise zu den Gesuchten, erklärte Massinger. Allerdings: Es gebe auch "eine Menge Sichtungen, die letztlich keine sind", betonte er.

"Dennoch ist es wichtig und richtig, dass sich Bürgerinnen und Bürger weiterhin bei uns melden und uns Hinweise geben."

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