Von Helen Hoffmann und Janet Binder
Verden - Im Prozess gegen die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette (67) wegen bewaffneter Raubüberfälle wurde am Mittwochvormittag vor dem Landgericht Verden das Urteil gesprochen.
Daniela Klette ist vor dem Landgericht Verden zu 13 Jahren Haft verurteilt worden, wie die dpa berichtet.
Wegen schweren Raubes, Verstößen gegen das Waffengesetz und weiterer Straftaten sah das Gericht es als erwiesen an, dass die Angeklagte gemeinsam mit ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg (57) und Ernst-Volker Staub (72) zwischen 1999 und 2016 maskiert und bewaffnet Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen hat.
Die Deutsche steht seit März 2025 vor Gericht.
Während des Prozesses wurde entschieden, dass fünf Taten nicht mehr verfolgt werden. Damit geht es letztlich um acht Überfälle in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, bei denen insgesamt mehr als zwei Millionen Euro erbeutet wurden.
Klette wurde im Februar 2024 in ihrer Berliner Wohnung festgenommen, Ermittler fanden dort Waffen, Munition, eine Panzerfaust-Attrappe, gefälschte Ausweise, Perücken, Gold und 240.000 Euro Bargeld. Nach ihren mutmaßlichen Komplizen wird gesucht.